Bettina Kienitz

Kinder- & Jugendbücher

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Bobbo, das Kellermonster

Stell dir das mal vor: Du stehst mutterseelenallein in einem stockfinsteren Raum. Die Tür ist von außen fest verschlossen und du kannst das Licht nicht anknipsen, weil sich der Schalter draußen befindet. Da spricht dich aus der Dunkelheit plötzlich eine tiefe Stimme an, die du nie zuvor gehört hast. Ganz schön gruslig, oder? Genau das passiert eines Tages dem achtjährigen Timmi, nachdem ihn sein fieser älterer Bruder in den Keller gesperrt hat. Und es wird noch grusliger, denn schnell stellt sich heraus, dass die fremde Stimme zu einem Monster gehört. Timmi sitzt in einer bösen Falle: Davonlaufen kann er nicht, und es mit einem Monster aufzunehmen, traut er sich nicht. Vielleicht könnte er sich ja irgendwie rausreden? Das hat in kniffligen Situationen schon oft geklappt. So beginnt Timmi verzweifelt, mit Bobbo, dem Kellermonster zu verhandeln.

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    Bettina Kienitz

Vita

Bettina Kienitz, alias Bettina Grabis, wurde im Karneval geboren. Mit dem Schreiben begann sie in den 1980er-Jahren. Anfangs waren es Artikel für Jugend- und Publikunszeitschriften, 1989 veröffentlichte sie gemeinsam mit drei Co-Autoren ihr erstes Buch: „Lady-Fitness - Das neue Körperbewusstsein der Frau.“ Im Januar 1995 erschien ihr erstes Buch für Kinder im Coppenrath-Verlag. Das war noch klein und dünn und trug den Titel „Das kleine Partybuch“. Das nächste war schon erheblich größer und dicker. Seitdem hat Bettina Kienitz, die lange Zeit unter ihrem Mädchennamen Bettina Grabis schrieb, über 250 Bücher für Kinder und Jugendliche, darunter einige Bestseller, veröffentlicht. „Ein Leben ohne Schreiben kann ich mir nicht vorstellen“, sagt sie, und so werden mit Sicherheit noch einige Titel hinzukommen.

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Leseprobe

Kapitel 1

Bobbo Schlotz hatte sich schon vor geraumer Zeit im Keller der Fiedemanns niedergelassen. Gleich neben den großen Holzregalen, die mit Einweckgläsern, Konservendosen und Pappschachteln vollgestellt waren, befand sich seine Schlafstätte.
   Dem Geruch nach zu schließen, war die Holztruhe der Fiedemanns schon mindestens einhundert Jahre alt. Damit war sie genau der richtige Platz für ein Kellermonster, um sich darin aufs Ohr zu legen und auszuruhen. Und damit es darin auch mollig warm war, hatte Bobbo die Truhe mit ein paar alten Kleidungsstücken der Fiedemanns ausgelegt.
   Bobbo liebte seine uralte Truhe aus dunkelbraunem Holz, die außer von ihm noch von einigen fresslustigen Holzwürmern bewohnt wurde. Das nagende Geräusch seiner kleinen Wohngenossen, die sich ununterbrochen fleißig durchs Holz arbeiteten, störten Bobbo Schlotz nicht im Geringsten. Ganz im Gegenteil. Er genoss den lustigen Klang der Holznager. Für ihn war es, als würden sie ihn mit einem netten Ständchen in den Schlaf begleiten.
   Die dumpfe Feuchtigkeit und die vielen alten Gegenstände in Bobbos Keller sorgten für einen angenehm muffigen und leicht modrigen Geruch. Gerade so, wie er es gerne mochte. Obwohl es für die meisten Kellermonster ruhig noch viel strenger hätte riechen dürfen.
   In den Ecken stapelten sich eine Menge Zeitschriften und verschiedene Kisten und Kartons mit den abenteuerlichsten Sachen: aussortierte Kleidungsstücke, altes Geschirr, jede Menge Spielzeug und allerlei Gerümpel.
   Der Boden des Kellerraumes bestand aus dicken Holzbrettern. Um nicht von Menschen überrascht zu werden, hatte Bobbo sich in mühevoller Kleinarbeit eine pfiffige Warnanlage konstruiert. Dazu hatte er drei Holzbretter vor der Kellertür so gelockert, dass sie herrlich knarrten, sobald sich ein Mensch seiner Wohnstube näherte. Das war dann das Zeichen für ihn, sich schleunigst zu verkriechen und so lange in einem Versteck zu warten, bis die Luft wieder menschenrein war.
   Bobbos Verwandte kamen ihn nur sehr ungern besuchen. Mama Schlotz begrüßte ihn immer auf die gleiche Weise: »Bobbo, Bobbo, wie kannst du es in diesem schlimmen Sauberloch nur aushalten?« Und auch Papa Schlotz war von Bobbos monsterunwürdiger Behausung gar nicht begeistert. Ihm standen jedes Mal die zerzausten Haare vor Entsetzen zu Berge. Er schüttelte dann missbilligend seinen großen Zottelkopf, murmelte etwas vom übertriebenen Reinlichkeitsfimmel der Menschen und suchte nach einer wenigstens halbwegs verschmutzten Ecke, in der er sich niederlassen konnte.
   Bobbo Schlotz hatte wirklich nicht viel Ähnlichkeit mit seinen Artgenossen. Normalerweise lieben Kellermonster Staub in fingerdicken Schichten, prächtige Spinnweben, das Wuseln von unzähligen Kellerasseln und anderem Ungeziefer. Und wenn in der einen oder anderen Ecke auch noch ein paar Schimmelpilze sprießen, so ist das die Krönung einer richtigen Kellermonsterbehausung.
   Das gilt für die meisten Kellermonster, aber nicht für Bobbo Schlotz. Für ihn war ein Keller erst dann so richtig monsterwohlig, wenn er nur von einem Hauch von Staub überzogen war. Und Spinnweben brauchten seiner Meinung nach überhaupt nicht vorhanden zu sein, blieben diese hauchdünnen Fäden doch immer an seinem gut gepflegten Fell kleben. Wie unangenehm!
   Sollten andere Kellermonster sich ruhig wohlfühlen in ihren Schmuddelbuden. Bobbo Schlotz war eben ein sauberes Monster und damit ganz zufrieden. Seine Freude war immer übermonstermäßig groß, wenn die fleißige Menschenfrau mit ihrem Staubwedel in den Keller kam und sein Heim gründlich sauber machte. Herrlich!
   Immerhin war Bobbo in seinen dreihundertsiebenundzwanzig Lebensjahren schon einhundertfünf Mal umgezogen. Das widersprach nun jeder Kellermonsterregel. Üblicherweise hauste ein Monster sein Leben lang in ein und demselben Keller. Umgezogen wurde allerhöchstens dann, wenn die Monsterbehausung von einem dieser erbarmungslosen Abrisskolossen vernichtet wurde, oder wenn die Hausbesitzer all zu großen Wert auf Reinlichkeit im Keller legten.
   Bobbo Schlotz jedoch hielt es an den meisten Orten nicht allzu lange aus. Schmutz und Staub hingen ihm nur zu bald zu den Ohren raus. Bei den Fiedemanns aber wohnte er jetzt schon eine ganze Weile glücklich (...)

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