Andreja Xena

Erotische Romane

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Im Zeichen des Skorpions - Vollmond

Scorpio Sternburg, Forscher und Archäologe, beschäftigt sich mit alten Gräbern, Friedhöfen, Beerdigungsritualen und dem Aberglauben. Er erklärt sich die Welt stets logisch und glaubt an nichts Übersinnliches. Als er ein altes Haus in Ungarn erbt, auf dessen Grundstück sich ein Friedhof aus dem 17. Jahrhundert befindet, verändert sich sein Leben. Scorpio stößt bei der Freilegung alter Gräber auf ein unterirdisches Labyrinth und entdeckt eine Bibliothek und ein Gewölbe mit einer höchst seltsam anmutenden Ahnengalerie. Eines der Gemälde fasziniert ihn besonders. Es ist das Porträt einer jungen Frau, deren Anziehungskraft er sich nicht entziehen kann. Doch nicht nur das bleiche, attraktive Mädchen auf dem Bildnis beschäftigt ihn bis in seine Träume, sondern auch ein Buch mit fremdartigen Zeichen und Ritualen zur Wiedererweckung von Toten. Scorpio weigert sich, an diesen Humbug zu glauben, doch als der Mond voll ist und im Zeichen des Skorpions steht, gerät er in einen mysteriösen und erotischen Sog.

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Vita

Xena Andreja fand schon als kleines Kind Gefallen an alten Friedhöfen. Sie liebt mit Efeu bewachsene Mauern, alte Gewölbekeller und Kirchen, aber auch Geschichten, die in alten Schlössern spielen, Spuk und Hexerei. Im bookshouse-Verlag erschien im Spätherbst 2013 ihr erster erotischer Vampirroman.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Prolog
Bükk-Gebirge in Ungarn 1669

Bonifác starrte aus dem Fenster.
   »Bis der Inquisitor eintrifft, ist es zu spät.« Csongor atmete schwer. »Sie muss brennen. Noch heute. Der Wind gebärdet sich wie verrückt. Schon der Weg von den Karpaten zurück durch das Bükk-Gebirge war beschwerlich. Wenn Ihr nicht schnell handelt, wird ein Sturm über uns hereinbrechen.« Voller Angst sah sein Gehilfe ihm in die Augen.
   Bonifác schwieg und schüttelte innerlich den Kopf. Er war Respekt einflößend, dennoch niemand, vor dem man sich fürchten musste. Der Stuhl knarrte unter seinem Gewicht.
   »Herr! Bonifác Thor, bitte. Ihr seid der Dorfrichter und ein angesehener Mann. Entscheidet. Wenn Ihr ohne den Großinquisitor nicht handeln wollt, übergebt sie dem Vampirjäger.« Csongor wagte einen weiteren Schritt ins Zimmer. »Er schwört, dass die junge Frau zu den Vampiren gehört. Mir scheint das auch so. Ihre Haut ist unnatürlich bleich.«
   Bonifác legte die Fingerkuppen aneinander. Er konnte sich nicht entscheiden.
   Csongor trat von einem Fuß auf den anderen. »Bedenkt die Gefahr.«
   Bonifác drehte sich um. »Diese Anschuldigung ist lächerlich. Hast du vergessen, dass sie am Tag aufgegriffen wurde? Vampire! Pah!« Er schüttelte den Kopf.
   »Wenn das so ist, und Ihr es nicht glaubt«, Csongor knetete den Hut mit beiden Händen, »dann muss sie als Hexe brennen.« Er deutete nach draußen. »Seht doch die aufziehenden Wolken. Das ist ihr Werk. Und noch immer weigert sie sich, uns ihren Namen zu nennen.« Seine Stimme zitterte vor unterdrückter Erregung. »Ihr wisst noch nicht alles, Herr. József wollte ihr die Kleider vom Leib reißen, aber sie hat ihn von sich gestoßen. Danach konnte er sich ihr nicht mehr nähern. Keinen Fußbreit. József war weiß vor Wut, weil er sie nicht bezwingen konnte. Sie besitzt Hexenkräfte. Herr, ich flehe Euch an, Ihr müsst schnell handeln. Der Vampirjäger wird auch ungeduldig. Er macht die Leute rebellisch, sie schreien nach Vernichtung.«
   Bonifác wandte den Blick erneut zum Fenster. Er hörte das Grölen der Menschen seit Stunden. Lange ließen sie sich nicht mehr bändigen. Der Sturm, der seit der Gefangennahme der jungen Frau tobte, hatte ein Haus zerstört und mehrere Scheunen in Brand gesetzt. Doch das war noch nicht alles. Seit die junge Frau sich hier aufhielt, war der alte Gerzon gestorben und die Frau des Bauern Móllnár schwer erkrankt. Für die Dorfbewohner war klar, dass nur die Fremde die Schuldige an diesen Vorfällen sein konnte. Da sie von ungewöhnlichem Aussehen war, hatte der Priester sofort nach dem Inquisitor geschickt. Dieser weilte zurzeit nur einen Tagesritt entfernt.
   Bonifác war seit zwanzig Jahren Richter, versuchte stets, gerecht zu sein und missbilligte Folter, doch genau das stand der jungen Frau bevor, sobald der Inquisitor eintraf. Wenn das Unwetter noch weiter tobte, würde die aufgebrachte Menge das Verlies stürmen und die Gefangene eigenhändig lynchen. Er rief sich das Bild der jungen Frau in Erinnerung. Sie war noch keine zwanzig Jahre alt, auf eigentümliche Weise hübsch und besaß eine außergewöhnliche Ausstrahlung. Ihr Auftreten gegenüber seinen Männern war selbstbewusst, wahrscheinlich war sie eine Angehörige der Adelsstände. Ihrer Kleidung nach wirkte sie eher wie ein Bauernmädchen. Dass sie allein reiste und sich von niemandem anfassen ließ, bestärkte den Verdacht, dass sie eine Hexe war. Der Umstand, dass ein Gewitter aufzog, Menschen starben oder krank wurden, schloss den Kreis der Verdächtigungen.
   »Hexen«, flüsterte er und ließ sich in seinen Sessel fallen. So viele waren schon unschuldig verurteilt worden, weil sie unter der Folter alles gestanden hatten, was ihre Peiniger hören wollten. Der Hass der Inquisition, vor allem gegenüber Frauen, wurde immer größer. Die Massen ließen sich so leicht aufhetzen. Bonifác schloss die Augen. Einige wenige hatte er retten können. Bei diesem Mädchen, das fühlte er deutlich, war seine Macht zu Ende. Die junge Frau war bereits tot, verbranntes Fleisch, und nicht nur er, auch andere wussten, dass sie nichts verbrochen hatte. Dass sie ihre Identität verschwieg und sich seinen Männern widersetzt hatte, genügte für das Todesurteil. So gering ihr Vergehen auch war, der Großinquisitor würde sich ihrer morgen annehmen. Wenn (...)

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