Max Pechmann

Historische Romane

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Celeste - Das Geisterschiff

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New York 1872 Kapitän Benjamin Spooner Briggs ist auf der Suche nach einer geeigneten Mannschaft für sein Schiff Mary Celeste, aber die meisten Seeleute machen um die Brigantine einen großen Bogen. Die Gerüchte besagen, es handele sich um ein Unglücksschiff. Manche gehen sogar soweit, zu behaupten, dass es an Bord spukt. Doch Briggs hält nichts von dem Gerede. Am 5. November 1872 sticht er in See, um eine Ladung Industriealkohol nach Genua zu transportieren. Mit an Bord ist der Waisenjunge Jim Knox, der froh ist, seinem niederträchtigen Onkel entkommen zu sein. Bereits nach wenigen Tagen sorgen seltsame Zwischenfälle an Bord für Unruhe. Und als es zu einem rätselhaften Todesfall kommt, geraten die Ereignisse zunehmend außer Kontrolle …

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Vita

Max Pechmann

Max Pechmann studierte und promovierte in Heidelberg. Er ist Autor mehrerer Romane, Hörbücher und Kurzgeschichten. Aus seiner Feder stammt u. a. der Horrorthriller „KOR“, der Fantasy-Roman „Rauhnacht“ und der Mystery-Thriller „Der Andere“. Seine E-Book-Serie „Prähuman“ gilt als Geheimtipp. Max Pechmann ist ebenfalls bekannt durch seine Filmessays, die regelmäßig in dem Magazin „Phantastisch!“ erscheinen. Seit 2012 ist er Herausgeber des e-Magazins FILM und BUCH. Unter dem Namen Carl Denning veröffentlicht er außerdem weitere spannende Horrorromane, wie z. B. die Geisterhaus-Trilogie „Blutige Schatten“, „Das Böse“ und „Angst“ sowie die Horrorthriller „Todesstation“, „Darkmoore“ und „Monster“, die alle als e-Book erschienen sind.

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Leseprobe

Das Rätsel um den Zweimaster Mary Celeste zählt bis heute zu den unheimlichsten Geschehnissen, die sich jemals auf hoher See zugetragen haben.

Die folgende Geschichte basiert auf dieser wahren Begebenheit.

Kapitel 1

Der Tag versprach nichts Gutes. Obwohl es bereits neun Uhr früh war, herrschte eine solche Dunkelheit, dass der Hafenmeister die Gaslaternen bisher noch nicht gelöscht hatte. Das Thermometer neben dem Eingang der Hafenmeisterei zeigte weniger als drei Grad Celsius. Ein leichter Nebel bedeckte den Kai, auf dem nur wenige Matrosen ihrer Arbeit nachgingen.
   Benjamin stand am Fenster seines Büros und sah hinaus auf die Schiffe, deren Masten sich wie kahle Bäume in die Höhe reckten. Vor wenigen Tagen war er Eigentümer einer Brigantine mit dem Namen Mary Celeste geworden. Er wusste nicht, ob dies ein guter Kauf gewesen war oder ob er sich damit ein finanzielles Grab geschaufelt hatte. Das Schiff war in Ordnung. Schon morgen würde er damit in See stechen. Doch eine andere Sache stimmte ihn zunehmend nachdenklich. Es handelte sich um die merkwürdigen Gerüchte, die sich um dieses Schiff rankten. Benjamin glaubte nicht an Geister oder Gespenster, sodass er diesem Gerede n,ichts entgegenbrachte. Aber die Matrosen sahen dies aus einer anderen Perspektive. Seeleute gehörten seit jeher zu den abergläubischsten Menschen. Aus welchem Grund auch immer hatten sie sich in den Kopf gesetzt, dass die Celeste ein böses Schiff sei.
   »Mit diesem Kahn stimmt etwas nicht, Captain Briggs«, hatte erst gestern ein Mann zu ihm gesagt, den er als Koch anheuern wollte. Der Mann sagte ab, kurz, nachdem er die Brigantine gesehen hatte. Ein anderer hatte seine Stelle bekommen.
   Als Benjamin das Rattern von Rädern hörte, blickte er gespannt nach unten. Eine Kutsche rollte den Kai entlang und blieb vor dem Gebäude der Schiffseigner Goodwin und Tempelton stehen, in dem er sein Büro besaß. Er sah einen alten Mann und einen Jungen von vielleicht dreizehn Jahren, die auf dem Kutschbock saßen. Sie stiegen ab. Der Mann band die Zügel um ein Geländer. Als Benjamin ihre Schritte im Treppenhaus hörte, setzte er sich an seinen Schreibtisch und wartete.

Kapitel 2

Jim stieg hinter seinem Onkel Steve die schmalen, hölzernen Stufen hinauf. Die Wärme umgab ihn wie ein wollenes Tuch. Er trug nur eine dünne Hose, ein Hemd sowie eine leichte Jacke. Obwohl die Fahrt bis zum Hafen nicht lang gewesen war, hatte er die ganze Zeit über geschlottert. Auch jetzt erzitterte er noch, wenn ein Rest der Kälte durch seinen Körper drang. Sein Onkel war in einen Mantel aus Biberfell gehüllt. Seine Füße steckten in hohen Stiefeln und sein Kopf zierte ein breiter, schwarzer Pastorenhut.
   Jim wusste nicht genau, was sein Onkel mit ihm vorhatte. Aber instinktiv glaubte er, dass er Jim auf ewig und immer loswerden wollte. Am Sonntag in der Kirche war ihm das seltsam bewusst geworden. Er hatte Onkel Steve mit einigen Gemeindemitgliedern darüber reden gehört, dass sein Neffe sehr bald zur See gehen werde. Natürlich waren darüber alle sehr erstaunt und beglückwünschten Onkel Steve. Was aber niemand wusste, war, dass dies für Jim eine völlig unerwartete Neuigkeit bedeutete. Bis dahin hatte er noch nichts über Onkel Steves Absichten erfahren. Drei Jahre hatte er bei seinem Onkel verbracht, und an diese Zeit erinnerte er sich keineswegs gern.
   Onkel Steve hielt im dritten Stock vor einer der weißen Türen. Sein rundes Gesicht glühte von der Anstrengung des Treppensteigens. Schweiß glänzte auf seiner Stirn. Er wandte sich noch einmal zu Jim um, der abwartend hinter ihm stand.
   »Du sagst zunächst einmal gar nichts«, zischte er und hob drohend seinen rechten Zeigefinger. »Verstanden?«
   Jim nickte.
   Daraufhin klopfte sein Onkel an die Tür.
   »Ja, bitte?«
   Sie traten ein.
   Das Büro war überraschend klein. An der rechten Wand reihten sich drei große Regale aneinander, die sich unter ihrer Bücherlast verbogen und an das Aussehen windschiefer Häuser erinnerten. An der linken Wand standen zwei Aktenschränke. Ein Geruch, der Jim an eine Mischung aus Tabak und Papier erinnerte, lag in der Luft.
   Hinter einem schweren dunklen Schreibtisch saß (...)

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