Claudia Romes

Fantasyromane

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Geisterpfad - Pulsierendes Herz 2

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Arepo steht kurz vor der Revolution! Um zu verhindern, dass der diktatorische Kanzler Willms sich der gesamten Geisterwelt bemächtigt und damit das Gleichgewicht der Welten unwiderruflich zerstört, geht Merl das Risiko ein und begibt sich über den Geisterpfad, der sie überall hinführen kann – selbst in Jasrazens Zentrum, wo der Kanzler sie bereits erwartet. Doch Merl lässt sich nicht so leicht einschüchtern. Während sie versucht, ihre Familie und Prio aus Jasrazens Fängen zu befreien, entbrennt ein Krieg zwischen Geistern und Menschen, aus dem sich niemand mehr heraushalten kann. Und plötzlich muss sich Merl, als medial Begabte, die Frage stellen, auf wessen Seite sie eigentlich steht.

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Vita

Claudia Romes

Claudia Romes wurde 1984 in Bonn geboren. Die gelernte Krankenschwester lebt heute mit ihrer Familie auf dem Land. Märchen und Legenden begleiten sie seit ihrer Kindheit. Im Alter von neun Jahren begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Während ihrer Elternzeit entdeckte sie ihre alte Leidenschaft wieder: das Schreiben. Seit 2012 veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Lyrik und Romane. Veröffentlichte Romane: - Jacks Briefe (2012) - Est Electio (2013) - Cor de Rosas Tochter (2014) - Verdandi-Kein einziges Jahr (2014) - Pulsierendes Herz-Geisterkammer (Januar 2016 im bookhouse Verlag) - Pulsierendes Herz-Geisterpfad (erscheint Januar 2017 im bookshouse Verlag)

Leseprobe

Prolog

Der Abend war angebrochen. Vor den vergitterten Fenstern der Universität wechselte das Licht von grauweiß auf blauschwarz. Ein weiterer Tag ging zu Ende und Walter kroch durch ein Dickicht aus Metallrohren und Aluminiumkabeln. In den letzten sechs Monaten hatte es sich fast selbstständig um seinen Labortisch ausgeweitet. Es war zu einem Ausmaß herangewachsen, der einen Großteil des Raumes für sich einnahm.
   Erst nachdem Walter vor den mit einer blasslilafarbenen Flüssigkeit gefüllten Flakons angekommen war, machte er seinen Rücken wieder gerade. Er stemmte die Hände in die Hüften und nickte anerkennend. »Gut, gut«, sagte er und schenkte Charles, seinem jungen Laborassistenten einen zufriedenen Blick. »Ist alles vorbereitet?« Walter schob seine allzu locker sitzende Brille die Nase hinauf.
   »Wir sind startklar, Professor Tibbits«, antwortete Charles Davur mit leicht zittriger Stimme.
   Wieder nickte Walter und sein Assistent gab den drei Männern und zwei Frauen, die hinter einer Glasscheibe warteten, ein Handzeichen. Der Mann, der den Schalter umlegte, war groß und hatte kurz geschnittenes, blondes Haar. Er tat es ohne jedwede Regung und auch die Frauen und Männer neben ihm schauten mit ausdruckslosen Mienen zu, wie das toxische Gas in den Glaskasten mit dem schreienden Kalb drang. Es umschloss das Tier solange, bis dieses nicht mehr zu sehen war. Ein dumpfes Geräusch folgte. Es ließ die Zusehenden wissen, dass das Gas die Atemwege des Kalbes erreicht und seine tödliche Wirkung entfaltet hatte. Die Lüftungsanlage saugte anschließend den giftigen Nebel aus dem Kasten. Das tote Kalb lag auf der Seite, die Augen hatte es einen Spalt geöffnet. Walter eilte zum Leerraum – eine von ihm entwickelte Röhre, die mit einem Gasgemisch gefüllt war, das aus verdunstetem Blut lebender Menschen gefiltert wurde. Gespannt sah Walter ins Innere der Röhre. »Es funktioniert!« Für den Bruchteil einer Sekunde zeigte sich das fahle Abbild des Kalbes im Inneren der Röhre, dessen Körper sich unweit davon im gläsernen Kasten befand. Doch so plötzlich, wie es sich gezeigt hatte, war es auch wieder verschwunden. Ernüchtert rieb sich Walter den Schweiß von der Stirn.
   Charles trat neben ihn und stieß einen enttäuschten Seufzer aus.
   »Wir sind nah dran …, wir sind so nah dran, dass ich den Erfolg bereits schmecken kann.« Walter klopfte seinem Assistenten auf die Schulter.
   »Ich weiß, beim nächsten Mal wird die Seele in der Kammer verbleiben.«
   Walter wusste Charles’ Ehrgeiz zu schätzen. Er erinnerte ihn an sich selbst in jungen Jahren. Zu einer Zeit, in der er als aufstrebender Wissenschaftler glaubte, die Welt verbessern zu können. »Gute Arbeit. Ich danke euch allen. Das war ein Erfolg, wenn auch ein kleiner«, lobte Walter und schnaufte müde. »Wir werden für heute Schluss machen. Geht nach Hause. Du auch, Charles. Deine Familie wartet schon viel zu lange auf dich.«
   Charles betrachtete Walter mit einem schiefen Lächeln. »Das Gleiche gilt aber auch für Sie, Professor!«
   Walter nickte leicht und fuhr sich über den grauen Bart, als wollte er einer Erwiderung ausweichen. Er wünschte sich, nach einem arbeitsreichen Tag nach Hause gehen zu können wie jeder andere auch, aber sein Gewissen hielt ihn davon ab. Sobald er daran dachte, heimzukehren, kam ihm sofort in den Sinn, in welche Gefahr er seine Familie bringen würde, sollte er es nicht schaffen, den Kanzler mit seiner Arbeit zufriedenzustellen. In den vergangenen Jahren war der Hochkanzler immer unberechenbarer geworden. Niemand wusste, auf wen er es als Nächstes abgesehen haben würde. Insgeheim war Walter der Ansicht, dass es längst an der Zeit war, dass der Kanzler sein Amt niederlegte oder anders ausgedrückt: dass man ihn durch jemand anderen ersetzte. Jemanden, der bei klarem Verstand war und der nicht von falschem Ehrgeiz geleitet wurde. Walter fühlte sich ausgelaugt. Er wusste nicht, ob er es schaffen würde, einen Kontakt zur Geisterwelt herzustellen, so wie es Abraham Willms von ihm verlangte. In Wahrheit zweifelte er sogar daran, ob es überhaupt möglich war, seine Theorie in die Praxis umzusetzen. Und manchmal überkam ihn das Gefühl, als wäre das, was er versuchte, falsch, als sollte er besser einen anderen Weg einschlagen und damit aufhören, zu versuchen ein (...)

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