Thea Maron

Heartbeat Moments

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Ich warte ganz allein auf dich

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Als Finn in einem Münchener Café Linnea begegnet, ist es um ihn geschehen. Hals über Kopf verliebt er sich in die hübsche Frau, und auch Linnea kann sich dem Charme des attraktiven Mannes nicht entziehen. In den nächsten Wochen sind sie glücklich miteinander, doch Finns Halbbruder Benjamin gefällt diese Liebe nicht. Er hat ebenfalls ein Auge auf Linnea geworfen. Als Finn für einen Monat dienstlich nach Indien reisen muss, nutzt Benjamin das schamlos aus und umgarnt nun selbst Linnea. Hierbei schreckt er auch vor Lügen und Intrigen nicht zurück, um sie für sich einzunehmen. Die junge Liebe wird auf eine harte Probe gestellt. Hat Finn sich etwa in die falsche Frau verliebt? Gelingt es Benjamin tatsächlich, das junge Glück zu zerstören?

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Vita

Thea Maron

Ursprünglich ist Thea Maron Diplombiologin, doch eines Tages fand sie - mehr oder weniger durch einen Zufall - heraus, dass Schreiben noch schöner ist als im Labor zu arbeiten. Seitdem schreibt sie einen Großteil ihres Tages sowohl Geschichten für Kinder als auch für Erwachsene. Gelegentlich schreibt sie auch Heftromane oder veröffentlicht Kurzgeschichten in Zeitschriften. Thea Maron lebt mit ihrer Familie im Rheinland zwischen Bonn und Köln.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Hast du eigentlich immer noch keinen Mann?

1. »Autsch, verdammt!« Finn zuckte zurück. Ein heftiger Schmerz durchfuhr ihn, vor allem seinen Kopf, und gleichzeitig eine Wut auf
   diese dämliche Kante am Treppengeländer, die doch schon seit Ewigkeiten da war, und die er eigentlich zur Genüge kennen sollte. Er wohnte ja nicht erst seit gestern hier, und er legte auch nicht zum ersten Mal ein paar Dinge auf dem Fußboden neben der Treppe ab, um sie bei nächster Gelegenheit mit in den Keller zu nehmen.
   Was war bloß los mit ihm? Im Moment passierten ihm ständig so komische kleine Unfälle. Er passte zurzeit einfach nicht richtig auf.
   Vorsichtig betastete er die Stelle über der Stirn, die höllisch wehtat – und zog eine blutverschmierte Hand zurück. Ihm wurde flau im Magen. Schnell zog er ein Taschentuch aus der Hosentasche und presste es auf die blutende Stelle. Als auch das Taschentuch sekundenschnell durchnässt war, lief er in die Küche und riss etwas von der Küchenrolle ab und ersetzte das Taschentuch.
   Vielleicht wäre es doch ganz gut, wenn er sich kurz beim Arzt melden würde. Sein Hausarzt würde sich freuen, ihn einmal wiederzusehen.
   Finn war nicht gerade das, was man einen regelmäßigen Arztgänger nannte. Genauer gesagt ging er nur hin, wenn es sich nicht mehr vermeiden ließ. Wenn er quasi dahinkriechen musste. Jetzt musste er zwar nicht direkt kriechen, aber eine Platzwunde konnte selbst er nicht ignorieren, und so musste sich Finn notgedrungen auf den Weg zum Arzt machen.
   Die Praxis Nettekoven war nicht weit entfernt. Sie lag gleich neben dem kleinen Einkaufszentrum an der Ecke und war zum Glück nicht voll. Finn war der erste Patient an diesem frühen Morgen, und so konnte er ohne Umweg über das Wartezimmer ins Sprechzimmer durchgehen.
   »Guten Tag, Herr Langenbacher«, sagte der Arzt freundlich. Finn wunderte sich, dass er ihn nach so vielen Jahren der Abwesenheit überhaupt noch mit Namen kannte.
   »Ich ahne, weshalb Sie zu mir kommen. Nehmen Sie bitte auf der Liege Platz.«
   »Zuerst dachte ich, ich muss überhaupt nicht kommen«, sagte Finn, der schon wieder daran zweifelte, ob es nicht vielleicht doch übertrieben gewesen war, überhaupt zum Arzt zu gehen. »Aber es hört und hört nicht auf zu bluten. Verflixt noch mal, gestern klemm ich mir den Finger in einer Schublade ein, vorgestern säbel ich mir beim Tomatenschneiden in den Finger und heute krache ich mit dem Kopf gegen das Treppengeländer. In der letzten Zeit passieren mir ständig so komische Unfälle. Ich dachte auf jeden Fall, dass es besser ist, wenn ich mal zu Ihnen hereinkomme.« Er wunderte sich über sich selbst, dass er plötzlich so redselig war. Das war sonst nicht seine Art. Auf einmal, wie er da so auf der Liege saß, fühlte er sich unendlich müde und erschöpft. Unerklärlicherweise war er plötzlich nur froh, dass sich jemand um ihn kümmerte. Die letzte Zeit war für ihn anstrengend gewesen. Vielleicht lag es daran, dass er sich plötzlich so durcheinander und seltsam fühlte.
   Er hatte sich vor einem Jahr als Ingenieur selbstständig gemacht, und seitdem war er kaum mehr zum Pausemachen gekommen. Freie Wochenenden oder einfach mal vor dem Fernseher abschalten waren regelrechte Fremdworte für ihn geworden.
   »Sie haben auf jeden Fall gut daran getan, zu mir kommen.« Vorsichtig entfernte Dr. Nettekoven den provisorischen Verband und besah sich die Wunde am Kopf. »Das sieht zum Glück schlimmer aus, als es ist«, sagte er einem Augenblick später. »Kopfwunden dieser Art haben es an sich, dass sie stark bluten. Aber ich muss nicht einmal nähen, etwas Wundkleber reicht aus.« Kurze Zeit arbeitete er konzentriert. »Das war es schon«, sagte er dann. »Nehmen Sie doch bitte noch einen Moment Platz, Herr Langenbacher.« Er zeigte auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch und setzte sich selbst dahinter. »Wie ist das nun eigentlich genau passiert?«
   »Das war wirklich eine ganz dumme Sache«, antwortete Finn. »Ich wollte ein paar Dinge bei mir zu Hause neben der Treppe abgelegen, so wie ich es immer mache. Wenn ich das nächste Mal in den Keller gehe, nehme ich die Sachen mit. Dabei bin ich gegen die Kante vom Geländer gestoßen. Ich habe das Gefühl, ich passe im Moment irgendwie nicht richtig auf.« (...)

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