Volker C. Dützer

Krimis & Thriller

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Die Brut - Nanocan

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Maren Ohlsen sucht die Ruhe und Abgeschiedenheit der Ostseeinsel Schelfhorn und findet sich unversehens in einem Albtraum wieder. Der Pharmakonzern Hera-Med hat mit dem Testlauf für ein neues Medikament auf Schelfhorn eine Katastrophe ausgelöst. Ein simpler Programmierfehler verwandelt sogenannte Nanobugs, winzige, bakterielle Nanoroboter, die darauf programmiert sind, Tumorgewebe zu zerstören, in unkontrollierbare Killermaschinen. Als ein Orkan aufzieht, verwandelt sich die Insel in eine tödliche Falle. Einzig der Wissenschaftler Arne Hendrikson, der in einem alten Leuchtturm auf der Insel lebt, scheint zu wissen, was geschieht. Maren setzt alles daran, Hendrikson aus seiner selbst gewählten Isolation zu reißen, denn nur er kann die Nanobugs jetzt noch stoppen.

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Vita

Volker C. Dützer

Geboren wurde ich am 21. März 1964 in Kirchen, einem kleinen Ort zwischen Siegerland und Westerwald. Das ist natürlich eine ganze Weile her und ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern. Es gibt allerdings noch Zeitzeugen, die mir bereits in einem sehr frühen Alter eine überdurchschnittliche Fantasie zuschreiben. Ich schreibe, seit ich einen Stift halten kann, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, oft kann ich die Geschichten, die sich vor meinem inneren Auge abspielen, gar nicht so schnell festhalten, wie sie plötzlich da sind. Schriftsteller klagen dann und wann über die berüchtigte Schreibblockade. Ich muss die Muse manchmal rauswerfen, damit ich mal zur Ruhe komme (Sie kehrt bisher aber stets zu mir zurück, wofür ich der Muse außerordentlich dankbar bin). Diese geheimnisvollen Schnörkel, die man Buchstaben nennt, auf ein weißes Blatt Papier zu malen, hat mich schon sehr früh fasziniert. Ich ahnte, dass sich dahinter Geschichten und Figuren verbargen, die nur darauf warteten, von mir zum Leben erweckt zu werden. Es dauerte dann aber noch viele Jahre, bis ich mich dazu entschloss, einen Roman zu schreiben. Im Alter von fünfzehn stellte ich fest, dass es sich berauschend gut anfühlt, hinter einem Schlagzeug zu sitzen und auf alles draufzuhauen, was da vor einem steht und hängt. Zwar entstanden damals schon mehrere gruselige Kurzgeschichten und zwei kurze Romane, aber es blieb für lange Zeit dabei. Das Schlagzeug war faszinierender. Vierzehn Jahre spielte ich in verschiedenen Bands und arbeitete schließlich eine Zeitlang als Studiomusiker, bevor mir klar wurde, dass man Drumsticks nicht wie Spaghetti essen kann – sie schmecken auch nicht mit Tomatensoße und Parmesan. Ich verdiente einfach nicht genug, um davon leben zu können. Also kehrte ich in meinen erlernten Beruf als Maschinenbaukonstrukteur zurück. Irgendwann bahnte sich dann doch wieder der Traum vom Schriftsteller seinen Weg. Eines Tages fiel mir beim Entrümpeln infolge eines Umzugs ein Manuskript in die Hände, das ich nicht beendet hatte, und fand, dass es wert war, beendet zu werden. Ich fing wieder Feuer. Eines Tages drückte mir ein befreundeter Buchhändler ein Buch von James N. Frey in die Hand. Ich besitze dieses zerfledderte, mit unzähligen Kommentaren und Kritzeleien vollgestopfte Ding noch immer, denn es hat mir geholfen, zu erkennen, dass Schreiben zum großen Teil ein Handwerk ist und man es lernen kann. Genau so wie man Snaredrum-Rudiments paukt oder wie man übt, freihändig Fahrrad zu fahren (Talent ist übrigens eher hinderlich - glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede). Im September 2008 erschien dann endlich mein erster Roman „Schattenjagd“. Es folgten weitere Veröffentlichungen: „Schattenjagd“ (e-book bei Chichili-Satzweiss 2010 „Das Prometheus-Projekt“ (e-Book bei Chichili-Satzweiss 2011) „Seeleneis“ (e-Book bei Chichili-Satzweiss 2012) „Schwarzer Regen“ (Kurzgeschichte -  2. Platz deutscher e-Book-Preis 2012) „Die Brut“ (e-Book bei Chichili-Satzweis 2013) Im Augenblick schreibe ich wie verrückt und produziere jede Menge Papierstapel mit diesen komischen Schnörkeln drauf. Ich hasse es, in Kategorien und Schubladen gezwängt und eingeordnet zu werden, aber wenn Sie mich schon nach meinem Genre fragen: Thriller, Krimi und ein bisschen Mystery darf es ab und zu auch sein. Lassen Sie sich überraschen, was als Nächstes kommt …

Leseprobe

Kapitel 1

Wenn Marc Cordes nicht Punkt elf Uhr das Foyer der Hera-Med-Zentrale am Potsdamer Platz betreten würde, war er ein toter Mann. Vielleicht hatte er Glück und die Polizei zog seine Leiche aus der Spree. In diesem Fall durfte er wenigstens auf ein Begräbnis hoffen. Andernfalls fraßen ihn die Fische oder er bewohnte für den Rest der Ewigkeit einen eigenen Betonpfeiler auf der größten Baustelle Europas.
   Gestern Morgen hatte er einen Umschlag mit Fotos in seinem Briefkasten gefunden; säumige Zahler, deren Augen so tot waren wie ein zugefrorener See. Die Bilder erfüllten ihren Zweck. Marc schwitzte nicht, weil die Sonne zu dieser frühen Stunde bereits den Asphalt auf den Straßen Berlins zum Kochen brachte, sondern weil er Angst hatte. Aber der Nervenkitzel gehörte zum Spiel. Er war ein Spieler, und er spielte das heißeste Spiel seines Lebens.
   Ungeduldig schnellte er vor und klopfte mit der flachen Hand auf die Rückenlehne des Fahrersitzes. »Beeilen Sie sich. Ich pflege, meine Termine einzuhalten.«
   Der Taxifahrer blickte in den Rückspiegel und schob sich gelangweilt einen Kaugummi hinter die Zähne.
   »Ich kann den Stau nicht umfahren. Seit die S-Bahn-Linien nur noch eingeschränkt in Betrieb sind, bricht jeden Montagmorgen Chaos aus. Wenn Sie rennen, sind Sie schneller.«
   Oder tot, dachte Marc. Seit seinem letzten Blick auf die Uhr waren nur zwei Minuten vergangen, es war kurz nach halb elf. Dennoch kam es ihm so vor, als spränge der verhexte Zeiger augenblicklich auf die volle Stunde, sollte er ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen verlieren. Böse Zungen behaupteten, dass der mächtige Vorstandsvorsitzende von Hera-Med jegliche Nachsichtigkeit neben seinen Mantel an den Garderobenhaken hängte, bevor er sein Büro betrat. Theyemeier hatte klar zu verstehen gegeben, dass er ihm noch eine letzte Chance einräumte. Verpasste er die Gelegenheit, würde der vierschrötige Mann keine weiteren Entschuldigungen gelten lassen, auch keinen unerwarteten Stau. Solche Hindernisse plante ein fähiger Geschäftsmann ein.
   »Sie bekommen fünfzig Euro Trinkgeld, wenn Sie’s rechtzeitig schaffen.«
   Der Fahrer zuckte mit den Schultern. »Das ist ein Taxi, kein Überschalljet.«
   Ärger stieg in Marc auf. »Können Sie sich vorstellen, welch immense Leistung meine Geschäftspartner von mir verlangen?« Er ließ sich in die Polster zurückfallen. »Nein, natürlich nicht. Die Leute jammern, weil sie nicht genug Geld verdienen. Ick muss Taxi fahren! So eene Unjrechtigkeit. Die da oben baden im Geld, und dabee jehört det eijentlich allet uns! Man muss verflucht hart arbeiten, um da oben anzukommen. Strengen Sie sich an, und die fünfzig Euro gehören Ihnen!«
   Sein Handy summte. Der Taxifahrer schob die Schiebermütze in den Nacken und warf ihm einen düsteren Blick zu. Dann setzte er zurück, kurbelte am Lenkrad und scherte aus der Schlange wartender Wagen aus. Mit zwei Reifen auf der Busspur und den anderen beiden auf dem Gehweg rollte der Benz auf eine Lücke zwischen den Bürotürmen zu und bog in eine Seitenstraße ein.
   »Na bitte, es geht doch.« Marc drückte auf den Empfangsknopf.
   »Wie geht es Ihnen, Herr Cordes?«
   »Ich bin auf dem Weg zu Hera-Med.«
   »Sehr gut. Ich hoffe, Ihre Verhandlungen werden erfolgreich verlaufen.«
   »Machen Sie sich keine Sorgen. Ich werde Theyemeier ein Angebot machen, das er nicht ablehnen kann.«
   »Theyemeier ist ein harter Verhandlungspartner, seien Sie auf der Hut. Sie wissen, was auf dem Spiel steht. Ich dachte, eine kleine Stärkung Ihrer Motivation könnte nicht schaden. Darum wollte ich Sie an die fällige Kreditrate erinnern. Aber Sie werden ja Erfolg haben, nicht wahr?«
   Ja, das werde ich, dachte Marc. Ich muss. »Wenn ich mit Theyemeier fertig bin, wird er mir aus der Hand fressen.«
   »Das hoffe ich für Sie.«
   Er blickte starr geradeaus. Der Taxifahrer fuhr durch eine Fußgängerzone und fädelte sich auf der anderen Seite des Häuserblocks wieder in den Verkehr ein. Ihm blieben noch zehn Minuten. »Wenn Hera-Med in das Projekt einsteigt, bedeutet das eine Rendite von dreißig Prozent. Bei solchen Gewinnerwartungen (...)

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