Antonia Günder-Freytag

Krimis & Thriller

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Hügeltreffen - Konrad von Kamms 5. Fall

Image

Kalte Berechnung oder lodernder Hass? Leben ist zerbrechlich – Liebe überdauert alles Ein Doppelmord in Großhadern erschüttert die Nachbarschaft. Die befreundeten Nachbarinnen der Doppelhaushälfte am Taubenschlag wurden kaltblütig erschossen. Die Anrainer sind entsetzt und erleichtert. Kehrt jetzt endlich Ruhe in das Anwesen ein? Ilga Richter und Ralf Utzschneider ermitteln, bis es auch um Utzschneiders Ruhe geschehen ist und alles an Ilga hängen bleibt. Wird der noch krankgeschriebene Konrad von Kamm, der noch mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat, in den Dienst zurückkehren, um ihr zu helfen? Oder zwingt ihn am Ende ein ganz anderer Fall zu diesem Schritt? Hügeltreffen – Konrad von Kamms 5. Fall ist ein typischer, im Stil von englischen Krimis geschriebener Roman. Er erzählt von dem Kampf ums Dabeisein und dem Wunsch nach Ruhe. Wie immer mit wenig Blut und vielen Verdächtigen.

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Antonia
    Günder-Freytag
    E-Book: 4.99 €
    Taschenbuch: 13.99 €
  • Antonia Günder-Freytag
    Hügeltreffen - Konrad von Kamms 5. Fall
  • Hügeltreffen - Konrad von Kamms 5. Fall
    Antonia Günder-Freytag

Vita

Antonia Günder-Freytag

Antonia Günder-Freytag, 1970 geboren, lebt mit ihrer Familie in München. Nach ihrem Debüt als Fantasy-Autorin zog es sie zu den klassischen Kriminalromanen. Inspiriert von Agatha Christie schreibt sie an einer Krimireihe um Kommissar Konrad von Kamm, der bereits seinen fünften Fall in München auflöst. Da ihr Motto „Nichts ist tödlicher als die Routine“ lautet, arbeitet sie im Moment neben ihren Krimis an einem Thriller und einem Mittelalterepos.

Leseprobe

Sonntag, 07.06.2015
Meisenweg, Großhadern, 22:00 Uhr – Frau Margit Leinen

Im Radio nennen sie es eine Italienische Nacht. München, die nördlichste Stadt Italiens! Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas schreiben würde, aber langsam ist mir der Winter lieber. Da kann man wenigstens schlafen, und es herrscht Ruhe.
   20:24


Das Dunkelblau des Nachthimmels wechselte genauso geruhsam ins Nachtschwarze wie das Flugzeug, das inmitten der Sterne seine Bahn zog. Das Blinken der Tragflächen wurde von dem stetig aufleuchtenden Cursor auf Margits Handydisplay beantwortet.
   Nicht ganz so geruhsam ging es allenthalben in den Gärten zu. Aus allen Vorstadtoasen der Nachbarschaft lärmte es in den Nachthimmel.
   Grilldüfte, Rauchschwaden, Gläserklirren, Lachsalven, Fußballspiel, Kinderschreien, Gebell und sogar knatternde Motoren stellten die Geräuschkulisse dar.
   Margit und ihr Mann hatten sich entscheiden müssen, ob sie den Abend weggesperrt hinter geschlossenen Fenstern verbringen wollten, um wenigstens ein Wort von der Krimisendung mitzubekommen, oder ob sie auf der Dachterrasse sitzen blieben und den Gesprächen der Nachbarschaft folgten, die zugegebenerweise nicht minder spannend waren.
   Familie Klever, die das angrenzende Grundstück besaß, empfing ihren allabendlichen Besuch, der sich vierköpfig plärrend breitmachte. Die Männer spielten sich unter steigendem Alkoholkonsum verbale Spielbälle zu, die auf die Kosten der Gattinnen gingen.
   Hätte Margit die Nachbarsfrau leiden können, hätte sie Mitleid bekommen. Zwar konnte sie allein die näselnde norddeutsche Stimme des Hausherrn nicht leiden, aber die Anspielungen und Spitzen, die er heute Abend gegen seine Frau abschoss, gingen ihr fast zu weit. Der Herr des Hauses, so wollte ihr scheinen, lud allein Freunde ein, um seiner Darbietung von Wortwitz und Eloquenz das nötige Publikum zu bieten.
   Von den Frauen hörte sie zunächst wenig, außer bei deren halbherzigen Versuchen, die vier Fußball spielenden Jungs in ihrer Lautstärke zu mäßigen, die selbstverständlich überhört wurden.
   Margit, die ihren Mann bisweilen um seine Gehörlosigkeit beneidete, schickte ihm die Höhepunkte der nachbarschaftlichen verbalen Entgleisungen per WhatsApp. Unter Tags konnte sich Hans ein wenig mit dem Ablesen von ihrem Mund helfen, doch dafür war es bereits zu dunkel geworden. Da die Beleuchtung trotz Zitronenkerze selbst für Stift und Papier zu diffus wurde, war sie über die Erfindung des Handys und seiner leicht zu bedienenden Tastatur dankbar.

Der kleine Lars schreit wie am Spieß. Der gehört schon lang ins Bett. Klever hat seine Frau gerade eine großherzige Idiotin genannt. Da kracht es heute noch. Die nächste Flasche Wein wird geöffnet.
   21:01


Hans stand auf und reckte sich. Um über die mit Bambusmatten eingefasste Brüstung zu sehen, musste er sich auf die Zehenspitzen stellen. Er warf einen Blick auf die Bühne des Schauspiels, von dem sie ihm den ganzen Abend über berichtet hatte und schüttelte den Kopf. Als er sich zu ihr umdrehte, erkannte sie selbst in der spärlichen Beleuchtung, die ihr Schlafzimmerlicht auf die Terrasse warf, den Schalk in seinen Augen. Sein Lächeln konnte Margit noch immer verzaubern, genau wie vor vierzig Jahren, als er um ihre Hand angehalten hatte. Manchmal fragte sie sich, ob seine Gehörlosigkeit dazu beigetragen hatte, dass sie immer noch ein glückliches, zufriedenes Paar waren. Wenn sie den schnellen Wortwechseln der Nachbarn folgte, war sie sicher. Bevor sie sich mit Hans austauschte, selbst, wenn sie wütend war, konnte sie ihre Wortwahl überdenken, manche Worte löschen, ganze Sätze streichen.
   »Ich geh ins Bett.« Hans beugte sich über sie und gab ihr einen Kuss. Kein hingehauchtes Küsschen auf die Stirn, sondern einen warmen, männlichen Kuss auf den Mund, dem sie noch länger nachschmecken würde. »Schlaf gut, wenn es möglich ist.« Hans’ Aussprache war verständlich geblieben, auch wenn er sein Gehör bereits vor zweiundvierzig Jahren verloren hatte. Manche Worte ließ er schleifen, aber für sie, die ihn von Anbeginn seiner Behinderung begleitet hatte, gab es keine Verständigungsschwierigkeit. Sie sah ihm nach und wusste, dass er sich nun über einen kurzen Abstecher in die Küche in das Souterrain des (...)

Mehr Leseempfehlungen