Jenna Lux

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Magische Bündnisse

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Eine junge Frau, die auf die Zukunft setzt … ein Mann, der die Vergangenheit niemals vergessen darf … und ein uralter Bund, der über Leben und Tod entscheiden kann. Eine unfassbare Lüge … ein großer Verrat … nicht einmal im Traum hätte sie sich vorstellen können, als ein neues Wesen in einer anderen Welt zu erwachen. Wie Hund und Katz – sie könnten kaum unterschiedlicher sein. Doch als sie in Schwierigkeiten geraten, stellen sie fest, wie sehr sie aufeinander angewiesen sind. In den Lieblingssessel kuscheln und für einige Stunden in fremde Welten abtauchen: „Magische Bündnisse“ führt in drei Kurzgeschichten auf eine zauberhafte Reise. Doch Vorsicht: Manche Ecken und Wege sind dunkler, als sie auf den ersten Blick wirken.

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  • Stephanie Linnhe & Jenna Lux & Ylvi Walker
    Magische Bündnisse
  • Magische Bündnisse
    Stephanie Linnhe & Jenna Lux & Ylvi Walker

Vita

Jenna Lux

Eigene Welten erschaffen und mit Leben füllen. Als Thrillerautorin versucht Jane Luc, die Polizeiarbeit – die sie aus erster Hand kennt – so realistisch wie möglich darzustellen. Wie reizvoll ist es da, eine Möglichkeit zu haben, einmal fernab aller Wirklichkeiten die Fantasie spielen zu lassen und traumhafte Geschichten zu erfinden? Unter dem Pseudonym Jenna Lux entführt Jane Luc uns in geheime Fantasywelten.

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Leseprobe

Die Macht des Blutes
Stephanie Linnhe


»Mit den Füßen zuerst könnt ihr mich heraustragen! In einer Holzkiste!« Speicheltröpfchen sprühten von den Lippen des alten Petr, die er immer wieder mit der Zunge benetzte. Er schob den Unterkiefer vor, wodurch sein Gesicht so hager und deformiert wirkte, als wäre der Tag seines Ablebens wirklich nicht mehr weit. Mit dem unförmigen Leinenhemd, das um seinen Körper schlackerte, und dem verblichenen Stück Stoff auf seinem Schädel, das einst eine Mütze gewesen sein musste, schien er einer längst vergangenen Epoche anzugehören.
   Nela bewunderte ihren Vater dafür, dass er trotz allem ruhig blieb.
   »Niemand redet davon, Sie hier herauszutragen, Herr Nemec«, sagte Adam Reisz. Er stand hoch aufgerichtet, der graue Anzug ebenso tadellos wie die Aktentasche in seiner Hand. Die vollen schwarzen Haare, die Nelas so sehr ähnelten, waren ordentlich zurückgekämmt. Es hätte keinen größeren Kontrast zwischen den beiden Männern geben können. »Allerdings geht es durchaus darum, sich Gedanken über die Zukunft zu machen.«
   In der Sie nicht mehr vorkommen, dachte Nela. Ihre Geduld war soeben dabei, im Boden zu versickern. Die Unterhaltung mit diesem Sturkopf war vollkommen überflüssig. Petr Nemec lebte in diesem Haus unter gewissen Bedingungen, die vor langen Jahren von zu nachsichtigen Entscheidungsträgern festgehalten worden waren. Allerdings schien er das allzu gern zu vergessen und führte sich auf, als würde ihr Vater ihm nach dem Leben trachten oder ihn schikanieren wollen.
   In Nelas Augen war es ohnehin eine Schande, das Pförtnerhaus derart zu verschwenden. Es brachte mehrere Hundert Jahre Geschichte mit sich, war vor einigen Jahren sorgfältig restauriert worden und daher gut erhalten. Wie ein Kind schmiegte es sich in den Schatten der Basilika von Talí, untrennbar mit dem gotischen Bau verbunden, und daher sollte es Besuchern ebenfalls zugänglich sein. Niemand durfte das Anrecht auf dieses Stück Geschichte allein besitzen. Zudem wäre es förderlich für das Interesse der Touristen und somit gut für den Ort.
   Ihr Vater bewies viel Geduld, indem er akzeptierte, dass der alte Petr Wohnrecht auf Lebenszeit besaß - und sich bei jedem Besuch auf neue Diskussionen einließ. Zu viel Geduld.
   »Pah!«, spuckte Petr aus, und Nela zog sich vorsorglich zurück.
   Allmählich platzte ihr der Kragen. Sie zählte bis drei, um ihre Wut im Zaum zu halten, und zupfte mit energischen Gesten ihr graues Kostüm zurecht. »Hören Sie, Herr Nemec, wir wollen das Haus lediglich vermessen. Wir werden nichts beschädigen und auch nichts umstellen. Nur ein wenig zur Seite schieben.« Sie bemühte sich, den sachlichen Tonfall ihres Vaters zu imitieren. Immerhin trat sie hier nicht nur als seine Tochter, sondern auch als Geschäftspartnerin auf.
   »Wozu, wozu vermessen?«, ereiferte sich der Alte. »Viel Ach und Krach für nichts.«
   Nela verdrehte die Augen. Das war es dann wohl mit der Geduld.
   »Nichts würde ich die Gelder nicht nennen, die wir einnehmen, wenn hier erst einmal ein Informationszentrum entsteht. Die Außenfassade der Basilika regeneriert sich nicht von allein, müssen Sie wissen.«
   Ihr Vater warf ihr einen warnenden Blick zu, den sie trotzig erwiderte.
   Petr zupfte die Mütze von seinem Kopf und wedelte damit in Nelas Richtung. »Mir kommt kein Zentrum ins Haus!«
   »Das bezieht sich, wie gesagt, auf die Zukunft«, versuchte Adam zu beschwichtigen.
   »Pah! Da wohnt mein Großneffe hier.«
   Effektiver hätte der Alte keine Bombe platzen lassen können. Nela und ihr Vater wechselten einen Blick.
   »Wer?«
   Petr reckte seinen Hals. »Tomas. Kommt aus Prag und besucht mich ab und zu. Seit Jahren schon. Müsste gleich da sein.«
   Adam seufzte. »Herr Nemec. Sie wissen doch, dass es einen Anschlussvertrag gibt? Sie haben Wohnrecht auf Lebenszeit im Pförtnerhaus, niemand sonst. Es kann nicht übertragen werden, auch nicht an Familienmitglieder. Das ist Ihnen doch klar?«
   »Und wo steht das?«
   »Im Vertrag, den Sie vor vielen Jahren unterschrieben haben. Möchten Sie ihn noch einmal (...)

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