Alva Furisto

Krimis & Thriller

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Der Overview-Effekt - 6:42 Uhr

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Nach ihrer turbulenten Flucht versteckt Anna den Erzbischof John Meyer vor der Organisation ICARUS im weit abgelegenen Westerwald. Doch die weltweit vernetzte Gruppe bleibt ihnen auf den Fersen. In dieser ausweglosen Lage wendet sich Anna an Robert. Der vermeintliche Buchagent ist mit seinem Vermögen in korrupte, internationale Geschäfte verwickelt. Ambivalent in ihren Gefühlen, folgt sie ihrem Instinkt und unterstützt ihn im Kampf gegen die Tarnorganisation. Plötzlich taucht Roberts Name auf einer Liste der Geldgeber auf. Spielt er ein falsches Spiel? Trotz aller Vorbehalte, die Anna noch immer gegenüber dem Erzbischof hegt, kooperiert sie mit ihm, um den unsichtbaren Gegner aufzuspüren. Aber die Basis einer weltweiten Unterdrückung wurde längst geschaffen. Können Anna und John diese Entwicklung noch stoppen? Band 2 der „6:42 Uhr“-Dilogie

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Vita

Alva Furisto

Alva Furisto wurde 1979 in Mainz geboren. Ihre Kindheit war geprägt von kleinen Abenteuerreisen, die sie mit ihrem Pony unternahm. Dabei erkundete sie im Umkreis von dreißig Kilometern ihres Wohnortes jeden Winkel und ließ ihrer Fantasie freien Lauf, welche Geschichten sich an den verborgenen Orten, die sie fand, abgespielt haben mochten. Wenn auch der Drang zur Kreativität sie nicht losließ, trat sie nach dem Abitur im Jahr 1999 in die Fachhochschule für Finanzen ein. Diese schloss sie mit dem Titel Diplomfinanzwirtin (FH) ab. Während sie sich in ihrem Beruf mit der Materie von Gesetzestexten und ihrer Subsumtion beschäftigte, begann sie 2005, wieder ihrer Leidenschaft für Geschichten zu frönen und arbeitete an ihrem ersten Roman. Eine berufliche Veränderung führte sie 2006 in den Westerwald. Dort lebt sie seither und veröffentlichte ihren Debütroman „6:42“ in den zwei Bänden: „Der PSI-Effekt“ und „Der Overview-Effekt“ im bookshouse Verlag. Derzeit überarbeitet sie einen Thriller und schreibt an einem Jugendroman und einer tragischen Komödie für Erwachsene.

Leseprobe

Kapitel 1
Die letzte Ehre

Der Wasserkocher verbreitete lautes Rauschen durch die Küche und riss Anna aus ihren Gedanken. Die Sonne schien bereits hell, doch ein Blick auf die Uhr verriet, es war erst 6:42 Uhr. Kurz fiel ihr auf, dass diese Uhrzeit sie zu verfolgen schien, aber die Gewissheit, dass dieser Tag einer der schrecklichsten werden würde, den man sich vorstellen konnte, überlagerte ihre Gedanken wieder. Der Kocher klickte und ging aus.
   Anna schüttelte den Kopf. Wie falsch dieses sonnige Wetter für eine Beerdigung war. Es passte nicht zu Jonas und auch nicht zu den Gegebenheiten des Westerwaldes. Hier war es vorwiegend düster, windig und kalt. Sie goss das Wasser über das Kaffeepulver.
   Es klopfte. Um Haaresbreite wäre ihr der Kocher vor Schreck aus der Hand geglitten. Gerade so konnte sie ihn wieder ins Gleichgewicht bringen. Es klopfte erneut. Wer um alles in der Welt störte sie um diese Uhrzeit?
   Barbara und Susi wollten Anna gegen acht Uhr abholen. Außerdem wusste Barbara, wo der Ersatzschlüssel lag. Sie würde um diese Zeit nicht klopfen. Da Anna auch kein Auto hatte vorfahren hören, ging sie angespannt zur Tür und öffnete. Sie starrte John an, schüttelte verständnislos den Kopf und verkniff sich den Impuls, ihm die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Schweigend ging sie zurück in die Küche. Seine Anwesenheit ignorierend widmete sie sich weiter ihrem Kaffee. John folgte ihr und setzte sich an den Küchentisch. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen, stellte sie eine Tasse vor ihm ab und begann, noch eine weitere für sich aufzubrühen.
   Den Kaffeebecher in der Hand lehnte sie sich gegen die Küchenzeile und fixierte seine grauen Augen. Lange konnte sie seinem fürsorglichen Blick nicht standhalten und musterte stattdessen sein Äußeres. Sein schwarzgraues Haar war gewachsen, seit sie es in Roanode Rapids kurz geschoren hatte, um ihn auf der Flucht zu tarnen. Die schmalen Lippen verliehen ihm auch heute einen ernsten Ausdruck.
   »Ich wollte nach Ihnen sehen.« John starrte zurück.
   »Da bin ich.« Aller Bemühungen zum Trotz gelang es ihr nicht, ein nervöses Blinzeln zu unterdrücken. Bei seinem Anblick spürte sie die langsam heilenden Verletzungen, an denen sich zwei Kugeln in ihre Haut gebohrt hatten. Die Geschosse waren für ihn bestimmt gewesen.
   Noch vor ein paar Tagen hätte sie es nicht für möglich gehalten, dass sie einem exkommunizierten Erzbischof zur Flucht verhelfen würde, um ihn in einem Unterschlupf in der Nähe ihres Hauses zu verstecken. Jetzt saß er in ihrer Küche. Noch viel unbegreiflicher war allerdings, dass sie heute ihren Lebensgefährten beerdigen musste.
   Bei dem Gedanken an Jonas schluckte Anna den sich in ihrem Hals bildenden Kloß hinunter.
   »Sie sollten nicht allein sein.«
   »Werde ich nicht. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich Freunde. Und die werden gleich hier sein.« Anna deutete mit dem Zeigefinger auf ihn. »Deshalb ist das keine gute Idee.«
   »Ich würde Sie gern begleiten.« John trank seelenruhig einen Schluck seines Kaffees.
   »Darüber haben wir gesprochen. Angelockt von dem Erfolg meines Buches werden eine Menge Leute anwesend sein, und sie kennen Ihr Gesicht in diesem Zusammenhang aus den Medien. Die Presse wird auch da sein. Es geht einfach nicht.« Anna schüttelte den Kopf, verwundert über seine kindliche Starrsinnigkeit in dieser Sache.
   »Sie können die Grabrede nicht halten. Das ist zu viel, selbst für Sie.« Er musterte sie besorgt.
   »Aber Sie? Hab ich etwas nicht mitbekommen?«
   Jemand steckte den Schlüssel ins Türschloss. Aufgeschreckt stellte Anna den Becher zur Seite. Noch bevor sie reagieren konnte, wurde die Küchentür geöffnet und Barbara trat auf die Schwelle. Sie sah John am Küchentisch sitzen, blinzelte Anna verstört an und packte sie am Arm. Durch den Flur folgte Anna ihr ins Wohnzimmer und schloss die Tür.
   »Anna? Sag mal, ist das der, für den ich ihn halte?«
   Anna starrte Barbara an. Ihr blondes Haar saß wie immer tadellos, die Rente schien ihr gut zu bekommen, und auch wenn sie angesichts der Situation angegriffen wirkte, so strahlte sie dennoch Energie und Lebensfreude aus. Zu einem (...)

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