C. Carelly

Fantasyromane

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Auf der Suche nach dir - Stadtrivalen 2

Image

Eine einzige Nacht hat die Kleinstadt, in der Lia lebt, auf den Kopf gestellt. Gezeichnet von der schweren Schlacht unter der Erde, verfällt Lia in Depressionen. Erst nach und nach flammt Hoffnung in ihr auf. Vielleicht ist doch nicht alles verloren. Beflügelt von der Idee, die Zukunft zu beeinflussen und ihren Liebsten und sich zu retten, schließt sie sich erneut den Rivalen an. Sie jagen wieder Roumen, bis ein missglücktes Experiment fast alle Lebewesen erstarren lässt. Plötzlich gibt es nur noch Roumen und Rivalen. Bald stellen die Freunde fest, dass sie in einer Welt, in der keine Gesetze mehr gelten, nicht nur die Roumen fürchten müssen.

Shoppen bei: Amazon Beam iTunes Thalia Tolino
  • C.
    Carelly
    E-Book: 3.99 €
    Taschenbuch: 13.99 €
  • C. Carelly
    Auf der Suche nach dir - Stadtrivalen 2
  • Auf der Suche nach dir - Stadtrivalen 2
    C. Carelly

Vita

C. Carelly

Inspirieren, motivieren, kreieren. - So lautet das Motto der Autorin, die das Pseudonym C. Carelly angenommen hat. Sie hat an der Universität Konstanz Soziologie studiert. Nach dem B.A.-Abschluss zog sie nach München, wo sie seit 2010 lebt und arbeitet. Ihre Essays und Kurzgeschichten erschienen in Anthologien wie z. B. „Schein-Kriterium“ (Hrsg. A. Hilke), „Drachenstarker Feenzauber“ (Hrsg. P. Hartmann) und im Magazin „TextArt“.

Leseprobe

1

Irgendetwas stimmt nicht. Aber ich begreife nicht, was, während mein Blick umherschweift. Vor mir zündet sich Sascha eine Zigarette an. Seine zweite, seit wir hier stehen. Neben ihm rückt Sonja die Sonnenbrille zurecht und verschränkt die Arme vor der Brust. Wie immer überspielt sie ihre Nervosität mit Coolness. Chris hingegen ist anzusehen, dass ihn die Aufregung zerfrisst. Er mahlt mit den Kiefern und verlagert das Gewicht permanent von einem Bein auf das andere. Annie rührt sich nicht, als sei sie erstarrt. Gedankenlos stochert Jannis mit einem Stock in der Erde. Zu meiner Linken stricken die Zwillinge, Eda und Chiara, einen Schal, als gäbe es im Moment nichts Wichtigeres. Ihren Bewegungen wohnt eine Hektik inne, die meine innere Unruhe steigert.
   »Hey, Hellseherinnen, wieso macht ihr das?«, frage ich und versuche, heiter zu klingen, um die Anspannung zu mildern, die uns eisern im Griff hat. »Der Schal ist schon fertig.«
   »Ist er nicht«, entgegnet Eda. Sachte streicht sie sich eine Strähne aus dem Gesicht und sieht mich an. »Wenn wir wollen, können wir alles auftrennen und ein neues Muster kreieren.«
   »Wieso solltet ihr? Dafür ist es zu spät.«
   »Es ist nie zu spät«, erwidert sie.
   »Kommt alle näher«, ergreift Dorian das Wort.
   Als er eine Karte aufklappt, zentrieren wir uns um den Stadtplan. Dorian deutet auf einen Punkt auf der Karte.
   »Unter dem Hügel befindet sich ein Roumen-Nest.«
   Wir folgen seinem Blick in die Ferne. Der Hügel, der etwa dem Viertel eines Fußballfeldes entspricht, wirkt so unscheinbar und gewöhnlich wie jeder andere. Niemand würde vermuten, dass sich unter der mit dichtem Gras überzogenen Fläche Tunnel befinden, deren Erde täglich von zahlreichen nackten Roumenfüßen zerstampft wird.
   »Da unten halten sich etwa zwanzig Roumen auf«, erklärt Dorian.
   »Zwanzig?« Sascha greift sich in das Haar. »Wie sollen wir die besiegen?«
   »Wir haben Lia«, ruft Eda aus.
   Auf einmal richten alle ihre Aufmerksamkeit auf mich. Meine Augenbrauen ziehen sich zusammen. Ich presse die Lippen aufeinander. Glauben sie, ich könnte spontan einen Energieschwall erzeugen? Okay, von der Tochter des Sternwindes, die ich laut eines Aelumina-Tests bin, könnte man gigantische Energieentladungen erwarten. Die wohl stärkste Rivalin unserer Zeit, also ich, sollte in der Lage sein, Hunderte von Roumen auf einen Schlag zu besiegen. Zu meiner Schande muss ich allerdings gestehen, dass ich seit meiner Aktivierung nichts hervorgebracht habe, das mit Dorians, Saschas oder Sonjas gewaltigen Energiebällen konkurrieren könnte.
   Als Dorian fortfährt, sieht er mich an, aber ich höre ihm nicht zu. Schwarze Locken umrahmen sein Gesicht und mildern die Strenge seiner Züge. Trotzdem merke ich, wie sehr er unter Strom steht. Eine steile Falte hat sich in seine Stirn gegraben. Seine Lippen bewegen sich schnell. Er wirkt entschlossen.
   Irgendetwas an dieser Szene beunruhigt mich mehr als das bevorstehende Stürmen des Roumenunterschlupfs. Imaginäre, kalte Finger mit Krallen schließen sich um mein Herz. Wieder schleicht sich Düsternis in meine Gedanken, trübt und vergiftet sie. Mein Inneres verkrampft. Mir ist, als kriege ich keine Luft. Um das Dunkle aus meinem Kopf zu vertreiben, konzentriere ich mich auf die Worte meiner Freunde.
   »… gibt also drei Eingänge«, schlussfolgert Chris, während er die Karte studiert. »Einen südöstlich und zwei nordwestlich.«
   Dorian teilt uns in Gruppen ein, doch die Zwillinge dürfen sich niemandem anschließen. Ihre Aufgabe besteht darin, mit Chris an der Oberfläche im Park zu warten.
   Ein weiteres Mal überkommt mich ein sonderbares Gefühl. Etwas Bedrohliches dringt in meinen Kopf. Das Atmen fällt mir schwer, obwohl die Luft im Park rein ist. Hier ist irgendetwas seltsam, flüstert meine innere Stimme. Immer noch komme ich nicht drauf, was.
   Vielleicht, weil ich es nicht will.
   »… Lia, du und ich«, spricht Dorian, »nehmen den nordwestlichen Eingang.«
   Mit grimmigen Blicken marschieren wir los. Vom Hügel trennen uns höchstens siebenhundert Meter. Dorians (...)

Mehr Leseempfehlungen