Sabine Ludwigs

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Stirb! Rotköpfchen

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Die Medien nennen ihn Wolf – nach der uralten Sage des Krüzloh-Waldes, in dessen Schatten das Böse in Wolfsgestalt umgehen soll. Wolf, weil er sich in der Einsamkeit märchenhafter Wälder auskennt und sicher fühlt. Wolf, weil er unerkannt rothaarige Mädchen verführt, ehe er sie sich einverleibt. Wolf, weil die Menschen fürchten, dass er bald ein weiteres Rotköpfchen in seinen Fängen haben wird. Wie bald wird die nächste Tote gefunden? Nackt. Kahlgeschoren. Aufgebahrt im finsteren Herzen des Krüzloh … Die heimliche Liebe eines Mädchens. Die verlorene Liebe eines jungen Mannes. Die obsessive Liebe eines Mörders. Drei Menschen, deren Schicksale kaum verhängnisvoller miteinander verknüpft sein könnten.

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Vita

Sabine Ludwigs

Sabine Ludwigs wurde in Dortmund geboren und wuchs auch dort auf. Zur Schriftstellerei fand sie 2004 und trat kurz darauf in einer Krimi-Anthologie erstmals als Autorin in Erscheinung. Bis etwa 2010 verfasste sie ausschließlich Kurzprosa. Es folgten zahlreiche Publikationen in Anthologien, Hörbüchern und Zeitungen. 2011 erfolgte Ludwigs erste Einzelveröffentlichung: eine Kurzgeschichtensammlung (Krimis, Thriller). 2012 erschien ihr Debütroman, dem weitere Romane folgten. Inzwischen veröffentlicht die Autorin vorwiegend Unterhaltungsromane. Sabine Ludwigs Schreibstil ist ausdrucksstark, packend, eindrücklich - egal, welches Thema sie aufgreift. Sie schafft es, Spannendes und Gefühlvolles gekonnt miteinander zu verknüpfen und ihre Leser zu bewegen. Sie erhielt den Friedes-Literaturpreis des Berliner Kulturrings sowie den Literaturpreis Ideale Stiftung. Die Autorin lebt als Freiberuflerin mit ihrer Familie in Lünen an der Lippe im Ruhrgebiet. Bisher verfasste Titel: „Die Totmacher“, „Der Sommer mit dem Erdbeermädchen“, „Meine Seele weiß von dir“, „Acht Tage bis zur Ewigkeit“, „Winterspaß und Weihnachtszauber“, „Stirb! Rotköpfchen“ und zuletzt „Winterlicht“. 2018 erscheint ihr Psychothriller „Ausgeburt“.

Leseprobe

Vorwort

Le Petit Chaperon Rouge (Rotkäppchen)
nach
Charles Perrault, Schriftsteller
* 1628 † 1703

Es war einmal in einem Dorf ein junges Mädchen, das hübscheste, das man sich vorstellen konnte. Seine Mutter war ganz in das Kind vernarrt, und noch vernarrter war seine Großmutter. Diese gute Frau ließ ihm ein rotes Käppchen machen, und weil ihm das so gut stand, nannte man das Mädchen bald überall nur Rotkäppchen. Eines Tages sprach seine Mutter, die gerade Fladen gebacken und zubereitet hatte, zu ihm: »Sieh einmal nach, wie es deiner Großmutter geht, denn man hat mir gesagt, sie sei krank. Bring ihr einen Fladen und diesen kleinen Topf Butter.«
   Rotkäppchen lief sogleich davon, um zu seiner Großmutter zu gehen, die in einem anderen Dorf wohnte. Als es durch einen Wald kam, traf es den Gevatter Wolf, der große Lust hatte, es zu fressen – doch er wagte es nicht wegen der Holzfäller, die im Wald waren. Da fragte er das Rotkäppchen, wohin es gehe.
   Das Mädchen, das nicht wusste, dass es gefährlich war, stehen zu bleiben und einem Wolf zuzuhören, antwortete ihm: »Ich besuche meine Großmutter und bringe ihr einen Fladen und einen kleinen Topf Butter, die ihr meine Mutter schickt.«
   »Wohnt sie denn sehr weit weg?«, fragte der Wolf.
   »O ja«, sagte das Rotkäppchen, »es ist noch ein Stück hinter der Mühle, die Ihr da unten seht, im ersten Haus vom Dorf.«
   »Ah, wie schön!«, entgegnete der Wolf. »Denn ich will sie auch besuchen. Ich nehme diesen Weg hier, und du, du gehst den anderen Weg dort. Mal sehen, wer eher da ist.«
   Der Wolf lief aus Leibeskräften den Weg, der kürzer war, und das junge Mädchen ging den längeren Weg, wobei es seine Freude daran hatte, Haselnüsse zu sammeln, Schmetterlingen nachzujagen und Sträuße aus Blumen zu binden, die es pflückte.
   Der Wolf brauchte nicht lange, um zum Haus der Großmutter zu gelangen. Er klopfte an: Poch, poch, poch.
   »Wer ist da?«
   »Ich bin Euer Enkeltöchterchen Rotkäppchen«, sagte der Wolf, indem er seine Stimme verstellte, »und ich bringe Euch einen Fladen und einen kleinen Topf Butter, die Euch meine Mutter schickt.«
   Die Großmutter, die im Bett lag, weil sie ein wenig krank war, rief ihm zu: »Zieh den Pflock, dann fällt der Riegel.«
   Der Wolf zog den Pflock, und die Tür ging auf. Er stürzte sich auf die gute Frau und verschlang sie im Nu, denn er hatte schon seit drei Tagen nichts gefressen. Darauf schloss er die Tür wieder, ging hin und legte sich in das Bett der Großmutter, um dort auf das kleine Rotkäppchen zu warten, das einige Zeit später kam und an die Tür klopfte: Poch, poch, poch.
   »Wer ist da?«
   Als Rotkäppchen die raue Stimme des Wolfs hörte, fürchtete es sich erst. Aber weil es meinte, die Großmutter sei erkältet, gab es zur Antwort: »Ich bin Euer Enkeltöchterchen Rotkäppchen und bringe Euch einen Fladen und einen kleinen Topf Butter, die Euch meine Mutter schickt.«
   Der Wolf rief ihm zu, indem er seine Stimme ein wenig sanfter machte: »Zieh den Pflock, dann fällt der Riegel.«
   Rotkäppchen zog den Pflock, und die Tür ging auf.
   Als der Wolf sah, dass es hereinkam, versteckte er sich im Bett unter der Decke und sagte zu ihm: »Ach, stell den Fladen und den kleinen Topf Butter auf den Backtrog und leg dich zu mir.«
   Rotkäppchen zog sich aus, ging hin und legte sich in das Bett, wo es zu seiner allergrößten Verwunderung sah, wie seine Großmutter ohne Kleider beschaffen war. Und es sagte:
   »Großmutter, was habt Ihr für große Arme!«
   »Damit ich dich besser umfangen kann, mein Kind!«
   »Großmutter, was habt Ihr für große Beine!«
   »Damit ich besser laufen kann, mein Kind!«
   »Großmutter, was habt Ihr für große Ohren!«
   »Damit ich dich besser hören kann, mein Kind!«
   »Großmutter, was habt Ihr für große Augen!«
   »Damit ich dich besser sehen kann, mein Kind!«
   »Großmutter, was habt Ihr für große Zähne!«
   »Damit ich dich besser fressen (...)

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