Katja Schwede

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Chicks Wildnis-Abenteuer

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Chick wächst in einem Gebiet unberührter Natur unter Wildkaninchen auf. Mit ihren Brüdern Sangru und Amjo an ihrer Seite überwindet sie so manches Hindernis, um im Wald und in den Wiesen zu bestehen. Lauschen, graben, flüchten - es ist nicht einfach, sich wie ein richtiges Kaninchen zu benehmen. Außerdem muss sie sich immer wieder gegen die Anfeindungen der Sechserbande zur Wehr setzen, die Chick als felllosen Zweibeiner nicht als Koloniemitglied akzeptiert. Eines Tages gerät Chick in eine gefährliche Situation, in der ihr weder ihre Familie noch ihre treuen Freunde helfen können. Wird Chick das Abenteuer allein meistern?

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Vita

Katja Schwede

Katja Schwede wurde 1978 in Bremen geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau und ist bis heute tätig in diesem Beruf. Neben Büchern waren es vor allem Zeichentrickserien wie „Kimba, der weiße Löwe“, die sie seit früher Kindheit zu eigenen Geschichten inspirierten. Mit einem Schulfreund tauchte sie regelmäßig in die unterschiedlichsten Fantasiewelten ein, in der beide mehrere Rollen übernahmen und die „Serien“ meist über Jahre am Leben erhielten. Ein Wäldchen in der Nähe wurde zum tropischen Dschungel, das Schwimmbecken im Garten zum weiten Meer und ein Hund aus der Nachbarschaft zum weißen Wolf. Die Geschichten wurden sowohl aufgeschrieben als auch zu Dutzenden Hörspielen vertont. Seit ihrer Jugend setzt sich Katja für die Rechte von Tieren und gegen deren Ausbeutung in unserer Gesellschaft ein, was sich auch in ihrer Lebensweise widerspiegelt. Seit 1994 lebt sie vegan und hat sich im Laufe der Zeit immer wieder an Aktionen für die Öffentlichkeitsarbeit beteiligt.

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Leseprobe

Teil I
1. Ein besonderes Kaninchen

Das erste Licht des Tages fiel in den Baueingang. Chick krabbelte auf allen vieren durch den sandigen Tunnel, Mama Teras Hinterläufe nur eine Handbreit vor ihrem Gesicht. Vorbei an Mamas flauschigem, grauem Fell und Papas kräftigen Schultern stieg Chick bereits die frische Morgenluft in die Nase. Sie konnte es kaum erwarten, nach draußen zu gelangen.
   Papa Charli stoppte und schaute vorsichtig hinaus. Er schnupperte und stellte die Ohren auf. Wie immer drehte er den Kopf nach links und rechts, verharrte sekundenlang. Endlich sprang er hinaus, doch Mama wartete noch. Chick schob sich an ihre Seite.
   Papa Charli setzte sich auf die Hinterbeine, hob den Oberkörper in die Luft und vergewisserte sich, dass keine Gefahr drohte.
   Chicks Magen knurrte. Die Kontrolle war wichtig und ihre Eltern nahmen es sehr genau, doch vor dem ersten Bissen stellte die allmorgendliche Prozedur sie auf eine harte Geduldsprobe.
   Endlich nickte Papa. Mama Tera prüfte ebenfalls erst gründlich die Umgebung, bevor sie die Höhle verließ. Doppelt hielt besser, um sich zu überzeugen, dass kein Feind hinter dem nächsten Busch lauerte. Chick atmete tief durch. Lange konnte es nicht mehr dauern, bis es losging.
   »Kommt, wir müssen uns beeilen«, rief Papa, »die besten Plätze sind schon besetzt.«
   Mit einem Satz hüpfte Chick hinaus und stellte sich auf die Füße. Von hier oben, fast vom Gipfel des höchsten Hügels des Wäldchens, sah sie, dass sich die danebenliegende Grasfläche mehr und mehr mit braunen Kaninchenkörpern füllte.
   Hunderte Löwenzahnstauden tauchten die Landschaft in ein leuchtend gelbes Meer. Unzählige Stängel Wiesenschaumkraut reckten ihre zartlila Blütenköpfe zwischen weißen Teppichen aus Gänseblümchen der Sonne entgegen. Chick lief das Wasser im Mund zusammen.
   Hinter ihr sprang ihr Bruder Sangru aus dem Erdloch und schüttelte sein zotteliges Fell. Zuletzt kroch Amjo heraus.
   »Die guten Ecken kriegen wir schon«, rief Sangru, »Amjo, Chick, kommt! Wir laufen um die Wette!« Kaum ausgesprochen, sauste er los, den Abhang hinunter. Amjo und Chick rannten hinterher.
   »Ich finde den besten Platz!« Chick lief, so schnell sie konnte, um Sangru einzuholen.
   »Lauft doch langsam, ihr erschreckt nur wieder alle«, meinte Mama, doch sie hörten nicht darauf.
   »Vergesst bei allem Übermut nicht das Sichern«, rief Papa ihnen nach.
   »Nein, nein, wir passen schon auf«, versprach Sangru.
   »Und Chick, am Wiesenrand wachsen jede Menge Hahnenfuß und Schöllkraut. Denk dran, sie sind sehr giftig!«
   »Das weiß ich doch längst.« Papa war mal wieder übervorsichtig. Dabei kannte sie sich aus in der Natur und wusste genau, welche Pflanze giftig und welche essbar oder besonders schmackhaft war.
   Amjo und Chick erreichten den Waldrand, wo Sangru bereits wartete. Der kräftige Bursche war einfach immer der Schnellste.
   Die Kaninchen vor ihnen ließen sich das taunasse Gras und die Kräuter schmecken. Jedes versuchte, die saftigsten Halme oder den größten Löwenzahn zu entdecken. Vögel begrüßten aus voller Kehle den Morgen und Insekten schwirrten los, um ihre tägliche Arbeit zu verrichten.
   Fröhlich und ausgelassen sprangen Sangru, Amjo und Chick zu den anderen Koloniemitgliedern auf die Nordwiese und natürlich jagten sie ihnen durch die stürmische Ankunft einen gehörigen Schreck ein. Manche grasten sogleich weiter, andere schauten genervt und schüttelten die Köpfe.
   »Seht, ich hab was gefunden!« In einer von Sträuchern umgebenen, geschützten Ecke der Wiese blieb Chick inmitten üppiger Löwenzahnstauden stehen. Die Stängel der Blumen reichten ihr bis zum Knie. Die goldgelben Blüten waren riesig, so groß wie ihre Handfläche.
   »Klasse!« Sangru hüpfte herbei. »Die werd ich mir jetzt einverleiben.«
   »Ich mir auch.« Amjo freute sich. »Wie gut, dass von den anderen noch niemand hier war.«
   »Ich gehe rüber und pflück ein paar Beeren.« Wenige Schritte entfernt leuchteten an den Sträuchern die ersten kleinen roten Walderdbeeren dieses Jahres, da (...)

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