Claudia Romes

Fantasyromane

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Geisterkammer - Pulsierendes Herz 1

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Nach einer Naturkatastrophe wird die Erde vom Kleinstaat Arepo regiert. Das Ziel – kein Schuldiger darf unbestraft davonkommen, auch nicht nach dem Tod. Alle Seelen werden in Geisterkammern festgehalten, in denen über deren Leben gerichtet wird. Allein Jasrazen, die staatliche Einrichtung für Geisterüberwachung, entscheidet, ob die Seelen ins Licht übergehen dürfen oder nicht. Als Merl dort ein Praktikum macht und dem Geist Prio Willms zur Flucht verhilft, ahnt sie nicht, dass sie damit einen Krieg auslösen wird. Denn Prio ist kein Geringerer als der verloren geglaubte Sohn des regierenden Hochkanzlers. Da sie ihn auch außerhalb der Geisterkammer sehen kann, besitzt sie eine seltene Medialgabe, auf die Jasrazen ein hohes Kopfgeld ausgesetzt hat. Prio und Merl fliehen gemeinsam vor dem Regime zu Winora, die ihnen als Einzige möglicherweise ihre Fragen beantworten kann. Wieso pulsiert Prios Herz in Merls und welche Hoffnungen setzen die Geister in sie?

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Vita

Claudia Romes

Claudia Romes wurde 1984 in Bonn geboren. Die gelernte Krankenschwester lebt heute mit ihrer Familie auf dem Land. Märchen und Legenden begleiten sie seit ihrer Kindheit. Im Alter von neun Jahren begann sie, ihre eigenen Geschichten zu erzählen. Während ihrer Elternzeit entdeckte sie ihre alte Leidenschaft wieder: das Schreiben. Seit 2012 veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Lyrik und Romane. Veröffentlichte Romane: - Jacks Briefe (2012) - Est Electio (2013) - Cor de Rosas Tochter (2014) - Verdandi-Kein einziges Jahr (2014) - Pulsierendes Herz-Geisterkammer (Januar 2016 im bookhouse Verlag) - Pulsierendes Herz-Geisterpfad (erscheint Januar 2017 im bookshouse Verlag)

Leseprobe

Prolog

Was geschieht, wenn die Mysterien unserer Welt ihre Schleier lüften und es uns in einem nächsten Schritt sogar gelingt, sie uns zu eigen zu machen?

Seit Anbeginn der Zeit sind es die Menschen, die danach streben, alles zu kontrollieren. Die Rätsel zu lösen und endlich die Geheimnisse zu entschlüsseln, die sie seit Generationen beschäftigen. Ein Ziel, das alles Vorherige in den Schatten stellen würde: das gesamte Wissen, um die Phänomene und all ihre Bestandteile verstehen und dadurch die Fähigkeit zu erlangen, sie inszenieren zu können. Denn nur, was bis ins kleinste Detail beherrscht wird, lässt sich nach dem Willen steuern.


Im Jahr 2200 veränderte sich die Erde infolge des Klimawandels drastisch. Die Meere dehnten sich aus und überspülten einen Großteil des Festlandes. Was von den einst bekannten Nationen übrig blieb, waren vereinzelte Inselgruppen, die Kolonien genannt wurden. Auf ihnen hatten sich kleine Menschenansammlungen mit schlechten Lebensbedingungen zusammengerottet. Der größte noch bestehende Erdteil hieß Arepo. Er allein genoss noch die Vorzüge der technischen Evolution, weil er als einziger weitestgehend von der Katastrophe verschont geblieben war. Arepo jedoch wurde von einer Partei angeführt, die alles daran setzte, auch zukünftig die uneingeschränkte Weltmacht zu sein, indem sie nicht nur den Fortschritt der Inselgruppen unterdrückte, sondern auch den freien Willen aller. Außerdem unterteilte sie die Bürger in zwei Gruppen: Arm und Reich. Die Patrizier waren die herrschende Schicht und die Proletarier das untergeordnete Volk zweiter Klasse, das ausgebeutet wurde und gezwungen war, am gesellschaftlichen Rand zu leben. Arepos führende Partei kannte keine Grenzen. So geschah es, dass sie im Namen der Wissenschaft irgendwann an den Rand dessen trieb, was die Menschheit lange Zeit als irrational bezeichnet hatte. Plötzlich war das Übersinnliche ein fester Bestandteil der Physik geworden. Etwas, das sich erklären und lenken ließ. Für die Bevölkerung von Arepo, dem Kleinstaat zwischen den Meeren, bedeutete jene Entdeckung Zwiespalt. Während sich die Elitation für ein schnelles Wachstum der Zentren einsetzte, kämpfte die Opposition vergeblich dafür, sie alle zu schließen und damit die Folgen dieses wissenschaftlichen Durchbruchs zu mildern. Für sie verletzte er das wichtigste Grundrecht überhaupt. Ein Recht, das jedem Lebewesen gleichermaßen von Geburt an gegeben worden ist. Aber weil der Kreislauf des Lebens so selbstverständlich schien, hatte sich niemand je die Mühe gemacht, seine Unantastbarkeit schriftlich festzulegen. Eine Tatsache, die der Elitation dazu diente, ihre schrecklichen Prozesse unbeirrt fortzuführen und die Forschung von Jasrazen weiter voranzutreiben, um schon bald die Grenzen der Zeit überwinden und längst vergessene Seelen vor ihren Richter bringen zu können.

Für wen lohnt es sich, zu sterben? Wenn wir die Wahl hätten zwischen einem frühen Tod und der Unsterblichkeit, was würden wir wählen?



Kapitel 1

Ich hatte mich nie mit dem Freitod beschäftigt. Die totale Ausweglosigkeit schien für mich immer nur ein weitläufiger Begriff gewesen zu sein. Etwas, dem ich trotzen wollte, das mich niemals erreichen oder betreffen würde. Meine Tante hatte sich aus Einsamkeit das Leben genommen. Ihr Mann war kurz zuvor an einem Herzinfarkt gestorben und alles, was sie wollte, war, ihm zu folgen. Eine Entscheidung, die ich akzeptierte, der ich all das Verständnis entgegenbrachte, das ich, mit meinen damals dreizehn Jahren, nach einer solchen Tragödie aufbringen konnte.
   »Unendlich traurig«, sagte ich gleich, nachdem wir sie leblos in ihrem Bett aufgefunden hatten, an meine Mutter gerichtet.
   Sie nickte nur, dann betrachtete sie ihre tote Schwester voll Bedauern. »Warum hast du das gemacht?«, fragte sie mit einbrechender Stimme vorwurfsvoll, während sie sich vor das Bett auf die Knie sinken ließ. Verzweifelt ergriff sie die kalte Hand und küsste meine Tante schließlich mit tränenbenetzten Augen auf die Stirn. Ich hatte zu meiner Mutter aufgeblickt, weil sie in diesem Moment unsagbar tapfer gewesen war. Es kam mir vor, als hätte sie versucht, ihre Schwester zu verstehen. Dass es ihr gelungen war, sich damit abzufinden und gleichwohl abzuschließen, da sie mit dem Wissen darum, dass ihre Schwester im Tod das gefunden hatte, was sie wollte, leben (...)

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