Markus Scherr

Krimis & Thriller

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Vendetta - Alles auf Anfang

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Dr. Günther Wieser ist sich zunächst unsicher, ob er die Ermittlungen im vermeintlichen Mordfall am ehemaligen Kriminalkommissar Kurt Reinprecht übernehmen soll. Er befindet sich seit Jahren im Ruhestand. Aber warum hat der Tote einen Brief mit seinem Namen auf dem Umschlag hinterlassen? Als Hobbydetektiv kann Wieser der Versuchung nicht widerstehen, herauszufinden, warum Reinprecht getötet wurde und wer der Täter ist. So erkennt er fast zu spät, dass er ganz oben auf der Liste des Serienmörders steht, der mit ihm noch eine alte Rechnung zu begleichen hat ...

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Vita

Markus Scherr

Markus Scherr wurde 1976 im obersteirischen Eisenerz geboren. Nach dem Abschluss der Handelsakademie und der Absolvierung des Zivildienstes beim Roten Kreuz Eisenerz übersiedelte er nach Wien, wo er Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mit dem Zweitfach Pädagogik studierte. Seit dem Abschluss des Studiums ist er als selbständiger Medienpädagoge, Coach und Berater in der Erwachsenenbildung tätig. Die Freude am Lesen wurde schon früh von seiner Mutter und seinen Großeltern geweckt. Vor einigen Jahren regte sich in ihm der Wunsch, seine eigenen Geschichten zu Papier zu bringen. Seitdem widmet er sich leidenschaftlich dem Schreiben von Kriminalromanen. Er lebt in Wien und Eisenerz.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Kapitel 1
Freitag, 4. Januar 2013

Kurt nahm all seine Kraft zusammen und drückte den Bleistift so fest er konnte aufs Papier, doch seine rechte Hand zitterte so sehr, dass er anstatt eines Buchstabens nur ein kleines Loch zustande brachte.
   Er schnaufte. Ihm blieben nur wenige Minuten Zeit, und er wusste genau, dass er diese letzte Chance nutzen musste, um dem Morden endlich ein Ende zu setzen. Er hatte schon viel zu lange gewartet.
   Er konzentrierte sich nochmals auf das, was er schreiben wollte, leckte an der Spitze des Bleistiftes und führte ihn behutsam zum Papier. Diesmal klappte es. Ganz langsam schrieb er Vendetta – Sie müssen sie stoppen – auch ich wurde ermordet auf den Zettel. Danach folgte die Zahlen- und Buchstabenkombination 1972 ATWM1-5.
   Kurt setzte seine beinahe unleserliche Unterschrift darunter, schrieb Dr. Günther Wieser auf ein Kuvert und steckte den Zettel hinein. Er leckte über den Kleberand, drückte den Umschlag zu und legte ihn in seine Nachttischschublade.
   Kurt war sich ganz sicher, dass sein Mörder morgen kommen und ihn ins Jenseits befördern würde, doch er hoffte und betete, dass er das Kuvert nicht finden würde. Erschöpft sank er in sich zusammen und schlief sofort ein.

Kapitel 2
Samstag, 5. Januar 2013

Verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte bemühte sich Martina, ihren Mann ins Leben zurückzuholen, doch ihre Anstrengungen blieben erfolglos. Es war kurz nach vierzehn Uhr, Kurts Lebenszeit war endgültig abgelaufen.
   Tränen liefen ihr über die Wangen, sie schluchzte, drückte noch einige Male seinen Brustkorb nach unten und versuchte, Luft in seine Lungenflügel zu blasen.
   Irgendwann musste sie aufgeben. Ihre Lungen brannten wie Feuer, sie konnte kaum noch atmen und rang röchelnd nach Luft. Immer wieder schien sich ein schwarzer Vorhang vor ihren Augen zu schließen und wieder zu öffnen, ihr wurde heiß und kalt. Sie spürte, dass ihr Kreislauf beinahe kollabierte.
   Martina setzte sich auf den Boden, um nicht versehentlich bewusstlos auf ihrem toten Mann liegen zu bleiben.
   Sie war körperlich und geistig am Ende und musste sich eingestehen, dass sie nicht mehr mit den Wiederbelebungsmaßnahmen weitermachen konnte. Ihr Mann hatte seinen Kampf gegen den Tod ohnehin verloren.
   Kurt lag auf dem Bett. Er sah aus, als ob er friedlich schlafen würde, doch Martina ahnte, dass noch irgendeine Sache in seinem Leben unerledigt geblieben war.
   Bereits heute Morgen hatte er sich nicht gut gefühlt. Sie hatte ihn auf seinen schlechten Gesundheitszustand angesprochen, doch er hatte nur kurz erwidert, dass er im Falle seines Ablebens in der Nachttischschublade eine Nachricht hinterlassen werde.
   Martina sammelte sich, trocknete die Tränen und rappelte sich hoch. Sie öffnete die Schublade und betrachtete das kleine Kuvert. Warum hatte Kurt den Brief an den Großvater ihrer Nachbarin Cornelia gerichtet? Es musste ihm sehr wichtig gewesen sein, die Schrift wirkte, als hätte es ihn viel Mühe gekostet.
   Das Kuvert war schon viele Jahre alt, der Klebstoff haftete nicht mehr gut.
   Martina löste die Klebestelle mit Leichtigkeit.
   »O mein Gott!« Welche düsteren Geheimnisse hatte er mit ins Grab genommen?
   Cornelias Großvater war viele Jahre lang Hobbydetektiv gewesen, doch Martina hatte bisher keine Ahnung gehabt, dass auch ihr Mann darüber Bescheid gewusst hatte.
   Scham kroch ihr brennend ins Gesicht. Martina steckte den Zettel hastig zurück und leckte an dem Kleber. Nun war kaum noch zu erkennen, dass sie den Brief geöffnet hatte.
   So schnell sie konnte, rannte sie zur Tür hinaus und in den dritten Stock hinauf. Dort klingelte sie an der Tür mit dem Namensschild Wieser. Nichts war zu hören, niemand öffnete. Sie schwankte und klammerte die Finger an den Türrahmen. Aufgrund der ganzen Aufregung hatte sie völlig vergessen, dass Cornelia mit ihrem Großvater einen Thermenurlaub gebucht hatte.
   Was sollte sie nur tun? Sie konnte Kurt unmöglich tagelang in seinem Bett liegen lassen. Verunsichert ging sie wieder nach unten, legte das Kuvert in Kurts rechte Hand, und (...)

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