Helmut Fuchs

Krimis & Thriller

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Die German Angst

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Wer will die Entwicklung eines schadstoffarmen Motors verhindern, für den der Geologe Dr. Braun in den Urwäldern Madagaskars nach Flockengrafit sucht? Warum wird das schöne Straßenmädchen Nirina auf ihn angesetzt? Wer steht hinter den Attentaten? Welche Rolle spielen die Geheimdienste von DDR, BRD, Madagaskar und Israel? Schürt der SSD Technologiefeindlichkeit und übersteigerte Umweltangst? Peter Braun muss sich mit Problemen der Rohstofferschließung in der Dritten Welt auseinandersetzen, aber auch mit radikalem Ökologismus und Terrorismus. Dabei gerät er in die Machtkämpfe des Inselstaates. Im Deutschland vor und nach der Wende sowie in Madagaskar mit seiner pulsierenden Hauptstadt Antananarivo und seinen Urwäldern spielen sich die dramatischen Geschehnisse ab. Der Ausblick auf die Gegenwart ist nicht zu übersehen.

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  • Helmut Fuchs & Rolf Kamradek
    Die German Angst
  • Die German Angst
    Helmut Fuchs & Rolf Kamradek

Vita

Helmut Fuchs

Helmut Fuchs kennt als erfahrener Lagerstättengeologe fast alle Länder der Erde, insbesondere Afrika, Südamerika, Australien und die Arktis Kanadas. Während seines Berufslebens lebte er zeitweise in Indien und Brasilien. Dabei hat er nicht nur die unterschiedlichsten Kulturen, Mentalitäten und Denkweisen sowie die komplexe Vielfalt der Geologie, sondern auch die unterschiedlichsten Vorstellungen zur Entwicklung von Großprojekten kennengelernt. Selbst Naturfreund und heute Winzer, musste er sich oft abwegiger Argumente und militanter Anfeindungen von Ökologisten, aber auch fachfremder Ökologen erwehren, sich mit Industriellen, Regierungen und ideologisierten Politikern herumschlagen und sich bei militärischen Auseinandersetzungen in der Dritten Welt behaupten. Er arbeitete in verschiedenen deutschen Rohstoffgesellschaften, hat zahlreiche hauptsächlich in Englisch geschriebene wissenschaftlich-technische Beiträge und Berichte in Fachzeitschriften und Fachbüchern veröffentlicht. Betreibt heute ein naturbewusst bewirtschaftetes Weingut. Mit dem Ziel, auch ein größeres Publikum an der Faszination eines Geologenlebens teilnehmen zu lassen, hat er zusammen mit seinem Coautor Rolf Kamradek Die German Angst in Form eines Thrillers thematisiert und einen kleinen Teil seiner weltweit gesammelten wissenschaftlichen, technischen und umweltrelevanten Erlebnisse romanhaft erzählt.

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Leseprobe

Prolog
Die Abteilung X – Die Strategie der Angst

Der Mistkerl war also zum BND übergelaufen. Ausgerechnet der Genosse, dem er am meisten vertraut hatte, ein echter Rossendorfer aus der Kaderschmiede des Zentralinstitutes für Kernforschung. Bei den Verhören hatte dieser Verräter die Strategie der Abteilung X zur psychologischen Zersetzung der BRD ausgeplaudert.

»Wir kombinierten echte Sachverhalte mit Fehlinformationen über angebliche Lücken im Sicherheitssystem der Kernkraftwerke der BRD und lancierten von uns provozierte oder wirkliche Unfälle bei radioaktiven Materialtransporten in die Medien. So sollte die öffentliche Meinung im Westen gegen die Kernenergie mobilisiert werden. Es war auch daran gedacht, systematisch radioaktive Stoffe in die Umgebung von Kernkraftwerken der BRD zu platzieren.«

Sogar Unterlagen legte der Mistkerl den westdeutschen Kapitalisten vor. Unterlagen, die den Schaden genau bezifferten, welcher der Atomwirtschaft der BRD durch Aktionen der Umweltschutzbewegungen bereits entstanden war. Das alles konnte man ganz offen in der Welt vom 22. Oktober 1986 nachlesen.
   Der politische Stratege saß zusammengesunken an seinem abgewetzten Tisch. Konnte er dennoch weitermachen? Die Menschen in der BRD nahmen die Eröffnungen doch gar nicht wahr, wollten sie nicht wahrnehmen. Viel zu groß waren bereits ihre Atomängste und die Kernkraftgegner nahmen weiter zu.
   Die Strategie war gut, seine Strategie, sein Manifest. Er hatte es weiterentwickelt, in jahrelanger Arbeit. Er war sich des Risikos bewusst. Aber diese Angst vor der Kernkraft musste man einfach weiter nutzen, um dem Sozialismus zum Sieg zu verhelfen. Es gab noch viel mehr Ängste in der BRD, die man schüren konnte. Nicht nur die vor der Kernenergie. Die Sorge um die Umwelt, das Unbehagen über eine alles beherrschende Technologie, die Versklavung durch die Industrie …
   Sie hatten Karl weiter grünes Licht gegeben, vorausgesetzt, eine Zusammenarbeit mit dem SSD wurde niemals erkennbar.
   Er hob das Dokument, mit dem er die Führung überzeugt hatte. Fast liebevoll hielt er es vor die Augen. Der Text war codiert, aber er konnte ihn fließend lesen, las ihn zum hundertsten Mal.

»Der unersättliche Monopolkapitalismus in der BRD hat einen hohen Technologiestandard der Industrie geschaffen. Mit der Produktion von unnützen Konsumgütern vermehrt er den Profit, indem er bei den Werktätigen durch Reklame und Propaganda Kaufzwänge und den Wunsch nach überflüssigem Privateigentum erzeugt. Diese Ausbeutung der Arbeiterklasse wird, gemäß den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Marxismus-Leninismus, zum Klassenkampf und zu einer dialektischen Ablösung des alten Systems der Klassengesellschaft führen.
   Dennoch gibt es, wie unsere Analysen zeigen, in der BRD keine reale Basis für den Klassenkampf alten Stils. Nur noch in der Dritten Welt ist er das legitime und wirkungsvolle Kampfmittel zur Überwindung von Kolonialismus und Neoimperialismus.
   Zur Destabilisierung der BRD müssen wir deshalb, immer gestützt auf die grundlegenden Erkenntnisse von Marx, Engels und Mao Tse-tung, neue intelligente Wege gehen, um die Monopole an ihrer stärksten und zugleich empfindlichsten Stelle zu treffen, an Industrie und Technologie.
   Hierzu kann die allgemeine Technologiefeindlichkeit, die speziell in der BRD um sich greift, genutzt werden. Der Glaube an die selbstkritische Funktion des Verstandes scheint, insbesondere bei der jüngeren Generation, erschüttert. Technisches, wissenschaftliches und wirtschaftliches Wissen hat ein negatives Image bekommen, Wissenschaftler werden als Fachidioten abgestempelt. Gleichzeitig zeigt sich seit den sechziger Jahren eine wachsende Kluft zwischen den Älteren und Jüngeren, wie sie sonst nirgendwo in Europa erkennbar ist.
   Ursache ist das faschistische Erbe Hitler-Deutschlands, das sich, anders als in der DDR, unter dem kapitalistischen System der BRD weiterentwickeln konnte. Gegen diese Hinterlassenschaft ihrer Eltern, die sich nur an materialistischen Werten und dem Wachstum des Sozialproduktes orientieren, führten die Studenten der sogenannten Achtundsechziger-Generation einen, wie sie sagten, revolutionären Kampf.
   Doch die Führung unserer Partei hat sofort erkannt, dass es sich dabei nur um (...)

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