C. Carelly

Fantasyromane

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An deiner Seite - Stadtrivalen 1

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Das Leben der siebzehnjährigen Lia ändert sich schlagartig, als sie zur Rivalin aktiviert wird. Da Rivalen wie Magnete auf Kreaturen namens Roumen wirken, bleibt Lia keine Wahl, als zu jagen. Schon bald verfällt sie dem Jagdrausch. Immer stärker fühlt sie sich zu dem geheimnisvollen Dorian hingezogen, was für Gefühlschaos sorgt, weil sie endlich mit ihrer großen Liebe zusammengekommen ist. Kaum hat sie ihre Gefühle in den Griff bekommen, wirft ein Todesfall im Freundeskreis sie aus der Bahn. Lia fasst den Entschluss, mit Dorian und anderen Rivalen den gerissenen Anführer der Roumen zu töten und somit die Züchtung weiterer Roumen zu stoppen. Wenige Tage vor der letzten Schlacht kommt sie hinter Dorians Geheimnis und erfährt Dinge, von denen sie lieber niemals etwas gehört hätte ...

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    C. Carelly

Vita

C. Carelly

Inspirieren, motivieren, kreieren. - So lautet das Motto der Autorin, die das Pseudonym C. Carelly angenommen hat. Sie hat an der Universität Konstanz Soziologie studiert. Nach dem B.A.-Abschluss zog sie nach München, wo sie seit 2010 lebt und arbeitet. Ihre Essays und Kurzgeschichten erschienen in Anthologien wie z. B. „Schein-Kriterium“ (Hrsg. A. Hilke), „Drachenstarker Feenzauber“ (Hrsg. P. Hartmann) und im Magazin „TextArt“.

Leseprobe



1

Es ging hier nicht etwa um neue Schuhe oder um ein Auto. Hier ging es um die Zukunft meiner Schwester. Wen wunderte es also, dass ich eben am Telefon laut geworden war?
   Gestern hatte meine Schwester Melissa die Bombe platzen lassen. »Wir werden heiraten«, verkündete sie am Esstisch und drückte Benedikts Hand.AC
   Melissas Worte waren zu mir durchgedrungen, aber realisiert hatte ich sie nicht. Anstatt irgendetwas zu sagen, starrte ich Mama an. Mama wollte die Salatschüssel abstellen, verharrte jedoch in der Bewegung. Wie in einer Art Paralyse nahm ich jede Veränderung ihres Gesichts wahr; wie Glanz in ihre Augen trat, sich die Mundwinkel nach oben zogen und ihre Wangen anfingen, wie die eines Mädchens zu glühen. Mit einem strahlenden Lächeln drückte sie meine Schwester und Benedikt an sich. Als alle Blicke auf mich gerichtet wurden, krächzte ich ein »Herzlichen Glückwunsch« und versuchte zu lächeln. Ich schluckte den Kloß hinunter, der sich gebildet hatte.
   Ihre Stimmen erreichten mich nur als ferne Klangkulisse, während ich mein Kartoffelpüree von einer Tellerseite auf die andere schob und vor mich hinstarrte. Mir gingen permanent dieselben Gedanken durch den Kopf: Meine Schwester würde bald ausziehen. Sie würde nicht mehr in mein Zimmer stürmen, um mir zu erzählen, wohin Benedikt und sie am Abend zuvor gegangen waren und was sie erlebt hatten. Sie würde mich nicht mehr fragen, ob sie meinen Lidschatten benutzen durfte oder ob ich mir ein Top oder eine Jeans von ihr leihen wollte. Gemeinsame DVD-Abende mit Mama und Melissa würden selten oder gar nicht mehr stattfinden, steckte Melissa erst in der Knechtschaft, die die Gesellschaft als Ehe bezeichnete.
   Hinter mir klingelte jemand und rief mich zurück in das Hier und Jetzt. Der Radfahrer überholte mich. Anstatt zur Seite zu gehen, blieb ich weiterhin auf der Straße. Für gewöhnlich herrschte im Park um neun Uhr morgens kaum Verkehr, egal, ob auf dem Feldweg oder auf dem Asphalt.
   Sie meldete sich nicht. Ich hatte sie vor einer halben Stunde angerufen. Mitten im Gespräch hatte Melissa aufgelegt. Normalerweise blieb sie so lange in der Leitung, bis wir eine Lösung oder einen Kompromiss gefunden hatten. – Ach, wieso machte ich mir Sorgen? Mels brach zuerst das Eis zwischen uns, auch wenn ich und nicht sie etwas wiedergutzumachen hatte.
   Doch mein Smartphone schwieg.
   Um auf andere Gedanken zu kommen, schaute ich mich um. Abgesehen von drei joggenden Frauen schlenderte ich so gut wie allein durch den Park. Die Natur erlebte Ende August ihren Höhepunkt. Im üppigen Grasteppich reckten Kamillen ihre von zarten Blättern umkranzten gelben Köpfchen der Sonne entgegen. Stolz ragten meterhohe Bäume in die Höhe und breiteten ihre Äste weit aus, um sich in ihrer ganzen Größe und Pracht zu präsentieren.
   Wieder starrte ich auf mein Smartphone. Keine SMS. Ich wählte ihre Nummer.
   »Ja?« Knapp und gereizt.
   »Es tut mir leid, dass ich vorhin überreagiert habe.«
   Schweigen.
   »Ich freue mich für euch, Mels.« Heute fiel es mir einfacher, diesen Satz über die Lippen zu bringen, selbst wenn er nicht absoluter Überzeugung entsprang. Der Folgende hingegen schon. »Benedikt und du, ihr habt euch gefunden. Was gibt es Schöneres als einen Seelenpartner? Wer dir viel bedeutet, den schätze ich genauso wie du.«
   »Danke, Lia. Es freut mich, dass du so denkst.« Ihre Stimme klang versöhnlich.
   Mir war klar, dass ich lieber hätte schweigen sollen, nachdem ich sie besänftigt hatte. Dennoch konnte ich nicht anders. Die Worte sprudelten aus mir heraus. »Willst du dich in dem Alter schon auf einen einzigen Mann festlegen?«
   »Wie ich bereits sagte«, entgegnete sie gereizt, »ich bin so weit. Und Benedikt ist der Einzige, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte.«
   »Bist du allen Ernstes bereit für die Ehe? Du bist erst zwanzig.«
   »Und damit drei Jahre älter als du«, hielt sie dagegen. »Wieso glaubst du, mich belehren zu können?«
   Ich schnappte nach Luft. »Nur weil ich jünger bin, habe ich nicht den Hauch einer Ahnung vom Leben?«, empörte ich mich. »Hast du etwa im (...)

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