Nadine Ring

Heartbeat Moments

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Samt in deinen Händen

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Dein Leben ist ohne Sinn, weil du einst zerstörtest, was du liebtest. Nach vierhundert Jahren findest du erneut etwas, das es sich zu lieben lohnt. Bist du stark genug, es festzuhalten? Zacharias hat genug von seiner ewigen Existenz und aufgehört, an das Leben zu glauben. Dies ändert sich schlagartig, als er der wunderschönen Luisa begegnet. Sie weckt längst fremd gewordene Gefühle in ihm. Schnell wird jedoch klar, dass sie hinter ihrer makellosen Hülle gegen finstere Dämonen kämpft. Warum sonst steht sie eines Nachts plötzlich am Rande der Hotelterrasse, nur einen Schritt davon entfernt, ihrem Dasein ein Ende zu bereiten? Die Ewigkeit liegt Zacharias zu Füßen, und dennoch rinnt ihm die Zeit wie Sand durch die Finger, denn er spürt Luisas tiefe Sehnsucht, sich dem Abgrund zu überlassen. Kann er sie überhaupt vom Leben überzeugen, wo er doch so lange seinen Glauben daran verloren hatte? Oder wird er erneut alles verlieren, was ihm wichtig ist?

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Vita

Nadine Ring

Nadine Ring hegt eine große Schwäche für schöne, tiefgreifende, taschentuchdezimierende Liebesgeschichten - sei es in Verbindung mit fantastischen Elementen oder im Kontext der Realität. Daher fühlt sie sich in den Genres Romantasy, Contemporary- und New-Adult-Romance sowie Romantic-Thrill ganz besonders gut aufgehoben. Im Dezember 1987 in Berlin geboren und aufgewachsen, hegt sie eigentlich den Wunsch vom Häuschen im Grünen. Nach einer vernünftigen Ausbildung folgte Nadine Ring ihrem Herzen und studierte ganz unvernünftig Germanistik und Publizistik.

Leseprobe

Kapitel 1
Schein und Sein

Sie war schön. Sanft und elfenhaft. Jene Sorte Frau, die nicht um Aufmerksamkeit betteln musste, weil sie immer im Mittelpunkt stand. Zacharias fühlte seine Vermutung bestätigt, als er sich umblickte und die gaffende Menge bemerkte. Sämtliche Männer in diesem Saal beobachteten ihren Gang zur Bar, sabbernd und lechzend wie ausgehungerte Wölfe nach Frischfleisch. Er lächelte. Wenn sie wüssten, wie verdorben das Fleisch in Wirklichkeit war. Er roch es. Alles. Jede Berührung, die sie zugelassen hatte, und das waren entsetzlich viele. Nicht sein Geschmack. Himmel, nein. Vielleicht, weil sie ihm zu ähnlich war? Definitiv, weil sie ihm zu ähnlich war. Es gab nur einen Unterschied. Er hatte keine andere Wahl, wenn er nicht jede Nacht zum Mörder werden wollte.
   In ihrem kirschroten Kleid aus Seide schwebte die Elfe übers Parkett, blendete die Masse, worüber er nur den Kopf schütteln konnte. Hörten sie nicht richtig hin? Ihre hohlen Worte und das alberne Kichern flirrten durch die Luft. Substanzlosigkeit in seiner reinsten Form, verdeckt von einer wunderschönen Hülle. Noch eine Gemeinsamkeit und ein weiterer Unterschied. Er hatte einmal aus mehr bestanden.
   Zacharias wandte sich ab, trank den Rest seines Cardhus, bevor er das Glas zurück auf den Tresen stellte. Höchste Zeit, von hier zu verschwinden. Er war derlei Feierlichkeiten ohnehin überdrüssig. Würde ihm der Kontext von Ausschweifung nicht so vortrefflich in die Karten spielen, wäre ihm nicht im Entferntesten in den Sinn gekommen, solchen stupiden Veranstaltungen noch länger beizuwohnen. Dafür war er schlicht und ergreifend zu alt. Er kannte die Gespräche, die geführt wurden, die Geschichten, die sich hinter den lachenden Gesichtern verbargen. Ein Haufen Körper, die einander nicht kannten, und dennoch würden sich die meisten von ihnen in dieser Nacht vereinen, obwohl die Ringe an ihren Fingern bezeugten, dass sie nicht zueinander gehörten, weil sie sich vor Gottes Augen anders entschieden hatten. Aber was war schon eine Entscheidung? Ein Versprechen? Gewiss, Zacharias kannte sie. Die Gesichter und ihre Geschichten, die ihm allesamt erzählt worden waren. Vielleicht nicht gestern und auch nicht in den vergangenen Wochen, aber irgendwann im Laufe der letzten vierhundert Jahre.
   Diesen Abend brauchte er nicht lange, bis er fündig wurde. Eine niedliche Brünette erweckte seine Aufmerksamkeit. Sie stand etliche Meter entfernt, dennoch schwebte ihr himmlischer Duft zu ihm herüber, erzählte Märchen, die ihm gefielen. Er zögerte nicht und schritt auf die junge Frau zu, die mit der Schulter an einem der kunstvollen Pfeiler lehnte und an ihrem Weinglas nippte.
   Er stellte sich unmittelbar hinter sie und blies ihr seinen Atem über den bloßen Nacken.
   Sie fröstelte und wandte erschrocken den Kopf. Als sich ihre Blicke begegneten, weiteten sich ihre Augen, verrieten Überraschung, Faszination, Neugierde. Und Angst. Eine instinktive Empfindung, die aber niemals stark genug war, um ihm Widerstand zu leisten. Niemals.
   Er lächelte. Nur mit dem Mund, aber das reichte aus, weil sie nicht richtig hinsah. Seine unmenschliche Schönheit blendete sie. Das tat sie immer. »Wie ist dein Name?«
   Sie errötete, senkte schüchtern den Blick, öffnete die Lippen, ohne etwas zu sagen. Vorzüglich.
   »Willst du ihn mir nicht verraten?«
   Aus großen, scheuen Augen blickte sie zu ihm auf. »Nicole.«
   Sie war keine zwanzig Jahre alt. Jung, frisch und unverbraucht. Zacharias’ Spezialität. »Nicole«, raunte er, hob die Hand und berührte ihren nackten Unterarm. Sie zuckte merklich zusammen. Es lag an ihm, er war zu kalt, aber das machte nichts. Mit den Fingern zeichnete er besänftigende Linien auf ihre zarte Haut. Ihr Körper reagierte mit einem Schauder. »Möchtest du mich begleiten, Nicole?«
   Mit verhangenem Blick starrte sie ihn an. Sie würde ihm gehören. Für diese Nacht würde sie ihm gehören.
   »Wohin?«, hauchte sie – ein kurzes Auflodern von Vorsicht.
   Ein weiteres Lächeln jedoch, und ihr Argwohn erlosch. Sie würde ihm überall hin folgen. »Mein Hotelzimmer ist auf dieser Etage.«
   Sie überließ ihm ihre Hand, begab sich in seine Obhut. Bei ihm hatte sie (...)

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