Rolf Kamradek

Humor & Satire

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Josef und seine Träume in der Naturheilklinik

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Dem arbeitslosen Josef bewilligt seine Gesundheitskasse einen Reha-Aufenthalt mit allen medizinisch notwendigen und sinnvollen Therapien. Ahnungslos unterschreibt er die Aufnahmevereinbarung in der Splenklinik, einem privaten Zentrum für Naturheilverfahren. Der Klinikeigner, Herr Trix-Hinterthür aber lässt nur skurrile Splentherapien von instrumentalisierten Ärzten an skurrile Patienten verkaufen. Dem schüchternen Josef öffnen sich bald die Herzen alter Damen, aber auch das der Barfrau Maria und der zierlichen, um Zuwendung kämpfenden, Frau Antwerpen. Auch der stets alkoholisierte, asiatische Kriegsminister, der durch Knopfdruck Atombomben zünden kann, zählt bald zu seinen Freunden. In einer fast unwirklich erscheinenden Welt, zwischen Therapien und Manipulation, zwischen Gerüchten und Gefühlen ereignen sich Todesfälle, die Josef und Maria in einen Strudel polizeilicher und journalistischer Verdächtigungen ziehen. Das tägliche Geschehen verarbeitet Josef in allnächtlichen Träumen und verquickt es mit seinen Erinnerungen, die Zugang zu seinem Wesen schaffen. Der Autor indes begleitet ihn mit ironischer Sympathie, das Umfeld aber mit böser Zunge, wobei humorvolle Szenen und eine meist unausgesprochene Erotik, den Roman durchziehen.

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    Josef und seine Träume in der Naturheilklinik
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    Rolf Kamradek

Vita

Rolf Kamradek

Rolf Kamradek, promovierter Arzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin und Naturheilverfahren, hat erkannt: „Die Menschen sind komisch“. Der in Schleswig Lebende hatte reichlich Gelegenheit, sie zu beobachten. Geboren im Sudetenland, aufgewachsen in Bayern und Schwaben, als Student in Kiel und Marburg, als Mediziner im Allgäu, in Schleswig-Holstein, im Schwarzwald und im Saarland sowie auf zahlreichen Reisen. In seinen Erzählungen legt er das Skurrile in ihnen bloß und begleitet liebenswerte Neurotiker mit Sympathie. Ganz anders in „Die German Angst“. In dem Thriller setzt er sich, zusammen mit seinem Coautor Helmut Fuchs, mit berechtigten und irrationalen Ängsten der Menschen auseinander. Bei seiner siebenjährigen Tätigkeit an einer Naturheilklinik lernte er sie ebenso kennen wie übersteigerte Hoffnungen in die Heilkräfte der Natur sowie deren Instrumentalisierung. • Mitbegründer der überregionalen Autorengruppe CoLibri • 1960 Scheffelpreis Veröffentlichungen: Die Sau im Kirschbaum und andere schwäbische Lausbubengeschichten 1996, 149 Seiten, Theiss-Verlag, Stuttgart, ISBN 3-8062-1200-7 Spätzleduft und Nordseeluft, Neue schwäbische Lausbubengeschichten zwischen Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder. Mit drei Zeichnungen von Otto Benoni, 2005, 132 Seiten, Husum Verlag, Husum, ISBN 3-89876-206-8. Pharisäer – unterwegs in komischen Welten. Reiseerzählungen um skurrile Typen. Juni 2012, 179 Seiten, Mohland Verlag, ISBN 978-3-86675-176-7 Erzählungen in Anthologien: Fundstücke - Jubiläumsausgabe Nordbuch 2007: Juana, eine Erzählung aus Bolivien ISBN 978-3-8334-8276-0 Fundstücke – Gesichter der Natur, Nordbuch 2008: Das tote Reh oder Grausamkeit, eine Lausbubengeschichte ISBN 8-783-8370-0681-0 Leben in der Stadt, Anthologie zum „Literaturpreis des Bezirks Schwaben 2008: Von einem der auszog das Schaffen zu lernen. Schwäbisches Schaffen ist nicht einfach Arbeiten Wißner Verlag Augsburg, ISBN 978-3-89639-676-1. Wenn die Biiken brennen: Die Knocheninsel, fantastische Erzählung 2009, Verlag 71, ISBN 978-3-928905-76-3 Fundstücke – Mauern und Grenzen Nordbuch 2009, Das Selbstportrait. Ein skurriler Alter erzählt deutsch-dänische Grenzlandgeschichte, ISBN 0 783 839 12 4352 CoLibretto – lest doch was ihr wollt, Anthologie der Autorengruppe CoLibri: Die Annonce und Der Pümpel Zwei Erzählungen um einen liebenswerten Neurotiker. Mosaik aus Miniaturen, Lebenssplitter in Einzelschicksalen seit 19452009. ISBN 9 783839 127773 Weihnachtsgeschichten für Erwachsene III, Mohland Verlag, 2009: Der Weihnachtsbaum oder Kavaliere und Der Sixshooter oder die Verunsicherung, ISBN 978-3-86673-103-3 Zeitschrift "Schleswig Kultur": (Meist satirische oder humorvolle) Lyrik, regelmäßig  in den beiden jährlichen Ausgaben 1 und 2:  2006, 07, 08, 09, 10, 11, 12 Als Herausgeber: Geschichten aus dem alten Prag von Hans Kamradek mit 45 Illustrationen von Otto Benoni,  Freiburger Echo Verlag 2000, ISBN 3-86028-718-4 Der Idiot von Landskron, deutsch-böhmische Kleinstadtgeschichten von Josef Benoni, neu bearbeitet von Rolf Kamradek, BOD 2001, ISBN 3-8311-2393-4 CoLibretto, Lest doch was ihr wollt, Anthologie der Autorengruppe CoLibri, BOD 2009, ISBN 9 783839 127773

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    Die German Angst

    Wer will die Entwicklung eines schadstoffarmen Motors verhindern, für den der Geologe Dr. Braun in (...)

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Atomminister stirbt bei der Blutwäsche

Mord oder Behandlungsfehler in der Nobelklinik? Der Atomminister eines von der Polizei nicht näher genannten asiatischen Staates starb gestern in der wegen ihrer umstrittenen Naturheilverfahren bekannten Splenklinik während einer so genannten Blutwäsche. Gerüchte wollen wissen, dass der alkoholabhängige Minister durch Knopfdruck Atomwaffen einsetzen konnte und von Islamisten schon vor einem Jahr zum Tode verurteilt worden war. Auch im eigenen Regierungslager soll er Feinde gehabt haben. BKA und Innenministerium halten sich bedeckt.

Leseprobe

Prolog
Josef

Das erste Mal traf ich Josef, als ich eine Wanderung auf dem Rennsteig wegen schlechten Wetters abbrach. Sein drahtiger Freund Heinz hatte den kleinen und korpulenten Mann, dessen Rücken sich unter einem riesigen Rucksack krümmte, bei strömendem Regen, auf aufgeweichten Pfaden hinter sich hertappen lassen. Dabei ignorierte er die fast flehenden Bitten des Kleinen um eine Pause, ja ich glaube, mich der Worte des Drahtigen zu erinnern. »Das hat man nun davon, wenn man mit so einem …«, wobei ich allerdings nicht mehr hören konnte, mit was für einem er losmarschiert war.
   Das zweite Mal traf ich Josef überraschend auf einer Party bei Direktor Achterkamp. Der Unternehmer hatte den Buchhalter an dessen freiem Wochenende in sein privates Heim beordert, damit er seine zahlreichen, zum Teil illustren Gäste – unter ihnen eine Sekretärin aus Josefs Büro – bediene. Als Achterkamp, zugegeben in Weinlaune, aber dennoch eindeutig sexistischer Weise, die immerhin von ihm abhängige und sich deshalb nur leicht wehrende Sekretärin auf seinen Schoß zog, stieß er mit dem Ellenbogen die Silberschale des servierenden Josef so, dass deren Inhalt – Fischhappen und Krabbensalat in Mayonnaise – auf den Boden klatschte. Achterkamp, aus irgendeinem Grunde erregt, schrie nun den wie erstarrt dastehenden Josef barsch an und fragte ihn, wann er »seine Schweinerei« endlich beseitigen wolle, wobei er noch den ärgerlichen Ausruf hinzufügte »Sie sind doch ein …«, wobei ich auch diesmal nicht genau verstehen konnte, wer oder was Josef sei. Der kleine Mann, eine Entschuldigung murmelnd, ließ sich daraufhin sofort auf die Knie nieder und sammelte, seinen Rücken tief gebeugt, und unter dem gutmütigen, teils aber auch angeekelten Gelächter der Umstehenden – auch dem der Sekretärin – die Fischhäppchen auf, strich den Krabbensalat mit der Hand zusammen, patschte ihn auf das Tablett und wischte zuletzt den Teppichboden mit seinem kleinen weißen Taschentuch nach Möglichkeit sauber. Danach richtete er sich mühsam auf und hielt den Gästen die Silberschale mit klebrigen Händen hilflos entgegen.
   »Ja sollen wir Ihren Schweinkram« – tatsächlich waren es ja Meeresfrüchte – »jetzt etwa essen?«, fuhr ihn Achterkamp an. »Und waschen Sie sich gefälligst Ihre Hände«, rief er kopfschüttelnd dem sich nun hastig Entfernenden, ich würde fast sagen Fliehenden, nach.
   Natürlich bieten die zwei Begegnungen zu wenig Fakten, um Josef wirklich kennenzulernen, aber immerhin sind sie ein Ansatz, uns ihm zu nähern und wir möchten annehmen, dass solche und ähnliche Belastungen seines Rückens das Leiden verursachten, das zu krankheitsbedingten Fehlzeiten und letztendlich zu seiner Entlassung und Arbeitslosigkeit führte. Es ermöglichte auch die Rehabilitationsmaßnahme, zu der wir ihn einundzwanzig Tage lang begleiten wollten, woraus allerdings nur vierzehn Tage wurden.

1. Tag
1,1 Ambiente

»Der Arzt«, sagt Heinz, »ist ein Idiot. Der will dich doch nur in die Psychoschublade stecken, wie Ärzte das so tun, wenn sie ihr Cortison
   verspritzt haben. Rückenschmerzen! Pah!«
   Josef leidet daran, seit er arbeitslos ist.
   »Rückenschmerzen sind rein statisch bedingt, das sollte auch ein Arzt wissen. Da hilft nur eines. Wechseln.« Heinz ist da eiskalt, fährt mit dem Zeigefinger über seine Kehle. »Einfach den Kerl wechseln!« Noch einmal der Kehlenschnitt, und diesmal sägt der Finger sogar.
   Der neue Arzt, von Heinz empfohlen, schüttelt beim Anhören von Josefs Vorgeschichte nur erschüttert den Kopf. Unbürokratisch und ohne eine erneute, eh nur verzögernde Untersuchung, befürwortet er die von Heinz empfohlene Reha-Maßnahme in der von Heinz ausgesuchten Naturheilklinik, wo man – Heinz hat den Prospekt gelesen – Josef nicht gleich wieder bis zum Hals mit Medikamenten vollpumpen oder sogar abspritzen werde.

Nach geplatztem Zuganschluss, klebrigen Toiletten, nach Überklettern junger Rucksacktouristen in unsauberen Gängen und einer Rumpelfahrt durch ein finsteres Tal mit schwarzen Tunneln, nach verzweifelten Telefonaten mit der Klinik, in denen er sich versichern ließ, dass man ihn, den Verspäteten, noch abholen werde, nach einer ganz normalen Bahnfahrt also, fühlt sich Josef müde und schmutzig, als der Zug endlich in einem Bergdorf neben einem Sägewerk endet. (...)

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