Jutie Getzler

Romantik & tiefe Gefühle

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Lara & Lou - 10 Tage in Vancouver 1b

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Nach einem etwas holprigen Start in Deutschland geht es für Lara und Lou für einige Jahre ebenso wenig gradlinig weiter, bis sie sich endlich den Traum von der eigenen Farm erfüllen können. Nachdem Patrick und Aimy an einem Schicksalsschlag zu zerbrechen drohen, taucht plötzlich auch in Laras und Lous Umfeld eine Bedrohung auf, die sie lange für überwunden hielten und die ihnen nun das Liebste nehmen will. Doch hat diese Person nicht mit den drei „L“ gerechnet, einem Team, besser als es die drei Fragezeichen je gewesen sind.

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Vita

Jutie Getzler

Jutie Getzler lebt mit ihrem Mann, ihren Söhnen, einer Katze, einem Häschen und vielen Goldfischen in einem kleinen Vorort Dormagens zwischen den Großstädten Köln und Düsseldorf. Neben dem Schreiben, was sie am meisten interessiert, arbeitet sie als chemisch-technische Assistentin und zumeist in den Abendstunden als Yoga- & Pilates-Trainerin. Einer Eingebung zufolge begann sie im Sommer 2003 mit dem Schreiben. Völlig blauäugig hämmerte sie innerhalb eines halben Jahres über tausend Seiten einer fünfteiligen Geschichte in ihren Computer, die unaufhaltsam wuchs. Sie hatte keine Ahnung, wie sie aus diesem Wust an Text ein Buch zauberte. Es kostete sie elf Jahre und mehr als drei Startversuche, aus diesem Chaos-Manuskript ein vernünftiges Buch zu kreieren, vor allem ein „gut lesbares“ Buch. Drei der fünf Manuskripte erschienen im Juli 2016 als interaktiver Roman, der inzwischen auch drei kleine Ableger bekommen hat, die über das Jahr 2017 verteilt erschienen sind.

Leseprobe

Kapitel 1
Der nächste Morgen, Ende September

Die Bettdecke fühlt sich klamm an. Mit zu Fäusten geballten Händen liege ich da und spüre ein Rinnsal zwischen meinen Brüsten, kaum dass ich einigermaßen wach bin. Mein Nacken schmerzt, mein Kopf ebenso. Ich muss total verkrampft da gelegen haben, wenn selbst die Arme wehtun. Vorsichtig bewege ich jeden einzelnen Finger und muss feststellen, dass die Gelenke auch erst wieder gängig gemacht werden müssen. Was habe ich letzte Nacht getrieben? Eine bleierne Müdigkeit steckt mir in den Knochen, und ich spüre einen üblen Druck auf dem Herzen, der mir die Atmung erschwert. Auch wenn ich mich bemühe und zwingen muss, entspannen gelingt kaum.
   Betont langsam kralle ich meine noch steifen Finger in die Decke und versuche, sie höherzuziehen, da ich am ganzen Leib zittere, als hätte ich einen Fieberanfall mit Schüttelfrost, aber sogar das ist anstrengend und bringt auch überhaupt nichts, denn davon wird mir nicht wärmer. Ich fühle mich wie gerädert, vollkommen schwach, und allein die Augen offen zu halten fällt unsagbar schwer.
   Die Erinnerungen an den Vorabend klammern sich wie unliebsame Folterinstrumente an mir fest, als möchten sie mich nie mehr loslassen. Was habe ich nur angerichtet?
   Stille im Raum, außer einer tickenden Uhr ist nichts zu hören. Behäbig drehe ich den Kopf zur Seite und fixiere die Zeiger. Sieben Uhr. Draußen wird es langsam hell. Die Tropfen an der Fensterscheibe und das Pfeifen des Windes ums Häusereck lassen ein grauenhaftes Wetter erahnen. Welcome back to Germany, denke ich verbittert, und selbst in Gedanken ist Sarkasmus durchaus möglich. Ich stoße einen Seufzer aus, der meinen Brustkorb kurz zum Vibrieren bringt. Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich mindestens zwei Stunden am Stück geweint, bevor ich in einen unruhigen und wenig erholsamen Schlaf geglitten war. Was hätte die Sache mit Lou und mir in Deutschland schön werden können, wäre ich nur nicht so selten dämlich gewesen, zu glauben, meine Lügerei würde nicht auffliegen.
   Ich wünsche mir eine Dusche. Meine Haut ist feucht, das T-Shirt klebt an mir wie ein Neoprenanzug. Ich hatte einen fürchterlichen Albtraum, der mich dermaßen mitgenommen hat, dass diese nächtliche Schwitzattacke nicht verwunderlich ist.
   Lou ist abgehauen, hat sich seine Tasche geschnappt, mir einen letzten enttäuschten Blick zugeworfen und ist danach wortlos aus der Wohnung gestürmt. Vollkommen normal, nach einem solchen Traum verschwitzt und gerädert zu sein. Mein Atem geht stoßweise, was für eine Horrorvorstellung.
   Im nächsten Moment überfällt mich ein Panikgefühl. Was, wenn das vielleicht gar kein Traum gewesen ist? Ist er wirklich weg? Wie konnte all das nur geschehen?
   Nach einigen verzweifelten Anläufen rapple ich mich mühevoll hoch, wanke zur Wohnzimmertür und drücke möglichst geräuschlos die Klinke nach unten. Ängstlich linse ich durch den Türspalt, wage dabei kaum zu atmen, dermaßen angespannt und nervös bin ich.
   Lou liegt auf der Couch, die Hände hinterm Kopf verschränkt und starrt mit weit offenen Augen an die Decke. Sogar das Klimpern seiner langen dunklen Wimpern kann ich von hier aus erkennen. Ich halte kurz die Luft an. Meine Güte, die Situation ist unerträglich. Wie gern möchte ich zu ihm hinübergehen und mich entschuldigen, immer und immer wieder. Meine Nase kitzelt, mit unterdrücktem Atem schlucke ich und habe im selben Moment Schiss, ich muss niesen und er entdeckt mich.
   Ebenso lautlos wie zuvor versuche ich, die Tür zu schließen, in der Hoffnung, er bemerkt mich nicht doch noch.
   Ich verfluche meine Feigheit. Ja, ich habe nicht einmal den Mumm, ihm gegenüberzutreten. Meine Kehle schnürt sich kontinuierlich ein wenig enger zusammen. Als ob ständige Entschuldigungen irgendwas bewirken würden, motzt eine Stimme in meinem Innern. Einmal Vertrauen zerstört, für immer verschissen. Dieser selbstzerstörerische Gedanke treibt mir ein Frösteln über die Haut und setzt sich in meinem Kopf fest. Das bist du selbst schuld, du solltest dich schämen. Warum hast du ihm nicht am ersten Tag gesteckt, dass Patrick der Grund deiner Reise war. Bestimmt hätte er sich trotzdem in dich verliebt, nörgelt die Stimme weiter.
   Ich drehe der Tür den Rücken zu und ziehe mich (...)

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