Sabine Ludwigs

Romantik & tiefe Gefühle

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Acht Tage bis zur Ewigkeit

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Sie dachten, sie stünden am Beginn einer gemeinsamen Zukunft. Und ahnten nicht, dass es das Ende war. Ihre Liebe ist unbeschwert, leidenschaftlich und tief. Sie wollen miteinander alt werden. Doch da passiert das Unfassbare: Erik kommt beim Bergsteigen ums Leben. Die Seilschaft, zu der auch Roselyne gehört, muss seinen Leichnam in einer Gletscherspalte zurücklassen. Gebrochen zieht sich Roselyne in das Strandhaus „Villa Himmelreich“ an der Schlei zurück. Bald nähert sich ihr der undurchsichtige Ruben - der ihr eine absurde Erklärung für die unheimlichen Ereignisse bietet, die sich plötzlich um Roselyne herum abspielen: Angeblich sind Ruben acht Tage gegeben, um die skeptische Roselyne von etwas zu überzeugen, das ihr Weltbild völlig auf den Kopf stellt. Acht Tage, um sie aus ihrer Trauer zu einem Neubeginn zu führen.

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Vita

Sabine Ludwigs

Sabine Ludwigs wurde in Dortmund geboren und wuchs auch dort auf. Zur Schriftstellerei fand sie 2004 und trat kurz darauf in einer Krimi-Anthologie erstmals als Autorin in Erscheinung. Bis etwa 2010 verfasste sie ausschließlich Kurzprosa. Es folgten zahlreiche Publikationen in Anthologien, Hörbüchern und Zeitungen. 2011 erfolgte Ludwigs erste Einzelveröffentlichung: eine Kurzgeschichtensammlung (Krimis, Thriller). 2012 erschien ihr Debütroman, dem weitere Romane folgten. Inzwischen veröffentlicht die Autorin vorwiegend Unterhaltungsromane. Sabine Ludwigs Schreibstil ist ausdrucksstark, packend, eindrücklich - egal, welches Thema sie aufgreift. Sie schafft es, Spannendes und Gefühlvolles gekonnt miteinander zu verknüpfen und ihre Leser zu bewegen. Sie erhielt den Friedes-Literaturpreis des Berliner Kulturrings sowie den Literaturpreis Ideale Stiftung. Die Autorin lebt als Freiberuflerin mit ihrer Familie in Lünen an der Lippe im Ruhrgebiet. Bisher verfasste Titel: „Die Totmacher“, „Der Sommer mit dem Erdbeermädchen“, „Meine Seele weiß von dir“, „Acht Tage bis zur Ewigkeit“, „Winterspaß und Weihnachtszauber“, „Stirb! Rotköpfchen“ und zuletzt „Winterlicht“. 2018 erscheint ihr Psychothriller „Ausgeburt“.

Leseprobe

Als Kind war ich fasziniert von der Vorstellung, dass gute Menschen nach ihrem Tod zu Engeln werden. Zu Schutzengeln, so hatte man es mir erzählt.
   Ich blickte in den Himmel und suchte in dieser unvorstellbaren Weite nach einer Lücke zwischen ihrer und unserer Welt. Manchmal, wenn fedrige Wolken über das grenzenlose Blau zogen, kam es mir vor, als würden sich lichte Gestalten mit ausgebreiteten Schwingen dahinter verbergen. Andere Male, wenn ich zum nächtlichen Firmament hinaufsah, den Mond und die funkelnden Sterne betrachtete, glaubte ich, überirdische Musik zu hören. Alles erschien mir friedlich.
   Bis heute halte ich Ausschau nach den himmlischen Wesen, denn ich glaube noch immer, dass sie kommen, um uns ein Stück unseres Weges zu geleiten, wenn wir sie brauchen.

Prolog
Ostersamstag

Plötzlich fällt ihm auf, dass kein Wind geht, als er die Abkürzung über die Weiden nimmt. Nicht ein Blatt bewegt sich, kein Halm, nichts rührt sich. Sogar die Pferde stehen reglos da, wie gemalt. Kein Grasen, kein Zucken mit den Ohren, Schweifwedeln oder Schütteln der Mähnen. Ein Leben wie im Stand-by-Modus, ganz so, als hielte die Zeit ihren ewig gleichen Lauf an.
   Stille senkt sich herab. Tiere verstummen, Vögel schweigen, selbst die Insekten geben keinen Ton von sich. Es ist so lautlos, als hätte die Welt irgendwo ein Leck, aus dem sämtliche Geräusche hinausgeflossen sind und stattdessen eine schwere, elektrisch aufgeladene Atmosphäre zurückgelassen haben. Die Ruhe vor dem Sturm.
   Das Hellblau des Himmels verdichtet sich von cyan zu dunkelblau, ballt sich zusammen, wird immer düsterer, bis schließlich Sturmwolken in eigenartigen Formationen dahinjagen. Fahles Licht wetterleuchtet hinter diesen Gebilden und lässt alles unirdisch erscheinen. Irisierendes Flimmern durchzieht die drückend schwere Luft, und er spürt sein schweißnasses Hemd am Körper.
   Dann, ganz sachte, beginnt das Wehen, das Rauschen in den Wipfeln. Mit der Stille ist es vorbei. Bald darauf peitschen heulende Böen die Bäume. Die Büsche und das Gras ducken sich und beugen sich dem Tosen. Die Pferde galoppieren wie toll auf ihren Unterstand zu. Es riecht nach Ozon.
   Jetzt fängt es an zu regnen. Er erwartet das Aufklatschen schwerer Wassertropfen auf der Erde, doch es bleibt trocken. Er legt den Kopf zurück und sieht in den Blitz, der genau in dieser Sekunde niedergeht, einen, wie er ihn nie zuvor gesehen hat. Es ist ein gleißender Kugelblitz, purpurrot, ungefähr so groß wie ein Fußball, der einen kometengleichen Schweif hinter sich herzieht.
   Geblendet schließt er die Augen und reißt einen Arm hoch. All das geschieht rasend schnell. Der Blitz schlägt ein. Im gleichen Moment spürt er einen schmerzhaften Schlag gegen die Brust, als hätte ihn ein Knüppel mit voller Wucht getroffen und von den Füßen geholt. Im nächsten Augenblick liegt er lang ausgestreckt auf dem Rücken, hilflos nach Atem ringend. Blind, taub, wie gelähmt, unfähig, auch nur einen Laut von sich zu geben. Er kann sich nicht rühren. Um ihn herum ist nichts als Schwärze.
   Ein Summen in seinen Ohren. Ein Gefühl, als würde er schweben. Ist er tot? Vom Blitz erschlagen?
   Das Denken tut weh, also lässt er es.
   Sekunden- oder minutenlang liegt er so, bis ihm bewusst wird, dass er nicht allein ist. Einen Herzschlag später gelingt es ihm endlich, die Lider zu heben.
   Da ist ein Licht. Ein Schemen. Nein, eine Gestalt aus Licht. Eine Lichtgestalt. Schillernd, blass, eigenartig durchsichtig. Wunderschön.
   Sein Haar knistert statisch. Irgendwie schafft er es, einen Arm hochzubekommen und seine Hand nach dem Wesen auszustrecken. Es gelingt ihm sogar, den Kopf anzuheben und zu erkennen, dass dieses raue Krächzen seine Stimme ist, die ehrfürchtig flüstert: »Bist du ein Engel?«

Trügerisch
Oktober – ein Jahr zuvor

Es war ein Montagmorgen. Einer dieser seltenen, spätsommerlichen Tage im Herbst, die morgens bereits empfindlich kühl sind, die jedoch ab der Mittagszeit noch immer mediterrane Temperaturen erreichen.
   Die Sonne schien in Roselynes Küche und übertünchte die Wände mit orangegelbem Licht. Im Radio spielten sie Show Me Heaven von Maria McKee. Roselyne sang (...)

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