Antonia Günder-Freytag

Krimis & Thriller

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Sachsentöter - Konrad von Kamms 2. Fall

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Mord oder Totschlag? Unfall oder Berechnung? Als Hauptkommissar Konrad von Kamm zu einem Tatort südlich von München gerufen wird, bietet sich ihm ein skurriler Anblick: Norman Zauner, der Betreiber des Reitstalls Ertl-Hof, wurde von einem Küchenregal erschlagen. Schnell stellt sich heraus, dass eine Reihe von Frauen Grund gehabt hätte, die fahrlässig angebrachte Regalkonstruktion zu manipulieren. Trotz Konrads Verdacht ist es ihm nicht möglich, die Staatsanwaltschaft zu überzeugen, dass es sich nicht nur um einen saublöden Unfall, sondern um einen Mord handelt. Konrad ermittelt auf eigene Faust weiter. Kann er den kuriosen Fall mithilfe seines Onkels lösen? »Sachsentöter – Kommissar von Kamms 2. Fall« ist ein typischer, im Stil von englischen Krimis geschriebener Roman über unerwiderte Liebe, Eifersucht und falsche Gefühle.

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    Sachsentöter - Konrad von Kamms 2. Fall
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    Antonia Günder-Freytag

Vita

Antonia Günder-Freytag

Antonia Günder-Freytag, 1970 geboren, lebt mit ihrer Familie in München. Nach ihrem Debüt als Fantasy-Autorin zog es sie zu den klassischen Kriminalromanen. Inspiriert von Agatha Christie schreibt sie an einer Krimireihe um Kommissar Konrad von Kamm, der bereits seinen fünften Fall in München auflöst. Da ihr Motto „Nichts ist tödlicher als die Routine“ lautet, arbeitet sie im Moment neben ihren Krimis an einem Thriller und einem Mittelalterepos.

Leseprobe

Montag, 26. August 2013
Schönstraße, Konrad von Kamms Wohnung, 14.45 Uhr

Konrad fühlte sich beschissen. Er warf einen Blick in den Garderobenspiegel, versuchte seine buschigen Augenbrauen zu bändigen und gab es schlussendlich auf. Er gefiel sich nicht. »Du bist ein alter Depp, da helfen auch die neuen Klamotten nichts.« Er schnitt seinem Spiegelbild eine Grimasse, sah auf die Uhr und verließ fluchend die Wohnung.
   »Wie blöd bist du eigentlich? Seit Weihnachten wartest du auf den Tag und jetzt bist du noch nicht einmal pünktlich.« Ab dem er auf die Straße getreten war, verbot er sich jegliches Selbstgespräch und rannte los. Die neue Hose, zu der er sich hatte überreden lassen, zwickte ihn unangenehm. Konrad gab dem Drang, zurückzuzwicken, nicht nach und bereute die Entscheidung, seine alte gemütliche Bundfaltenhose gegen diese jugendliche, enge Chino zu tauschen. Die Augustsonne stach durch den gewittrigen Himmel und Konrad begann, unter seiner Tweedmütze zu schwitzen.
   Nach zwanzig Minuten Marsch stand er vor der Haustür, die er schon so manche Nacht angestarrt hatte. Er klingelte bei Dombrowski und straffte die Schultern.
   In seinen Träumen öffnete ihm Sabine und ließ ihn in die Wohnung, die sie mit diesem Fitnesscoach teilte; ließ ihn zurück in ihr Leben.
   Die Realität sah anders aus: Sabine öffnete ihm wortlos und winkte ihn Richtung Kellertreppe. Sie trug, seinem Geschmack nach, ein zu enges Stoff sparendes Sporttrikot, das keine Fragen offen ließ. Er folgte ihrem wippenden, blonden Pferdeschwanz und befürchtete einen Augenblick, dass sie im Keller wohnte. Unten angekommen packte sie ein Sportfahrrad und machte ihn mit strahlendem Lächeln, das ihn eine Menge gekostet hatte, auf ein altes Damenrad aufmerksam. Ohne ein Wort der Erklärung schleppte sie ihr Fahrrad die Kellertreppe hinauf und ließ ihn ratlos stehen.

Dienstag, 27. August 2013
Ettstraße, 9.00 Uhr

»Wie kommst du denn daher?« Ralf Utzschneider betrachtete Konrad, als dieser am nächsten Morgen ihr gemeinsames Büro betrat.
   Konrad ärgerte sich augenblicklich. So sehr er die Vertrautheit zwischen ihnen genoss, genauso ging sie ihm auf die Nerven. Seinem Kollegen entging einfach nie etwas. Eine sehr praktische Angelegenheit, wenn es um einen aufzuklärenden Mordfall ging, bisweilen lästig, wenn es sich um Privatangelegenheiten handelte.
   »Lass gut sein, Utzi.« Konrad versuchte, das Thema abzuwürgen, wusste aber bereits, dass er auf verlorenem Posten stand.
   »Man wird ja wohl noch fragen dürfen, wie es dem Kollegen geht, wenn er am Vortag ein Date hatte und am nächsten Tag ins Büro gehumpelt kommt. Es hat doch keine Schlägerei gegeben?«
   Konrad sah den sensationshungrigen Blick und seufzte. »Nein, es hat keine Schlägerei gegeben. Ich muss dich enttäuschen.«
   »Und warum kommst du dann so daher?«
   Konrad hängte seinen Regenmantel auf, bemerkte Utzschneiders Jeansjacke und grinste. Auf dem Weg zum Präsidium waren ihm die dunklen Wolken nicht entgangen. Einmal im Jahr bis auf die Knochen nass zu werden, reichte ihm. Das eine Mal war gestern gewesen. Gestern mit Sabine.
   »Jetzt erzähl halt. Wie ist es gelaufen?«
   »Anstrengend. Wir sind geradelt.«
   »Geradelt?« Utzschneider fiel nach vorn über und stemmte sich an seinem Schreibtisch ab. »Du?«
   »Ja, ich.«
   »Mit welchem Rad?«
   »Utzi, bitte. Es reicht doch, wenn du siehst, wies mir heute geht. Du musst nicht noch weiter in meinen Wunden bohren.«
   »Du hast doch gar kein Radl, oder? Seid ihr in das Gewitter gekommen?«
   Konrad setzte sich unter Schmerzen und berichtete vom wohl schrecklichsten Nachmittag seines Lebens.
   Es klopfte. Patricia Eggerstein machte auf sich aufmerksam. Wie lange sie allerdings schon seinen Ausführungen gefolgt war, sah Konrad ihrem Blick nicht an. Er ärgerte sich über die Störung. Utzschneider würde ihn nun den restlichen Tag mit Kleinigkeiten, die ihm noch zu der Schilderung fehlten, nerven. Konrad hätte das Thema gern abgehakt.
   Ob er seine Ehe endgültig abhaken konnte, (...)

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