Michael Buttler

Historische Romane

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Der Teufelsvers

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Im Jahre 1825 Gibt es tatsächlich einen Vers, mit dessen Hilfe sich jeder den Teufel zum Untertan machen kann? Der englische Gesandte Sir Archibald Treasury erfährt auf einer Reise, wie Johann Wolfgang von Goethe während der Belagerung der Stadt Mainz im Jahr 1793 in den Besitz dieses Verses kam. Mit Ehefrau, Nichte und Sekretär macht sich Sir Archibald auf den Weg in die beschauliche Residenzstadt des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, um dem Dichterfürsten den Vers für das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland abspenstig zu machen. Zur Unterstützung fordert Sir Archibald einen Agenten an. Doch seine Reisebegleiter haben eigene Pläne … Intrigen und Allianzen werden eingegangen und so schnell, wie sie entstanden, auch wieder gelöst und hintergangen. Die Jagd auf den Vers ist eröffnet.

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    Michael Buttler

Vita

Michael Buttler

Michael Buttler wohnt mit seiner Familie und zwei Katzen im Rhein-Main-Gebiet. Er arbeitet als Bankkaufmann bei einem Kreditinstitut. Anthologien, an denen der Autor beteiligt war, wurden verschiedentlich für den Deutschen Phantastik-Preis nominiert. Im Jahr 2012 war er mit einer Geschichte in dem Buch vertreten, das den ersten Preis gewann. Zwei seiner historischen Kriminalromane spielen zur Zeit Johann Wolfgang von Goethes in Weimar, weshalb Buttler sie seine Goethe-Krimis nennt: Die Bestie von Weimar und Der Teufelsvers. In der Reihe Sherlock Holmes - Neue Fälle des Blitz-Verlags erschien bisher der Roman Sherlock Holmes und die indische Kette. Auf Anfrage steht der Autor gern für Lesungen zur Verfügung. Kontakt und Homepage: michael-buttler.de

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    Nebelrose

    Vor Jahren verbrachte Felix mit vier weiteren Studenten einen Urlaub in einem Sommerhaus. (...)

Leseprobe

Kapitel 1

»Verschwinde«, sagte der Wirt. »Du bekommst nichts mehr.«
   Albrecht faltete die Hände und legte sie
   auf die Theke. »Bitte, nur einen Kanten altes Brot.«
   »Das bekommen die Schweine. Geh in die Kirche, dort gibt man dir vielleicht etwas.«
   Albrecht sah zu, wie der Wirt Wein abfüllte.
   »Oder wenigstens einen Schluck davon.« Er leckte sich über die Lippen.
   »Zahl deine Schulden und wasch dich, dann bekommst du wieder was. Und jetzt hau ab. Dein Gestank stört meine Gäste.«
   Albrecht blickte dem Wirt hinterher, wie er den Wein an einen Tisch brachte. Dort saß eine Familie: Vater, Mutter und eine erwachsene Tochter. Sie waren wohlhabend, denn die Kleider dieser Leute schienen Albrecht teuer. Außerdem trugen die Frauen Schmuck und hatten kleine Handtaschen dabei. Vielleicht handelte es sich sogar um Adlige. Zwischen ihnen stand eine große Platte mit Fleisch und Gemüse, von der sie sich abwechselnd etwas auf ihre Teller nahmen.
   Albrechts Magen knurrte. Er war erst einmal in seinem Leben so abgebrannt gewesen wie jetzt. Damals, im Jahr 1793, als die Franzosen Mainz besetzt hielten, hatte er schon einmal alles verloren.
   Er merkte, dass er die Leute an dem Tisch anstarrte, wie sie mit ihren Gabeln die herrlich duftende Mahlzeit in sich hineinschaufelten.
   Albrecht schluckte den Speichel hinunter, der sich in seinem Mund gesammelt hatte. Vielleicht konnte ihm die alte Geschichte von vor dreißig Jahren noch einmal von Nutzen sein.
   Der Wirt nahm an einem anderen Tisch eine Bestellung auf und verschwand anschließend in der Küche.
   Also gut. Schlimmstenfalls würde man ihn wegschicken. Ohne Wagnis kein Gewinn. Er ging zu dem Tisch und neigte sein Haupt. Erst jetzt bemerkte er, dass die Leute englisch redeten. Albrecht verließ der Mut. Er konnte nur ein paar Brocken dieser Sprache, aber vielleicht würde es wenigstens zum Betteln reichen.

*

Florence kaute auf dem zähen Fleisch und würgte es hinunter. Ebenso wie das Gemüse war es angebrannt und nicht gesalzen. Sie hasste es, in dieser Absteige zu essen und die Nacht zu verbringen, doch ihr Onkel, Sir Archibald Treasury, bestand darauf. Er war als Gesandter des englischen Hofes unterwegs. Nun befanden sie sich auf dem Heimweg, auf dem Onkel Archibald so viel wie möglich erleben wollte. Das, so sagte er, konnte man nicht in den guten Häusern. Dort war man nur darauf bedacht, alles zur Zufriedenheit der Gäste zu erledigen, aber erleben konnte man nur etwas in der Mitte des einfachen Volkes. Er schrieb seine Erlebnisse nieder, um sie am Ende der Reise verlegen zu lassen.
   Tante Elysia hatte es abgelehnt, mit ihr separat zu reisen.
   »Verzieh den Mund nicht, Kind«, sagte sie. »Das ist ja nicht zum Aushalten.« Sie wandte sich ihrem Mann zu. »Deine Schwester selig hat es an der Erziehung deutlich mangeln lassen. Es war richtig, Flo mitzunehmen. Zu Hause hätte sie allen auf der Nase herumgetanzt, und ich hätte anschließend die doppelte Arbeit mit ihr.«
   Florence biss die Zähne zusammen. Sie durfte nichts sagen. Nicht schon wieder. Es würde nur Streit geben.
   »Ach Elysia, lass sie doch. Hack nicht immer auf meiner Schwester herum. Sie hatte es nicht leicht, nachdem mein Schwager starb.«
   Die Schwindsucht hatte ihn besiegt, kurz nach ihrem siebten Geburtstag. Es war die traurigste Zeit ihres Lebens gewesen.
   »Ja, dein feiner Herr Schwager lässt deine Schwester mit einem Kind und einem Berg Schulden zurück. Das schöne Anwesen am See. Alles dahin, wegen dieses Tunichtguts.«
   »Du weißt doch nichts«, sagte Florence. Ihr standen Tränen der Wut und der Trauer in den Augen. Sie sah die Dienerschaft vor sich, wie sie den ausstehenden Lohn über den Diebstahl des Interieurs beglich. »Vater ist schließlich nicht an der Schwindsucht gestorben, um uns zu ärgern. Mutter hat sich aufgeopfert, um mich durchzubringen, bis der harte Winter und das Fieber ihren eisernen Willen besiegten.«
   Tante Elysia winkte ab. »Immer die alte Leier. Pathetische Worte, weiter nichts. Ihr Stolz hat sie besiegt. Sie wäre (...)

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