Antonia Günder-Freytag

Krimis & Thriller

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Hundstage - Konrad von Kamms 3. Fall

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Verrückter Zufall oder irrer Serientäter? Liebe verjährt – Mord nicht. Hauptkommissar Konrad von Kamm leidet wie ein Hund. Nicht nur, dass ihm die Hitzewelle, die München fast lahmlegt, das Leben schwer macht, auch sein privates Umfeld scheint verrückt geworden zu sein. Zudem findet er einen alten, ungelösten Mordfall auf seinem Schreibtisch vor. Keine dankbare Aufgabe. Der aktuelle Fall, bei dem eine weibliche Leiche im Waldstück München-Solln gefunden wurde, verspricht ihm Ablenkung und Schatten. Zunächst deutet alles auf eine Beziehungstat hin, wären da nicht die anonymen Schreiben, die Konrad und sein Team auf die Nachbarschaft der Ermordeten aufmerksam machen … „Hundstage – Kommissar von Kamms 3. Fall“ ist ein typischer, im Stil von englischen Krimis geschriebener Roman, über falsch verstandene Dankbarkeit, Eifersucht und Verlustängste.

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Vita

Antonia Günder-Freytag

Antonia Günder-Freytag, 1970 geboren, lebt mit ihrer Familie in München. Nach ihrem Debüt als Fantasy-Autorin zog es sie zu den klassischen Kriminalromanen. Inspiriert von Agatha Christie schreibt sie an einer Krimireihe um Kommissar Konrad von Kamm, der bereits seinen fünften Fall in München auflöst. Da ihr Motto „Nichts ist tödlicher als die Routine“ lautet, arbeitet sie im Moment neben ihren Krimis an einem Thriller und einem Mittelalterepos.

Leseprobe

Prolog

Sie liebte die Morgenfrische. Vor allem an Tagen, an denen der Wetterbericht wieder mehr als fünfundzwanzig Grad vorhergesagt hatte.
   Vögel huschten tirilierend durch das dichte Buschwerk und faszinierten sie mit ihrem Morgengesang. Sie holte tief Luft und genoss den erdigen Geruch, der durch den Tau, den die Nacht zurückgelassen hatte, aufstieg. Dass sie um diese Zeit nicht allein war, erstaunte sie nicht mehr. Früher, ganz am Anfang, als sie es sich zur Gewohnheit gemacht hatte, mit ihrem Hund diese Runde zu drehen, war sie regelmäßig zusammengeschreckt, wenn ihr Fahrradfahrer ohne Licht entgegenschossen, andere Hundebesitzer um die Ecke bogen, oder ihr Feierwütige auf dem Heimweg entgegenschlingerten. Ihr Mann hatte sich Sorgen gemacht. Es sei zu gefährlich, um diese gottverlassene Zeit allein im Halbdunklen spazieren zu gehen. Doch sie hatte ihren Hund. Was sollte ihr passieren?
   Das Einzige, was passiert war, war, dass sich ihr Mann keine Sorgen mehr machte. Nicht aus Gewöhnung an ihr morgendliches Ritual, sondern aus Desinteresse an ihrem Leben. Das war ihr spätestens dieses Jahr klar geworden. Ob eine Geliebte dahintersteckte, wusste sie nicht und stellte zu ihrem Überraschen fest, dass es ihr auch egal war. Ihre Ehe war am Ende. Erst hatte sie es sich nicht eingestehen wollen. Hatte alles hervorgeholt, was gut war. Hatte festgestellt, dass es nicht so viel war, wie sie es sich gewünscht hätte.
   Dann war die zweite Phase gekommen. Sie merkte, wie sie sich befreite. Wie sie sich vorstellen konnte, ein neues Leben anzufangen. Allein und unabhängig. Sie könnte reisen, sich eine neue Wohnung nach ihrem Geschmack einrichten, einen vollkommen neuen Weg gehen. Erst hatten sie diese Gedanken verunsichert, bedeuteten sie doch, dass sie wirklich und wahrlich allein dastehen würde. Keiner wäre da, um sie aufzufangen. Doch je länger sie darüber nachdachte, desto verlockender wurde das Zukunftsszenario vor ihrem geistigen Auge. Noch war Zeit. Mit knapp vierzig Jahren hatte sie noch die Power. Die mentale Kraft. Würde sie nur noch ein wenig zögern, wäre es zu spät und sie konnte nur noch darauf hoffen, dass ihr Mann sie nicht gegen eine Jüngere austauschte. Sie spürte, wie sich ein unglaubliches Gefühl in ihr ausbreitete: Freiheit, Glück und Aufbruchsstimmung verwoben sich in einem Gefühl, das sie das letzte Mal empfunden hatte, als sie verliebt war.
   Sie summte das Lied Summertime and life is easy …
   Gleich, wenn sie heimkäme, würde sie ihren Mann vor vollendete Tatsachen stellen. Sie würde ihn verlassen, ein neues Leben beginnen – nein, noch besser: Sie würde endlich überhaupt mit dem Leben beginnen.
   Ein Mountainbiker schoss ihr entgegen und bremste hart. Sie hörte ihren Hund jaulen und drehte sich unwillkürlich zu beiden um. Zunächst verstand sie überhaupt nicht, was geschah, und lief ein paar Schritte zurück. War ihr Hund dem Mountainbiker ins Fahrrad gelaufen? Der dunkel gekleidete Mann hob einen Arm. Sie sah etwas Silbriges in der aufgehenden Sonne blitzen, da jaulte ihr Hund noch einmal auf und fiel zu Boden. Ungläubig starrte sie auf den blutigen Hundeschädel, als abermals etwas aufblitzte. Merkwürdigerweise verließ sie ihr Ohrwurm nicht. Summertime. Dann wurde es dunkel.

27. Juli 2014
18.30 Uhr, Buchsee, Biergarten

Konrad genoss den Ausklang eines heißen wolkenlosen Sommertags. Katis Idee, zum Buchsee zu fahren und nicht, wie die Mehrzahl der Münchner an den Starnberger- oder Ammersee, war Gold wert gewesen. Zwar war die abschüssige Liegewiese, die an den kleinen Moorsee reichte, ebenfalls gut besucht, aber der Trubel, den er sich leibhaftig an den anderen Badeorten vorstellen konnte, war hier ausgeblieben. Kati hatte ein Picknick dabeigehabt, beide genügend Lesestoff, und so war ein sehr entspannter Tag in den Abend übergegangen, den sie im oberhalb des Sees gelegenen Biergarten ausklingen lassen wollten.
   Die Küche des Biergartens gab nur Wiener Würstchen mit Brot her, und so hatten sie sich vier Paar Würste mit Brot bestellt. Dazu eine Maß kühles Radler, und er war rundherum glücklich.
   »Ich habe mir überlegt, den Laden zu schließen.« Kati tauchte ihre Wurst in den Senf und hielt sie wie einen Dirigentenstab in die Luft.
   »Hm.« Konrad wusste, dass mehr als diese Antwort erwartet wurde, aber was sollte er dazu sagen? Es war Katis Reitsportladen, der unter ihrer Wohnung lag. Überhaupt (...)

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