Tanja Kromm

Fantasyromane

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In Liebe, Luzifer

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Seit einer Ewigkeit sehnt sich der einstige Lichtbringer, Luzifer, nach einem Leben außerhalb der Finsternis. Nachdem sich Gott weigert, ihn aus seinem Höllenherrscheramt zu entlassen, macht er heimlich Urlaub auf der Erde. Als er Angelina kennenlernt, entflammt sein Herz in wilder Leidenschaft. Entgegen seiner Bestimmung, beschließt Luzifer, nie mehr ins Höllenreich zurückzukehren. Doch ist seine Liebe stark genug, um die Fesseln der Vergangenheit einzureißen?

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    In Liebe, Luzifer
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    Tanja Kromm

Vita

Tanja Kromm

Tanja Kromm, 1986 in Sibirien geboren, absolvierte im Jahr 2012 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg den Fachmaster in Europäischer Geschichte. Bereits während des Studiums entwickelte sie ein großes Interesse für religiöse und mystische Themen. Tanja befasste sich unter anderem mit der mittelalterlichen Dämonologie sowie Hexenverfolgung. Nebenbei schrieb sie an ihrem Debütroman „In Liebe, Luzifer“ und erfüllte sich damit einen Lebenstraum.

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Leseprobe

1.
Der ausgebrannte Höllenherrscher

Die Jenseitsaudienz zwischen Himmel und Hölle verlief zufriedenstellend für beide Seiten. Gott hatte nichts an Luzifers Führung auszusetzen, und er war zufrieden, wenn Gott zufrieden war.
   Lediglich ein Wunsch brannte ihm seit Jahrtausenden auf der Seele. Bislang fehlte ihm allerdings der Mut, diesen Gott mitzuteilen. Nun war der Tag gekommen. Heute wollte er seinen sehnlichsten Wunsch aussprechen.
   Luzifer fiel vor Gottes Wolkenthron auf die Knie. Der grelle Weißton des göttlichen Gewands brannte in seinen Augen, die nur höllische Finsternis gewohnt waren. »Ich bitte Euch, gebt mich frei.«
   »Verstehe ich das richtig? Ich soll dich aus deinem Amt entlassen?« Gott schien verwundert über seine ungewöhnliche Bitte und strich über seinen knielangen, grauen Bart, dem Zeichen seiner unendlichen Weisheit. Er bedachte Luzifer mit einem kritischen Blick.
   »Ja. Ich bitte darum.« Luzifer hoffte auf Gottes Gnade. Der Schrei nach Erlösung und die Sehnsucht nach Freiheit waren nicht nur die stetigen Begleiter der entgleisten Seelen, die täglich in der Hölle ihre Strafe in Empfang nahmen, sondern ebenso seine. Wie die irdischen Sünder, die er als Vollstrecker der göttlichen Gerechtigkeit bestrafte, war auch Luzifer wegen Missachtung göttlicher Gesetze in der Hölle gefangen, denn es war ihm damals nicht einmal als Lichtbringer-Engel gelungen, ein gottgefälliges Leben im Himmelsreich zu führen. Er war vor Gott in Ungnade gefallen und nahm aus Reue, ohne jegliche Gegenwehr, die Bürde der Verbannung auf sich.
   Gott presste die Lippen zusammen. »Ich kann dir deine Bitte unmöglich gewähren.«
   Luzifer hatte damit gerechnet, dass es nicht einfach werden würde, Gott davon zu überzeugen, ihn freizugeben. Doch er dachte nicht daran, sich so schnell geschlagen zu geben. »Ihr werdet auf der Erde für Eure unendliche Barmherzigkeit von den Menschen geliebt und verehrt. Wie könnt Ihr, als solch gütiges Wesen, so viel Hass gegen mich hegen? Ich bereue zutiefst mein damaliges Vergehen gegen Euch. Ich hätte Euch niemals Euren Thron streitig machen dürfen. Aber dafür habe ich gebüßt. Nun ist es an der Zeit, mich von meiner Strafe als Seelenhenker zu erlösen.«
   Gott runzelte die Stirn und schwieg nachdenklich.
   »Ich bin mir bewusst, dass ich des Himmelsreichs nicht würdig bin und es nie wieder sein werde«, sagte Luzifer, der vor seinem Amtsantritt als Höllenherrscher Gottes Lieblingsengel gewesen war. »Daher nehme ich dankbar jede andere Lebensform entgegen, sei es ein menschliches, tierisches oder jenseitiges Leben.«
   »Du irrst dich, Luzifer. Ich hege keinen Hass gegen dich. Im Gegenteil. Ich brauche dich mehr als jeden anderen Engel in meinem Reich.«
   Luzifer horchte auf. Es überraschte ihn, das zu hören. Gott hatte ihm stets das Gefühl gegeben, ein minderwertiges Lebewesen zu sein, das nur durch eisernen Gehorsam eines Tages Läuterung erlangen könnte.
   »Ich habe lange nach jemandem wie dir gesucht. Damals unterzog ich meine Engel einer Treueprüfung. Sie haben alle bestanden. Keiner von ihnen wagte es, sich über mich zu erheben. Doch du warst anders als die anderen. Du hattest deinen eigenen Willen, unabhängig davon, welche Anforderungen ich an dich gestellt habe. Du warst von Anfang an zu Höherem bestimmt. Es geschieht nur ein einziges Mal in Billionen Jahren, dass jemand wie du das Tageslicht erblickt.« Gottes Augen begannen zu leuchten.
   »Ich verstehe nicht …«
   »Hast du dich niemals gefragt, warum die Hölle bereits vor deiner Geburt erschaffen wurde, als hätte sie nur darauf gewartet, jemanden wie dich als ihren König in Empfang zu nehmen?«
   Luzifer schüttelte den Kopf. Er konnte ihm beim besten Willen nicht folgen.
   »Warum habt Ihr diesen grausamen Ort erschaffen? Dort gibt es nur Leid und ewige Verdammnis. Hätte nicht alles viel besser ohne sie und mich sein können?«
   »Ich bin zwar allwissend, aber nicht allmächtig. Die Schöpfung von Gut und Böse unterliegt einer Willkür, der selbst ich nicht Herr werden kann. Ich vermag nicht, die Menschen von ihren verdorbenen Eigenschaften zu befreien. Sogar du als ehemaliger Lichtbringer, bist (...)

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