C. Carelly

Fantasyromane

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Unter deinem Schutz - Stadtrivalen 3

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Nach einer strapaziösen Reise ist Lia in der Zukunft gelandet. Besser hätte es sie nicht treffen können, denkt sie. Obwohl sie allein ist und ihre Rivalenfähigkeiten verloren hat, schmiedet sie euphorisch Pläne: Dorian und andere Rivalen finden, sich selbst retten, sich ein wenig umsehen und dann nach Hause zurückkehren. Voller Tatendrang macht sich Lia auf die Suche nach Freunden und Familie – bis Oreol auf sie aufmerksam wird. Durch geschickte Manipulation gelingt es ihm, Dorian und die anderen Rivalen gegen Lia aufzuwiegeln. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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Vita

C. Carelly

Inspirieren, motivieren, kreieren. - So lautet das Motto der Autorin, die das Pseudonym C. Carelly angenommen hat. Sie hat an der Universität Konstanz Soziologie studiert. Nach dem B.A.-Abschluss zog sie nach München, wo sie seit 2010 lebt und arbeitet. Ihre Essays und Kurzgeschichten erschienen in Anthologien wie z. B. „Schein-Kriterium“ (Hrsg. A. Hilke), „Drachenstarker Feenzauber“ (Hrsg. P. Hartmann) und im Magazin „TextArt“.

Leseprobe

1

Einst hatte ich geglaubt, das Tollste, das ich je erleben würde, wäre ein Trip nach New York, in die Stadt, die niemals schlief, die meine beste Freundin Nel und ich unsicher machen würden. Doch dass der Trip durch die Zeit meine verrückteste Reise werden würde, hätte ich nie für möglich gehalten.
   Ich stand nicht irgendwo, sondern in einer aufregenden Großstadt. Meine Hand wanderte zum Anhänger, in dem ein Stein ruhte. Das Herz einer Löwin. Ich blickte dem Mann hinterher, der auf den Eingang eines Kaufhauses zusteuerte. Auf dem riesigen Monitor über ihm explodierten Farben.
   Ihn hatte ich eben gefragt, ob das während der Nachrichtensendung eingeblendete Datum stimmte. Durch seine Bestätigung hatte er mir eröffnet, dass ich fünf Jahre durch die Zeit gegangen war.
   »Ich bin in der Zukunft«, flüsterte ich voller Ehrfurcht.
   Ob Christopher seine langjährige Freundin Kathi geheiratet hatte? Ob Nel als Modedesignerin große Erfolge feierte? Hatte Annie im Laufe der Jahre ihre Schüchternheit abgelegt? Waren Mels und Ben endlich Eltern geworden? War meine Großmutter vor einem weiteren Schlaganfall verschont worden, und hatte Mamas Beziehung gehalten?
   Vor Vorfreude beschleunigte sich mein Puls. In Kürze würde ich herausfinden, wo ich wohnte und wie ich mein Geld verdiente. Ich, die ich im Alter von achtzehn nicht einmal eine Ahnung hatte, welchen beruflichen Weg ich einschlagen sollte. Mein Herz machte einen Sprung, weil ich mir vorstellte, dass die Nachricht, dass Zeitreisen funktionierten, jenen Dorian, der mich als Achtzehnjährige nicht kannte, aus der Bahn werfen würden. Bei der Vorstellung, meine bloße Anwesenheit könnte ihn umhauen, musste ich grinsen.
   Doch die gute Laune verflog, denn Schmerz pochte in meinem Nacken. In meiner Euphorie hatte ich ihn erfolgreich ausgeblendet. Nun jedoch strahlte er bereits in den Hinterkopf und dehnte sich in die Schläfen aus. Mein Hals war wie ausgedörrt, die Hände feucht. Leichter Schwindel plagte mich. Mein Magen hob und senkte sich auf unnatürliche Weise nach dem Höllenflug durch das Raum- und Zeitkontinuum. Auf einmal wanderte etwas meine Kehle herauf.
   Ich eilte zum Gebüsch und übergab mich. Ich spuckte nur etwas Flüssigkeit auf die Erde.
   »Alles in Ordnung?« Liebevoll tätschelte eine Frau mittleren Alters meinen Rücken. Meine Hände zitterten, und kalter Schweiß durchtränkte mein Shirt. Dennoch zwang ich mich, ihr aufmunternd zuzulächeln.
   Kaum war sie gegangen, erbrach ich mich erneut.
   Völlig ermattet schleppte ich mich zu einem großen Stein, der auf dem Parkplatz dekorativ platziert worden war, und ergab mich schweigend meinem Elend. Mein Schädel pochte und schmerzte. Nach einer kurzen Nacht und einem anstrengenden Kampf gegen Roumen verlangte mein Körper nach Ruhe. Schweiß sickerte durch den Stoff meiner Kleidung.
   Kühler Wind wehte mir die Strähnen aus dem Gesicht. Genüsslich atmete ich ein und stieß einen wohligen Seufzer aus. Wind, das Rauschen der Blätter der Bäume, der Duft von Gebackenem und Gekochtem, Motorbrummen und Stimmen anderer Menschen … Wie wahnsinnig hatte ich das alles in den letzten Wochen vermisst.
   Aber vor allem hatte ich mich nach anderen Menschen gesehnt. Nicht nach Rivalen, sondern normalen Menschen, von denen ich nun umgeben war.
   Na gut, ich war in der Gesellschaft von fast »normalen«, korrigierte ich mich in Gedanken. Ich sah der Jugendlichen hinterher, die unterwegs zum Supermarkt in seltsamen Schuhen Sprünge in Höhe von dreißig Zentimetern machte und dabei ein sonderbares Lied trällerte; Wortbruchstücke, eingebettet in einer eigenwilligen Melodie. Der junge Mann, der an mir vorbeitrottete, wirkte auch nicht gerade wie ein Repräsentant der Jugend aus meiner Zeit. Sein Irokesenschnitt verlief von einem Ohr zum anderen. Wie ein Regenbogen. Er hatte einen Rucksack geschultert, ein weißes Plastikteil mit einer schwarzen Blende, hinter der finstere blaue Augen erglommen.
   Apropos Irokesenschnitt …
   Hitze breitete sich in meinem Inneren aus, als mir klar wurde, welches Ass mir das Schicksal zugespielt hatte. Es war mehr als ein Flug ins All, mehr als ein Sechser im Lotto. Keine Magie, sondern das Herz einer Löwin (...)

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