Simone Ehrhardt

Krimis & Thriller

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Lehrer sterben schöner - Mit Lupe, Gift und Lippenstift

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Krimis sind ihre Leidenschaft. Deshalb beschließen fünf Frauen, einen Klub zu gründen, doch ehe sie auch nur ein Buch lesen können, werden sie in einen Kriminalfall hineingezogen. An einer Schule wurde eine Lehrerin getötet – die Polizei sagt „Unfall“, die Krimi-Grazien schnuppern einen Mord. Es kann kein Zufall sein, dass viele Jahre zuvor eine andere Lehrerin unter ebenso mysteriösen Umständen gestorben ist. Die Damen beschließen, die Ermittlungen in die eigene Hand zu nehmen. Ihre Schnüffelei führt sie undercover an den Tatort und nicht selten in heikle Situationen. Es herrscht nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen unter ihnen. Eklatanter Schlafmangel, wilde Verdächtigungen und individuelle Prioritäten sorgen für Ablenkung, während die Initiatorin verzweifelt klagt, dass sie immer noch keinen Krimi gelesen haben. Doch einen Mörder zu jagen, ist natürlich viel spannender, erst recht, wenn man ihm immer näher kommt und ihn schließlich in die Enge treibt.

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    Simone Ehrhardt

Vita

Simone Ehrhardt

Simone Ehrhardt wurde in Mannheim geboren. 2006 erschien ihr erster Krimi. Seither veröffentlicht sie Romane und Kurzgeschichtensammlungen, wobei sie vorwiegend dem Krimi treu bleibt, gelegentlich aber auch anderes verfasst. Eine von ihr ausgeschriebene Stelle für eine Schriftstellerkatze ist noch vakant. Interessierte Tiere mögen sich bitte bewerben. Geboten werden eine ständig anwesende Maus, eine Tastatur zum Spielen, eine Heizung zum Bauchwärmen und Freigang 24/7. Einzige Bedingung: Der Herr des Hauses muss überzeugt werden.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Das Glas zitterte in ihrer Hand. Ein intensiver Geruch nach Bittermandel trat in ihre Nase. Sie wollte ihr Leben nicht beenden, nicht hier und so plötzlich, vollkommen unvorbereitet, in der Blüte ihrer Jahre. Sie sah ihre Zukunft vor sich, eine Zeit, über die sie nicht mehr verfügte. Pläne – umsonst geschmiedet. Ihre Vergangenheit – viel Gutes, manches Schlechte, Entscheidungen, die sich im Nachhinein als das Gegenteil von dem erwiesen, was sie beabsichtigte. Stille hüllte sie ein wie eine Zwangsjacke.
   Sie hatte keine Wahl. Die Scham war zu groß, der Druck, das Leiden, das sie andernfalls über ihre Mutter brachte. Sie bezahlte für ihre Leidenschaft und Hingabe, für ihr Hinwegsetzen über unsinnige Regeln, dafür, dass sie auf ihr Herz statt auf ihren Verstand hörte. Sie stemmte sich gegen ihre Furcht und trank das Glas in einem Zug aus.
   Merkwürdig, wie sanft die Flüssigkeit die Kehle hinunterrann, wie wenig sie brannte. Der Geschmack war beinahe angenehm, nur das Bittere schüttelte sie. Fast augenblicklich wurde ihr schrecklich übel, der Raum begann sich zu drehen. Ihr Magen wehrte sich. Das Atmen ging schwer, sie kämpfte röchelnd um Luft. Sie klammerte sich an allem fest, das ihr zwischen die Finger geriet, Schläuche, Gefäße, Pipetten …
   Sie glitt zu Boden, Krämpfe zogen ihren Körper zusammen, der Schmerz breitete sich brennend in ihrem Inneren aus. Die Lunge fühlte sich an wie ein Stück Blei, langsam nahm ihre Sehfähigkeit ab. Es war so weit.
   Eine Frau stand reglos neben ihr und beobachtete sie mit zufriedenem Blick. Eine stumme Zeugin.

1

»Meine Damen, darf ich um Ihre Aufmerksamkeit bitten!« Verena sah in die Runde und streckte im Bewusstsein der historischen Bedeutung dieser
   Stunde ihre Brust so weit hinaus, wie es ging. Doch die Angesprochenen widmeten sich weiter hingebungsvoll dem englischen Tee, den köstlichen Gebäckstücken und vor allem ihren Gesprächen.
   »Ladies, bitte.« Ihr Ton verfehlte seine Wirkung nicht. Verena lächelte, als alle Augen auf sie gerichtet waren. »Ich danke Ihnen. Und ich heiße Sie willkommen bei der Gründungsversammlung unseres neuen Klubs. Es ist sehr erfreulich, dass Sie meine Anzeige gelesen haben und heute hierhergekommen sind, um sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun.«
   Die Frauen nickten und zeigten Begeisterung in verschiedenen Graden. Verena fühlte sich plötzlich irritiert durch ein Zwicken ihres neuen Büstenhalters, den sie sich eigens für diesen Anlass gekauft hatte, weil er ihren naturgemäß der Erdanziehungskraft verfallenen Busen in eine militärisch aufrechte Position rückte und noch dazu voller erscheinen ließ, als er eigentlich war. Sie versuchte, den piksenden Schmerz auf ihren Rippen zu ignorieren.
   »Wie Sie dem Inserat entnehmen konnten, ist es höchste Zeit, eine Organisation zu gründen, die sich der Pflege des Andenkens berühmter weiblicher Krimiheldinnen widmet. Es ist mir schon lange ein inniger Herzenswunsch, Frauen zu finden, die dieses Anliegen teilen, und gemeinsam entsprechende Bücher zu lesen, Filme zu sehen und darüber zu reden. Dass Sie heute hier sind, ist ein Erfolg, mit dem ich nicht zu rechnen gewagt hatte.« Die Schar von vier Damen lauschte andächtig. »Ich schlage vor, jede von uns stellt sich zunächst vor, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben.« Sie erwog kurz, sich hinzusetzen und unauffällig den BH zurechtzurücken, doch sie besann sich auf ihre Pflichten und Rechte als Leiterin der Versammlung. »Ich werde beginnen. Mein Name ist Verena Körner. Ich bin verwitwet und habe eine Tochter und zwei Enkelkinder. Seit letztem Jahr bin ich in Rente. Davor habe ich als Sachbearbeiterin in einer Versicherung gearbeitet. Ich lese Unmengen von Kriminalromanen und gehe wöchentlich in die Bücherei, um mir Nachschub zu besorgen.« Sie zog ihren Rock glatt und ließ sich auf den Stuhl sinken.
   Eine Weile blieb es still. Jede schien darauf zu warten, dass eine andere als Nächste das Wort ergriff. Schließlich erhob sich die große Dame mit den breiten Schultern. Mit ernstem Gesicht stand sie einige Sekunden nur da und sah von einer zur anderen, als wollte sie ihre Mitstreiterinnen eingehend studieren. Sie räusperte sich. »Ich freue mich, hier zu sein«, begann sie mit leiser Stimme. »Ich heiße Stefanie Malschenberger und bin (...)

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