Jutie Getzler

Romantik & tiefe Gefühle

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10 Tage in Vancouver

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Ist es möglich, dass einem der Typ aus dem Fernseher dermaßen den Verstand raubt, dass man an nichts anderes mehr denken kann? Ja, ist es. Das muss Lara am eigenen Leib erfahren. Nach langem, erbitterten Kampf gegen die Gefühle für ihn, einem vollkommen fremden, weit entfernten Schauspieler, gibt sie ihren inneren Widerstand auf und beschließt, ihn in Vancouver, dem Drehort der Serie, zu suchen. In drei verschiedenen Varianten mit unterschiedlichem Ausgang erlebt sie Dinge, die sie sich in Düsseldorf nicht hätte träumen lassen. Wird es ihr gelingen, ihn in der Riesenmetropole Kanadas zu finden? Wird sie auf jemand anderen treffen? Oder wird sie mit demselben Liebeskummer heimfliegen, mit dem sie nach Vancouver kam?

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Vita

Jutie Getzler

Jutie Getzler lebt mit ihrem Mann, ihren Söhnen, einer Katze, einem Häschen und vielen Goldfischen in einem kleinen Vorort Dormagens zwischen den Großstädten Köln und Düsseldorf. Neben dem Schreiben, was sie am meisten interessiert, arbeitet sie als chemisch-technische Assistentin und zumeist in den Abendstunden als Yoga- & Pilates-Trainerin. Einer Eingebung zufolge begann sie im Sommer 2003 mit dem Schreiben. Völlig blauäugig hämmerte sie innerhalb eines halben Jahres über tausend Seiten einer fünfteiligen Geschichte in ihren Computer, die unaufhaltsam wuchs. Sie hatte keine Ahnung, wie sie aus diesem Wust an Text ein Buch zauberte. Es kostete sie elf Jahre und mehr als drei Startversuche, aus diesem Chaos-Manuskript ein vernünftiges Buch zu kreieren, vor allem ein „gut lesbares“ Buch. Drei der fünf Manuskripte erschienen im Juli 2016 als interaktiver Roman, der inzwischen auch drei kleine Ableger bekommen hat, die über das Jahr 2017 verteilt erschienen sind.

Leseprobe



Entschluss
Anfang August

Der Sommer zieht gnadenlos vorüber.
   Nachdenklich stehe ich am Fenster und blicke in den tristen Innenhof hinter dem Mehrfamilienhaus, in dem ich ein kleines Apartment bewohne. Ein typisch verregneter Sonntag in Düsseldorf. Ich habe das Gefühl, mein Leben rast an mir vorbei wie dieser Sommer. Mit meinen sechsundzwanzig Jahren gehöre ich zwar noch nicht zur besorgniserregenden Gruppe der hoffnungslosen Fälle, andere in meinem Alter sind jedoch längst verheiratet, haben teilweise schon Kinder. Wie meine Schwester beispielsweise, die nur ein Jahr älter ist als ich. Eine meiner Arbeitskolleginnen wird im Oktober heiraten. Wenn ich es mir recht überlege, kenne ich in meinem näheren Umkreis nicht einen Single außer meiner Wenigkeit. Dumm nur, dass in meinem Leben niemand in Sichtweite ist, der mich auch nur ansatzweise interessieren würde. Zumindest nicht in Düsseldorf.
   Bedrückt beginne ich den Tisch abzuräumen, stehe kurze Zeit später in meiner kleinen Küche, um das bisschen Geschirr abzuwaschen, das ein Single an einem einsamen Wochenende produziert. Mit einem tiefen Seufzer starre ich in das immer trüber werdende Abwaschwasser, sehe wie in einer endlosen Zeitschleife sein Gesicht vor mir. Ein perfekteres habe ich nie vorher gesehen.
   Seit einigen Monaten befinde ich mich in diesem erbarmungswürdigen Zustand realitätsferner Schwärmerei. Selbstverständlich zu jemandem, der kaum weiter entfernt sein könnte. Der schier unerreichbar zu sein scheint. Seit dieser Zeit bin ich nicht mehr ich selbst, fühle mich wie gefangen. Im Alltag funktioniere ich nur noch leidlich, bin mit meinen Gedanken meist woanders. Ich habe keine Ahnung, wie ich ihn aus meinem Kopf bekommen soll. Ich scheine in einem dichten Nebel aus Emotionen und Träumen festzustecken.
   Als ich im März zufällig die Pilotfolge dieser neuen US–Serie sah, war ich total geflasht. Sein verlorener Blick in die Kamera traf mich mitten ins Herz, löste unvorbereitet Gefühle in mir aus, die mir in dieser Intensität fremd waren. Es war wie eine innere Explosion, ein eigenartiger aufwühlender Moment. Ich fühlte mich sonderbar berauscht, die Hitze stieg mir ins Gesicht, mein Magen krampfte sich zusammen und in mir geschahen urplötzlich Dinge, die ich nicht erklären konnte. Neue, einzigartige, nie da gewesene Empfindungen.
   Sein Seriencharakter Mark fühlt sich allein, ist anders als alle anderen. Nicht von dieser Welt muss er seine übernatürlichen Fähigkeiten vor der Menschheit verbergen, was ihn mit jeder Folge einsamer werden lässt. Sein trauriger Blick trifft mich von Woche zu Woche mehr, zieht mich in seinen Bann, ich kann nicht sagen wie sehr.
   Vom ersten Moment an fühlte ich mit ihm, seine Einsamkeit gleicht meiner. Ich habe zwar viele Frösche geküsst, nur wurde aus keinem von ihnen der ersehnte Prinz.
   Blickt Mark vom Bildschirm aus in meine Augen, klopft mein Herz bis zum Hals. Höre ich seine samtweiche Stimme, macht sich eine Gänsehaut auf den Weg, und ich fange an zu träumen. Von einem Treffen mit ihm, von einem Leben mit ihm. Von der ganz großen Liebe.
   Seufzend stelle ich das trockene Geschirr an seinen Platz. Meine Gefühle für ihn können weder echt noch normal sein. Ich muss ihn vergessen. Sinnlose, schmerzhafte Zeitverschwendung, gegen die ich nichts tun kann. Ich habe es versucht. Was auch immer ich mir an selbst auferlegten Ablenkungsstrategien ausgedacht habe, nichts hatte bisher die Macht auf Dauer dagegen anzukommen. Trotz aller Bemühungen, realistisch zu bleiben, weiß ich tief in meinem Inneren, mein Herz will nur einen: Patrick Wellet. Ihn, den Hauptdarsteller meiner neuen Lieblings Serie SmartTown, die mittlerweile in den USA in ihre dritte Staffel geht. Patrick, in seiner ersten großen Rolle als Mark Quent.
   Ununterbrochen geistert er in meinem Kopf umher. Meine Besessenheit geht schon so weit, dass ich meinen diesjährigen Urlaub in Kanada verbringen möchte. Genau genommen in Vancouver, wo diese Serie produziert und gedreht wird und er aus diesem Grund momentan lebt.
   Immer wieder versuche ich, mir unser erstes Treffen auszumalen. Es ist total verrückt, in meiner Fantasie aber greifbar, fühlbar, absolut real. Meine Gedanken drehen sich nur noch um ihn. Gedanken, die in (...)

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