Dagmar Helene Schlanstedt

Kinder- & Jugendbücher

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Witara - Weltenspur

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Marka ist 14, als ihre Träume ihr einen Schock versetzen. Was sie träumt, findet sie in den alten Büchern ihrer Großmutter wieder. Um einen Zufall auszuschließen, forscht sie mit ihrem Bruder Claudio nach. Sie folgen den Spuren aus Träumen und Geschichten und werden in den Tiefen einer Kupfermine auf gespenstische Weise nach Witara katapultiert. Die mystische Welt existiert wirklich, doch ein skrupelloser Ausgestoßener treibt das friedliche Witara auf den Untergang zu. Der zukünftige Erste Daanjo ist ermordet worden und niemand scheint zu wissen, wie es weitergehen soll. Mithilfe von Kujo finden sie ein heiliges Refugium, das ihnen einen Blick in vergangene Daseinsebenen gestattet. Sie brauchen dieses Wissen zurück bis zum Anbeginn der Zeit, um dem Wahnsinnigen entgegen- treten zu können. Marka und Claudio glauben, dem Geheimnis auf die Spur gekommen zu sein, doch die Bedrohung nimmt erst ihren Anfang …

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Vita

Dagmar Helene Schlanstedt

Dagmar Helene Schlanstedt, geboren 1956, ist in Sachsen Anhalt zu Hause. Ihr ursprünglicher Beruf als Kommunikationstechnikerin machte ihr lange Zeit Freude, bis die Liebe zur Natur siegte und sie mit einem Kräuterlädchen einen Neuanfang wagte. Endlich angekommen, unterstützt sie seitdem Ratsuchende mit ihren Kräuter-und-Energie-Heilungen. Nebenher ist das Schreiben von Geschichten in Versform, aber auch Fantasy um irgendwelche kleine Wesen, ihre große Leidenschaft.

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    Cyana - Weltenspur 2

    Stell dir vor, du triffst in der Vergangenheit auf deinen bösartigen Vater in jungen Jahren und er (...)

Leseprobe

Mansfelder Land, 1. März

Kapitel 1 – Kalt erwischt


Es war Samstag und ich wollte ausschlafen. Windböen pfiffen durch die Dachritzen und ich mummelte mich tiefer in die Decke ein. Fehlte nur noch, dass es anfing zu schneien.
   Gerade, als ich mich wieder auf das schöne Gefühl konzentrieren wollte, das mein Traum hinterlassen hatte, überkam es mich. O nein, morgen ist Claudios vierzehnter Geburtstag. Sofort war ich hellwach, denn mein Bruder wollte unbedingt eine gigantische Party veranstalten.
   Widerwillig öffnete ich die Augen. Ob ich wollte oder nicht, ich musste aufstehen. Hinter der Schräge meines Dachfensters zogen dunkle Wolken auf. Ich fröstelte. Mutsch hatte mich dazu verdonnert, bei den Vorbereitungen mitzuhelfen. Sie war immer beschäftigt und verbrachte kaum Zeit mit uns. Claudio und ich lebten allein mit ihr. Das mit unserem Vater hatte sich gleich nach seiner Geburt erledigt. Mit einem Kloß im Magen setzte ich mich im Bett auf. Nur allzu gern hätte ich mich gedrückt vor dem ganzen Stress. Aber wie?
   »Du hast doch den ganzen Tag Zeit«, hatte Mutsch versucht, mir einzureden. »Da kannst du mir auch beim Kuchenbacken zur Hand gehen.« Sie hatte mir kurz übers Haar gestrichen und war gegangen. Ich hatte nicht einmal die Chance gehabt, ihr zu widersprechen. Doch so einfach wollte ich mich nicht vor vollendete Tatsachen stellen lassen. Ich half ihr schließlich schon mehr als genug. Deshalb durfte es nicht zur obersten Priorität werden, auch wenn sie mich gern als Ältere hinstellte.
   Dabei war Claudio gerade mal neun Monate später zur Welt gekommen als ich. Rein rechnerisch gesehen waren wir wegen seiner Frühgeburt für das nächste Vierteljahr gleichaltrig. Nur mit dem Unterschied, dass ich als Mädchen für die Küchenarbeit taugte, Claudio hingegen Zwiebeln zum Weinen brachten, wenn er helfen sollte. Weil das jedes Mal so war, war ich momentan an dem Punkt angelangt, an dem ich hätte platzen können. Aber diesmal, das schwor ich mir, würde ich mich elegant drücken. Jawohl, das sah ich überhaupt nicht mehr ein. Sollte er seinen Kram allein machen. Ich konnte schließlich auch nie auf Hilfe von ihm bauen. Sich krank zu stellen, empfand ich als eine taktisch kluge Lösung. Ich litt sowieso seit Kurzem unter plötzlich auftretenden Kopfschmerzen. Da brauchte ich nicht einmal ein schlechtes Gewissen zu haben. Um meine Ausrede so perfekt wie möglich zu gestalten, vergrub ich mich unter der warmen Bettdecke. Doch mein hitziges Gesicht reichte mir nicht aus, deshalb stöhnte ich vorsichtshalber noch ein bisschen. Unsere Wohnung war hellhörig genug, es würde bestimmt jeder hören. Ich tat dies, bis ich Schritte hörte.
   »Raus aus den Federn, du Schlafmütze.«
   Mutsch riss mir vergnügt lächelnd die Bettdecke vom Gesicht. Sie trug ihren wuscheligen, orangefarbenen Bademantel, der ihr so gut stand. Ich rieb mir über die Stirn und verzog wehleidig das Gesicht.
   »Du weißt doch«, fügte sie leiser hinzu, »dass wir jede Menge zu tun haben.«
   In ihren Worten schwang Sorge mit. Innerlich jubelnd senkte ich die Lider und setzte eine noch wehleidigere Miene auf, als wenn ich Schmerzen hätte.
   Mutsch ließ sich auf die Bettkante nieder und betrachtete mich mit kummervollem Blick. »Ist alles in Ordnung?«
   Sie beugte sich über mich und tätschelte meine Wange. Um sie nicht ansehen zu müssen, drehte ich mich weg. Doch sie fasste nach meinem Kinn und drückte es zurück. Die Spitzen ihrer langen Haare strichen über mein Gesicht. Sie waren ebenso kohlrabenschwarz wie meine.
   »Das ist nicht komisch, Marka«, sagte sie mit einem gefährlich tiefen Blick in meine Augen. Irgendwie sah sie traurig aus. »Könnte es sein, dass du deine fünf Minuten hast?«
   Sie meinte meine Kopfschmerzen, die manchmal aus heiterem Himmel auftraten, und genauso schnell wieder verflogen.
   »Ich glaube ja«, presste ich hervor. Blöderweise errötete mein Kopf wie ein Feuermelder. Mutsch verzog den Mund. Ich hoffte, es war kein Grinsen. Na gut, dann muss ich eben einen Fieberschub vortäuschen. Ich stieß die Bettdecke mit den Füßen weg, als würde ich schwitzen und gab einen lang gezogenen Stoßseufzer von mir. Das musste sie jetzt aber endgültig (...)

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