Kelly Stevens

Heartbeat Moments

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    Kelly Stevens

Vita

Kelly Stevens studierte in England Literatur und Kreatives Schreiben und arbeitete in Deutschland in verschiedenen Jobs im Medienbereich. Sie schreibt Erotic Romance in allen möglichen Längen und Variationen, von Kurzgeschichte bis Roman. Als Kelly Stevens veröffentlicht sie bei Verlagen, als Indie-Autorin ist sie als K. C. Stevens unterwegs.  

Leseprobe

Kapitel 1

»Sie müssen mir helfen, bitte! Mein Bildschirm ist schwarz, ich weiß nicht, ob er kaputt ist, aber ich muss dringend eine Datei bearbeiten.«
   Die Stimme der Anruferin klingt leicht panisch. Ich murmele ein paar beruhigende Worte, sehe auf meinen eigenen Bildschirm, auf dem der Cursor blinkt, und schließe meine Augen. Mental gehe ich die möglichen Fehlerquellen durch, bis mir etwas Gelbes auffällt. Ein Quietscheentchen? »Gibt es am Verbindungskabel von Monitor zu PC etwas Gelbes?«
   »Nein, das Kabel ist schwarz.«
   Ich runzle die Stirn. »Könnten Sie vielleicht einmal nachschauen, bitte? Da muss irgendetwas Gelbes sein, das den Fehler verursacht hat.«
   Einem Mann gegenüber hätte ich nicht so gesprochen, aber bei dieser Frau ahne ich schon, was gleich passieren wird. Ein paar Sekunden herrscht Schweigen am anderen Ende der Leitung, dann bekomme ich undeutlich ein »Das darf doch nicht wahr sein, wie kommt denn das hierhin?« mit. Sekunden später ist sie wieder deutlich hörbar.
   »Ein gelbes Quietscheentchen. Mein Sohn scheint beim Spielen das Kabel rausgerissen zu haben. Jetzt geht der Bildschirm wieder. Wie haben Sie das nur gewusst, es ist ja fast so, als ob sie es gesehen hätten?«
   Ich lächele, verabschiede mich mit einer unserer Callcenter-Standardfloskeln und werfe einen Blick auf meinen Bildschirm. Es ist kurz nach zehn Uhr abends, meine Schicht ist für heute beendet. Ich nehme mein Headset ab, logge mich im System aus und ziehe meine Tasche unter dem Schreibtisch hervor. Auf dem Weg nach draußen stecke ich noch schnell den Kopf ins Teamleiterbüro. »Ciao Christa, bis morgen Mittag um zwölf?«
   »Ciao Nicole, schönen Feierabend.« Christa, meine Lieblingsteamleiterin, nickt mir zu, bevor sie sich wieder ihrem Rechner zuwendet.
   Ich laufe die breite Treppe hinunter und gelange vom neonerhellten Großraumbüro im zweiten Stock einer ehemaligen Fabrikhalle auf einen Berliner Hinterhof mit schummriger Beleuchtung, wo ich mein Fahrrad abgestellt habe. Reflexartig checke ich mein Smartphone, bevor ich meine Tasche in den Fahrradkorb werfe. Sechs Anrufe in Abwesenheit, alle von einer unterdrückten Nummer. Während ich noch überlege, wer mich angerufen haben könnte, klingelt es erneut.
   »Hallo?«, melde ich mich.
   »Könnte ich bitte mit Madame Jana sprechen?« Die Stimme gehört einem Mann. Sie klingt nicht unsympathisch, dennoch spüre ich einen kalten Luftzug im Nacken und halte instinktiv die Luft an. Madame Jana ist mein Künstlername, den nur wenige Menschen kennen, und die Stimme des Anrufers kenne ich nicht. »Am Apparat.« Weder habe ich eine Website noch schalte ich Anzeigen; mein kleiner Nebenjob ist nur wenigen Leuten bekannt, und genau so soll es eigentlich auch bleiben.
   »Ein Bekannter hat mir Ihre Nummer gegeben, Karim Karaman?«
   Es klingt wie eine Frage. Karim ist ein junger Unternehmer, den ich seit zwei oder drei Jahren regelmäßig berate und der mich schon einige Male weiterempfohlen hat. »Na gut. Worum geht es denn?« Ich bemühe mich, geschäftsmäßig zu klingen, während ich gleichzeitig versuche, mein Fahrradschloss zu öffnen.
   »Nicht am Telefon. Können wir uns treffen? Morgen um halb zehn im Ritz. Im Foyer.«
   Das geht mir gerade alles zu schnell. »Mo…« Moment, wollte ich sagen, werde aber abgelenkt, weil mein Fahrrad mir wegrutscht und krachend auf den Asphalt fällt. Schnell greife ich nach meinem Smartphone, das mir ebenfalls aus der Hand zu gleiten droht.
   »Morgen um halb zehn«, höre ich noch, bevor die Verbindung unterbrochen wird.

Ich bin kein Frühaufsteher. Diese Tatsache wird mir am nächsten Morgen im Bad wieder einmal bewusst, während ich verschlafen versuche, Make-up aufzulegen. Madame Jana trägt dunkelroten Lippenstift, Rouge und Smokey Eyes. Außerdem trägt sie ihre langen blonden Haare offen und nicht in dem praktischen Zopf, den ich mir normalerweise morgens mache.
   Da ich vermute, nach dem Termin im Ritz mehr oder minder direkt zum Callcenter fahren zu müssen, entscheide ich mich für Jeans, flache Schuhe und ein weißes T-Shirt, über dem ich eine bunt gemusterte Tunika trage. Ein halbes Dutzend Ketten und Armreifen (...)

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