Antonia Günder-Freytag

Krimis & Thriller

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Schwiegerzorn - Konrad von Kamms 4. Fall

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Niederträchtiger Erbstreit oder feiger Racheakt? Verträge können enden – Versprechen bleiben bestehen Als Hauptkommissar Konrad von Kamm braun gebrannt aus dem Urlaub kommt, ermittelt sein Team bereits auf Hochtouren. In München-Thalkirchen, direkt neben der Floßlände, wurde die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Die Hinweise führen in verschiedene Richtungen, einer zum nahe gelegenen Campingplatz. Die Spur dorthin wird brandheiß, als ein weiterer Mord auf genau diesem Gelände verübt wird. Konrad von Kamm mischt sich mit seiner neuen Kollegin unter die Camper. Getarnt als Ehepaar versuchen sie den Fall aufzuklären, und ahnen nicht, dass sie sich damit in Lebensgefahr begeben. „Schwiegerzorn – Kommissar von Kamms 4. Fall“ ist ein typischer, im Stil von englischen Krimis geschriebener Roman, über gebrochene Versprechen, Eifersucht und Existenzängste.

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    Schwiegerzorn - Konrad von Kamms 4. Fall
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    Antonia Günder-Freytag

Vita

Antonia Günder-Freytag

Antonia Günder-Freytag, 1970 geboren, lebt mit ihrer Familie in München. Nach ihrem Debüt als Fantasy-Autorin zog es sie zu den klassischen Kriminalromanen. Inspiriert von Agatha Christie schreibt sie an einer Krimireihe um Kommissar Konrad von Kamm, der bereits seinen fünften Fall in München auflöst. Da ihr Motto „Nichts ist tödlicher als die Routine“ lautet, arbeitet sie im Moment neben ihren Krimis an einem Thriller und einem Mittelalterepos.

Leseprobe

Montag, 18. August 2014
Ettstraße, 7:00 Uhr

Das Kästchen neben dem Wort zögerlich hätte Konrad bei einem Persönlichkeitstest nie angekreuzt. Doch jetzt stand er vor der geschlossenen Bürotür in der Ettstraße, blickte auf seine braun gebrannte Hand, die bereits auf der Türklinke lag und zauderte. Längst vergessen geglaubte Momente seines Schülerlebens gingen ihm durch den Kopf: die Tür des Direktorats, der Klassenwechsel mitten im Jahr. Jedes Mal hatte er allein vor einer Tür gestanden und er hatte es immer gemeistert. Er drückte die Klinke hinunter.
   »Guten Morgen, Utzi!« Konrad betrat den Raum, den er seit Jahren mit Ralf Utzschneider teilte. In seiner Abwesenheit hatte sich sein Kollege ausgebreitet, stellte er fest und ließ sich auf den netterweise nicht belegten Stuhl fallen.
   Utzschneider sah auf und reagierte für ihn vollkommen untypisch. Er sagte nämlich nichts. Keine Silbe drang aus seinem schon geöffneten Mund. Die einzige Reaktion, wenn man sie als solche bezeichnen konnte, war, dass sich seine blauen Augen weiteten.
   Konrad hatte so etwas befürchtet. Er stellte die benutzten Kaffeetassen auf einen mit Krümeln übersäten Teller und erhob sich. »Ich hol mal Kaffee.« Er hoffte, dass sein Abgang würdevoll war und nicht nach Flucht aussah. Dankenswerterweise begegnete ihm niemand auf dem Flur, und auch die Angestelltenküche lag verwaist im Morgenlicht. Konrad setzte die Kaffeemaschine in Gang und hatte nichts gegen den Aufschub, den ihm das langsame Durchlaufen gewährte. Kati hatte ihm gestern nach der Landung, als sie am Kofferband auf ihr Gepäck warteten, schon prophezeit, dass er mit solchen Reaktionen rechnen müsste. Er hatte es als Witz abgetan, aber sie hatte mal wieder recht gehabt. Wie meistens.
   Die Kaffeemaschine beendete ihre Arbeit mit einem gequälten Röcheln, und Konrad sah keinen Grund, sich weiter in der Küche herumzudrücken, füllte zwei Tassen und kehrte zu Utzschneider zurück, der anscheinend seine Stimmbänder wiedergefunden hatte.
   Kaum, dass er den Raum betrat, stimmte dieser ein Konrad wohlbekanntes Lied der Gruppe STS an:
   »Und irgendwann bleib i dann dort, lass alles lieg’n und steh’n, geh von dahham für immer fort …«
   »Ist schon gut, Utzi, noch bin ich ja da.«
   »Darauf gib i dir mei Wort, wie viel Jahr a noch vergeh’n, irgendwann bleib i dann dort …«
   Konrad atmete tief durch und merkte, wie er sich entspannte. Utzschneider war und blieb der Einzige, der mit einem Blick erkannte, wie es um ihn stand. »Ich danke dir für deinen Begrüßungssong. Zu viel der Ehre.« Er rührte in seinem Kaffee, obwohl er nie Zucker nahm. Im Gegensatz zu Utzschneider, der sich gerade eine Unmenge in die Tasse löffelte. »Was gibt’s Neues, haben wir einen neuen Fall?« Er hoffte, so auf ein Terrain zu gelangen, das ihm weitaus lieber gewesen wäre als die Frage, die so sicher kommen würde wie das Amen in der Kirche.
   Utzschneider machte eine abwinkende Bewegung. »Erzähl ich dir gleich. Jetzt leg los. Wie war es? Hat es dir gefallen? Wanderst du jetzt aus?«
   Konrad stöhnte gespielt. »Schön. Ja.«
   Utzschneider zog die Augenbraue hoch. Keinem anderen wäre es aufgefallen, ihm anscheinend schon. »Mir fehlt die dritte Antwort, Konrad. Und jetzt lass dir nicht die Würmer aus der Nase ziehen.«
   Konrad erzählte Utzschneider in kurzen Sätzen, dass ihm die elf Tage, die er bei Katis Großtante auf Madeira verbracht hatte, außerordentlich gut gefallen hatten. Das Wetter war ein Traum, die Stimmung gut und das Essen eine Wucht. Er merkte, während er erzählte, dass es nicht das war, was Utzschneider hören wollte, aber er konnte und wollte das nicht ändern. Was die dritte Frage belangte, war er selbst zu keinem Schluss gekommen. »Und jetzt bin ich wieder da«, endete seine kurze Rede lahm.
   »Das sehe ich. Allerdings muss ich sagen, dass ich in einer Menschenmenge einfach an dir vorbeigelaufen wäre. Gut schaust du aus. So braun habe ich dich noch nie gesehen. Wie hast du das gemacht? Schaust ja aus wie ein Schornsteinfeger.«
   »Ich bin schon immer schnell braun geworden.«
   »Ja, aber die blonden Strähnen, die hast du gefärbt?«
   »Spinnst du? Ich bin (...)

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