Nadine Ring

Heartbeat Moments

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Bittersüßer Winter

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Hannah hat vor langer Zeit jeglichen Kontakt zu Maxim abgebrochen, obwohl es die schwerste Entscheidung ihres Lebens war. Die einzig richtige, aber niemals hätte sie damit gerechnet, dass ihre Gefühle für diesen Mann überdauern würden. Als sie ihm erneut begegnet, trifft sie die Erkenntnis umso schmerzhafter, die ihr aus seinen eiskalten Augen entgegenklirrt. Er hasst sie für das, was sie ihm angetan hat ... Maxims Zwillingsschwester Aurora hingegen ist der festen Überzeugung, dass die Gefühle ihres Bruders längst nicht so abgekühlt sind, wie es scheint. Deshalb hat sie es sich auch in den Kopf gesetzt, die beiden ehemaligen Liebenden wieder zusammenzuführen. Dumm nur, dass Maxim nicht mitspielt und alles tut, um Hannah von sich zu stoßen. Bis zu jener Nacht nach dem Klassentreffen, in der die kalte Fassade bröckelt ...

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    Nadine Ring

Vita

Nadine Ring

Nadine Ring hegt eine große Schwäche für schöne, tiefgreifende, taschentuchdezimierende Liebesgeschichten - sei es in Verbindung mit fantastischen Elementen oder im Kontext der Realität. Daher fühlt sie sich in den Genres Romantasy, Contemporary- und New-Adult-Romance sowie Romantic-Thrill ganz besonders gut aufgehoben. Im Dezember 1987 in Berlin geboren und aufgewachsen, hegt sie eigentlich den Wunsch vom Häuschen im Grünen. Nach einer vernünftigen Ausbildung folgte Nadine Ring ihrem Herzen und studierte ganz unvernünftig Germanistik und Publizistik.

Leseprobe

Kapitel 1
Wiedersehen

Immer wieder strich Hannah über das rötlich eingefärbte Papier. Sie zeichnete die hervorgehobenen Schneeflocken nach, die in demselben Weiß gehalten waren wie die geschriebenen Zeilen: Einladung zum Klassentreffen der Jahrgänge 2004 – 2008 am 21.12.2013. Treffpunkt: die Turnhalle des Florentin-Gymnasiums.
   Warum gerade in der Vorweihnachtszeit? Das letzte Treffen vor dreieinhalb Jahren – an dem sie nebenbei bemerkt auch nicht teilgenommen hatte – war im Sommer organisiert worden und somit sehr viel verlockender gewesen. Wer besaß kurz vor Weihnachten schon die Zeit, in dieses Kaff zu reisen? Die meisten feierten ohnehin auswärts, holten ihre zurückgebliebenen Familienangehörigen über die Feiertage zu sich, sodass es hier alljährlich wie ausgestorben wirkte.
   Hannah war eine der Wenigen, die dieses langweilige Örtchen nach ihrem Abschluss nicht verlassen hatte. Die meisten waren in größere Städte gezogen, um zu studieren, zu arbeiten oder Praktika zu absolvieren. Hannah war geblieben. Freiwillig. Nun ja, mehr oder weniger.
   Seufzend ließ sie die Einladung auf den Tisch gleiten, vergrub das Gesicht in den Händen und rieb ein paar Mal über ihre kalten Wangen. Die Heizung war schon wieder kaputt, bereits das dritte Mal innerhalb der letzten vier Wochen, aber sie hatte keine Lust, sich ständig mit dem Vermieter herumzuärgern. Er war ein ziemlich unfreundlicher Kauz.
   Hätte sie mehr Zeit gehabt, wäre sie bei der Wohnungssuche gründlicher vorgegangen, doch sie hatte es keinen Tag länger in ihrem Elternhaus ausgehalten. Zu viele Erinnerungen an den Wänden, in den Ecken, die fauchten und kratzten, wann immer sie ihnen zu nahe kam. Zudem hatte sie mit dem Verkaufserlös einen Teil der Schulden abbezahlen können. Immerhin.
   Als sie ihren Tee ausgetrunken hatte, zog sie sich Mantel, Schal und Handschuhe über und machte sich auf den Weg zur Arbeit. Dieses Mal würde sie nicht mit dem Fahrrad fahren – zu stürmisch.
   Sie mochte die Samstags-Spätschichten nicht, denn oftmals war das kleine Restaurant dann schrecklich laut und überfüllt. Dabei sollte man annehmen, nach fast sieben Jahren und unzähligen Spätschichten hätte sie sich allmählich daran gewöhnen müssen. Dem war nicht so. Sie hatte sich lediglich damit abgefunden. Wie mit so vielen Dingen, die sie nicht ändern konnte.

Unaufhörlich bewegte Hannah ihre Zehen, während sie die Bestellung einiger Jugendlicher entgegennahm. Die Wärme des Restaurants, das sie vor einer Viertelstunde durch den Mitarbeitereingang betreten hatte, brauchte eben ihre Zeit, um sich durch die aufgeweichten Schichten Stoff und das lädierte Leder zu kämpfen. Wer hätte auch ahnen können, dass drei Paar Socken plus Winterstiefel nicht ausreichend sein würden? Gut, die Schuhe waren alt und hielten nicht mehr so dicht, wie sie sollten, doch momentan konnte Hannah daran nichts ändern. Sie musste sparen und durfte sich keine Ausnahmen erlauben, auch wenn ihre Zehen darunter litten.
   Als sie die Nahrungswünsche der Teenager aufgenommen hatte, machte sie sich auf den Weg zurück an die Theke, um die Bestellung weiterzureichen.
   »An Tisch elf hat sich gerade eine kleinere Gruppe niedergelassen, könntest du dich darum kümmern? Lena ist vollkommen überfordert.«
   Hannah blickte in das gutmütige Gesicht ihrer langjährigen Kollegin Alma, ehe sie über ihre Schulter spähte, um Lena dabei zu beobachten, wie sie wild schnaufend durch den Laden stolperte. Sie war noch sehr jung, besuchte das letzte Jahr des Florentin-Gymnasiums und arbeitete erst seit Kurzem hier. Sie war eingestellt worden, als ihre Vorgängerin – ebenso jung, ebenso voller Tatendrang und Wünsche – gegangen war. So war das immer: Sie kamen und gingen. Als Hannah hier angefangen hatte, war sie auch so jung gewesen wie Lena und Anne und Marek und … sie konnte sich nicht mehr an die vielen Namen erinnern. Im Gegensatz zu all jenen war sie geblieben. Bis heute. Und das, obwohl sie immer hatte gehen wollen, um ihre Sehnsucht nach der Ferne zu stillen. Nach der großen, weiten Welt, die es zu entdecken gab – so viel schillernder, farbenfroher, lebendiger als dieses verschlafene Nest. Jetzt hatte sie nach so vielen Jahren endlich die Chance, nun war sie frei, doch die finanzielle Misere hielt sie hier. Es war (...)

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