Sabine Ludwigs

Romantik & tiefe Gefühle

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Meine Seele weiß von dir

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Eine Suche nach der eigenen Vergangenheit. Ein Kampf um die ganz große Liebe. Eine Seele, die nicht vergessen kann.    Nur ein folgenschwerer Augenblick in einer Nacht – und die Vergangenheit der Goldschmiedin Sina-Mareen Hohwacht liegt im Dunklen. Retrograde Amnesie lautet die Diagnose, als sie nach einem Ertrinkungsunfall in der Klinik erwacht. Die einzige nebulöse Erinnerung: eine Männerstimme, die droht, sie umzubringen. Von ihrem Mann Leander, der für sie ein Fremder ist, erfährt sie nichts, was ihr weiterhilft. Sie scheint auf sich allein gestellt. Und das Wenige, was sie über eine ihr völlig unbekannte Frau – sich selbst – herausfindet, versetzt ihr einen Schock. Eines ist klar: Sie ist nicht länger Sina-Mareen, sondern einfach nur Sina. Und als solche sieht sie den Verlust ihrer Identität auch als eine zweite Chance. Selbst als sie ihr Gedächtnis wiedererlangt und sich eine verblüffende Wahrheit offenbart, hält sie unbeirrt an ihrer verwandelten Persönlichkeit fest. Ebenso an ihrer leidenschaftlichen Liebe zu Leander. Sogar dann noch, als alles verloren scheint ...  „Meine Seele weiß von dir“ ist ein spannender, gefühlvoller und mitunter amüsanter Unterhaltungsroman über das Vergessen und Erinnern. Eine Geschichte über die Liebe, das Verzeihen und eine packende Reise in die Vergangenheit einer vielschichtigen Frau, die sich neu erfindet.

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Vita

Sabine Ludwigs

Sabine Ludwigs wurde in Dortmund geboren und wuchs auch dort auf. Zur Schriftstellerei fand sie 2004 und trat kurz darauf in einer Krimi-Anthologie erstmals als Autorin in Erscheinung. Bis etwa 2010 verfasste sie ausschließlich Kurzprosa. Es folgten zahlreiche Publikationen in Anthologien, Hörbüchern und Zeitungen. 2011 erfolgte Ludwigs erste Einzelveröffentlichung: eine Kurzgeschichtensammlung (Krimis, Thriller). 2012 erschien ihr Debütroman, dem weitere Romane folgten. Inzwischen veröffentlicht die Autorin vorwiegend Unterhaltungsromane. Sabine Ludwigs Schreibstil ist ausdrucksstark, packend, eindrücklich - egal, welches Thema sie aufgreift. Sie schafft es, Spannendes und Gefühlvolles gekonnt miteinander zu verknüpfen und ihre Leser zu bewegen. Sie erhielt den Friedes-Literaturpreis des Berliner Kulturrings sowie den Literaturpreis Ideale Stiftung. Die Autorin lebt als Freiberuflerin mit ihrer Familie in Lünen an der Lippe im Ruhrgebiet. Bisher verfasste Titel: „Die Totmacher“, „Der Sommer mit dem Erdbeermädchen“, „Meine Seele weiß von dir“, „Acht Tage bis zur Ewigkeit“, „Winterspaß und Weihnachtszauber“, „Stirb! Rotköpfchen“ und zuletzt „Winterlicht“. 2018 erscheint ihr Psychothriller „Ausgeburt“.

Leseprobe

Prolog

Das Wasser war schwarz, kalt und schmeckte durchdringend nach Chlor. Ich versank darin. Ich versank und konnte nichts dagegen tun.
   Es drang durch meine Kehle, die Nasenlöcher, in die Ohren, und unter dem unglaublichen Druck platzten meine Trommelfelle. Gleichzeitig hatte ich das entsetzliche Gefühl, meine Augäpfel würden aus ihren Höhlen gedrückt. Lichtblitze zuckten stroboskopisch durch meinen Schädel.
   Es tat weh, zu ertrinken!
   Überall. Am ganzen Körper. In meinem Kopf. Im Hals. Hinter den Rippen. In den Lungen. Im Bauch. Sogar in den Kammern meines Herzens.
   Ich hatte keine Kraft. Bewegungslos hing ich in der Schwebe – ein Empfinden, als wäre ich aus aufgeweichtem Brot, und mein Fleisch würde sich bröckchenweise von den Knochen lösen und davontreiben.
   Mir wurde schwindlig, doch schon im nächsten Augenblick meinte ich, in rasender Geschwindigkeit abwärts in einen unendlich tiefen Schacht gezogen zu werden. Eine Supernova explodierte hinter meiner Stirn, gefolgt von alles verschlingender Dunkelheit.
   Es wurde tiefschwarz.
   Und unglaublich still.
   Daran erinnerte ich mich noch, als ich in der Klinik aufwachte, und an eine von Zorn entstellte Männerstimme, kurz bevor mich die Lautlosigkeit verschluckte. Verzerrt und zischend, als würde sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hervorgepresst: »Ich bring dich um!«
   Darüber denke ich nach. Hier. Im Krankenhaus. In der dämmrigen Wärme eines Kleiderschrankes, in den ich mich zurückgezogen habe. Ich kauere auf dem Holzboden und komme zu dem Schluss, dass mein sterbender Verstand mir wahrscheinlich einen bösen Streich gespielt hat. Nicht mit der Erinnerung an das Ertrinken, aber mit der zischenden Stimme.
   Auf einmal werde ich aus meinen Gedanken gerissen. Jemand klopft mit harten Fingerknöcheln gegen die Schranktür.
   Ich erstarre.
   Poch macht es. Poch … Poch.
   »Sina-Mareen?«
   Die Stimme eines Fremden. Sie klingt sanft, beinahe zärtlich, und sie bringt meinen Nackenflaum dazu, sich aufzurichten.
   Poch macht es wieder. Poch … Poch.
   »Sina-Mareen«, flüstert der Fremde. »Ich bin da.«
   Irgendwo habe ich diese Stimme schon einmal gehört.

ERSTER TEIL
Spurensuche



Kapitel 1

In den frühen Morgenstunden des sechsten Mais wurde ich in die Park-Klinik eingeliefert. Im Wasser umgekommen und wiederbelebt.
   Das Einzige, was ich am Leib trug, war ein rotes Bikinihöschen. Mein Haar triefte vor Nässe, an der rechten Schläfe hatte ich eine Platzwunde, und die Beule an meinem Hinterkopf war so ausgeprägt und schmerzhaft, dass ich noch Tage später nur auf dem Bauch oder der Seite liegend schlafen konnte.
   Das Unbehagen, das ich unter all den Fremden empfinde, die mich entweder Frau Hohwacht oder Sina-Mareen nennen, schnürt mir manchmal die Luft ab. Ich fühle mich wie in einem weingeschwängerten Halbschlaf: schwer, desorientiert, in einem wirren Traum befangen.
   Ich wünsche mir, jeden Moment aufzuwachen. »Lieber Gott«, bete ich manchmal im Schrank. »Bitte mach, dass ich bald aufwache.«
   Aber ich wache nicht auf.

Ich hatte einen nächtlichen Badeunfall. Heißt es. Demnach bin ich ein Nachtmensch. So ist es keineswegs eine Seltenheit, dass ich in der Zurückgezogenheit meines Schmuckateliers bis zum Morgen durcharbeite. Manchmal gehe ich auch im Garten spazieren und sehe mir die Sterne an. In warmen Nächten schwimme ich ab und an im Außenpool, und weil das Wetter in den letzten Tagen fast sommerlich gewesen war, hatte ich mich wohl auch in jener Nacht entschlossen, ein paar Bahnen zu schwimmen.
   Doch am Einstieg zum Becken muss ich gestürzt sein. Ich schlug mit dem Kopf gegen den Rand, war halb bewusstlos, fiel in den Pool und versank.
   Wenigstens nehme ich das an. Ich schließe es aus dem Wenigen, was der Fremde, der gegen die Schranktür geklopft hat, mir erzählte.
   Es kann aber ebenso gut alles ganz anders gewesen sein.
   Der Fremde ist mir ein (...)

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