Volker C. Dützer

Krimis & Thriller

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Sie spricht nicht, denkt mit einem Computerchip und verhält sich wie ein Kind, das mit atemberaubender Geschwindigkeit lernt. Und sie ist tätowiert wie ein Versuchstier. Ihr Name: EVE 1.0. Als der Arzt Adrian Sykes versucht, die Identität der Frau zu lüften, die seiner verstorbenen Ehefrau Christina aufs Haar gleicht, legt er sich mit mächtigen Gegnern an, die keine Skrupel kennen, ihr Geheimnis zu wahren. Bald wird ihm klar, dass die sanfte Eve nicht das einzige Hybridwesen einer neuen Rasse ist. Ihr droht nicht nur von Brad Wilson Gefahr, Adrians altem Feind aus Kindheitstagen und Leiter eines riskanten Experiments, sondern auch von einer Schimäre namens Adam, die allein eine Aufgabe kennt: Töten.

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    Volker C. Dützer

Vita

Volker C. Dützer

Geboren wurde ich am 21. März 1964 in Kirchen, einem kleinen Ort zwischen Siegerland und Westerwald. Das ist natürlich eine ganze Weile her und ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern. Es gibt allerdings noch Zeitzeugen, die mir bereits in einem sehr frühen Alter eine überdurchschnittliche Fantasie zuschreiben. Ich schreibe, seit ich einen Stift halten kann, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, oft kann ich die Geschichten, die sich vor meinem inneren Auge abspielen, gar nicht so schnell festhalten, wie sie plötzlich da sind. Schriftsteller klagen dann und wann über die berüchtigte Schreibblockade. Ich muss die Muse manchmal rauswerfen, damit ich mal zur Ruhe komme (Sie kehrt bisher aber stets zu mir zurück, wofür ich der Muse außerordentlich dankbar bin). Diese geheimnisvollen Schnörkel, die man Buchstaben nennt, auf ein weißes Blatt Papier zu malen, hat mich schon sehr früh fasziniert. Ich ahnte, dass sich dahinter Geschichten und Figuren verbargen, die nur darauf warteten, von mir zum Leben erweckt zu werden. Es dauerte dann aber noch viele Jahre, bis ich mich dazu entschloss, einen Roman zu schreiben. Im Alter von fünfzehn stellte ich fest, dass es sich berauschend gut anfühlt, hinter einem Schlagzeug zu sitzen und auf alles draufzuhauen, was da vor einem steht und hängt. Zwar entstanden damals schon mehrere gruselige Kurzgeschichten und zwei kurze Romane, aber es blieb für lange Zeit dabei. Das Schlagzeug war faszinierender. Vierzehn Jahre spielte ich in verschiedenen Bands und arbeitete schließlich eine Zeitlang als Studiomusiker, bevor mir klar wurde, dass man Drumsticks nicht wie Spaghetti essen kann – sie schmecken auch nicht mit Tomatensoße und Parmesan. Ich verdiente einfach nicht genug, um davon leben zu können. Also kehrte ich in meinen erlernten Beruf als Maschinenbaukonstrukteur zurück. Irgendwann bahnte sich dann doch wieder der Traum vom Schriftsteller seinen Weg. Eines Tages fiel mir beim Entrümpeln infolge eines Umzugs ein Manuskript in die Hände, das ich nicht beendet hatte, und fand, dass es wert war, beendet zu werden. Ich fing wieder Feuer. Eines Tages drückte mir ein befreundeter Buchhändler ein Buch von James N. Frey in die Hand. Ich besitze dieses zerfledderte, mit unzähligen Kommentaren und Kritzeleien vollgestopfte Ding noch immer, denn es hat mir geholfen, zu erkennen, dass Schreiben zum großen Teil ein Handwerk ist und man es lernen kann. Genau so wie man Snaredrum-Rudiments paukt oder wie man übt, freihändig Fahrrad zu fahren (Talent ist übrigens eher hinderlich - glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede). Im September 2008 erschien dann endlich mein erster Roman „Schattenjagd“. Es folgten weitere Veröffentlichungen: „Schattenjagd“ (e-book bei Chichili-Satzweiss 2010 „Das Prometheus-Projekt“ (e-Book bei Chichili-Satzweiss 2011) „Seeleneis“ (e-Book bei Chichili-Satzweiss 2012) „Schwarzer Regen“ (Kurzgeschichte -  2. Platz deutscher e-Book-Preis 2012) „Die Brut“ (e-Book bei Chichili-Satzweis 2013) Im Augenblick schreibe ich wie verrückt und produziere jede Menge Papierstapel mit diesen komischen Schnörkeln drauf. Ich hasse es, in Kategorien und Schubladen gezwängt und eingeordnet zu werden, aber wenn Sie mich schon nach meinem Genre fragen: Thriller, Krimi und ein bisschen Mystery darf es ab und zu auch sein. Lassen Sie sich überraschen, was als Nächstes kommt …

Leseprobe

Teil 1
Eve 1.0


1
Die letzte Wette

Seit sieben Tagen bot Adrian Gott eine Wette an, aber der weigerte sich, mitzuspielen. Möglicherweise war ihm der Einsatz nicht hoch genug. Vielleicht spürte er die winzigen Nadelstiche auch gar nicht, mit denen ihn Adrian herausforderte. Gott hatte Zeit, Adrian nur noch fünf Minuten.
   Er schraubte den Verschluss auf die Flasche. Wenn er noch mehr Wodka in sich hineinschüttete, war er zu betrunken, um seinen Wetteinsatz einzulösen. Jack, der alte Hirtenhund, hob den Kopf und winselte leise. Die Spritze für Jack lag auf der Küchenanrichte. Er würde den Hund nicht allein zurücklassen. Wer wusste schon, vielleicht wollte Gott ja auch diesmal nicht mitspielen.
   Der geölte Lappen auf dem Küchentisch verbarg den .357 Magnum-Revolver, den er vor acht Jahren in der alten Armeekiste im Schuppen neben dem Stall versteckt hatte. Mit sparsamen Bewegungen faltete er den Lappen auseinander. Seine Finger zitterten nicht, weder von der Sauferei noch im Angesicht des Todes.
   Adrian nahm die Waffe in die Hand und klappte die Trommel auf. Dann steckte er eine einzelne Patrone in eine der Kammern, ließ die Trommel zuschnappen und drehte sie dreimal.
   Jack trottete zum Küchentisch und rieb seinen Kopf an Adrians Hosenbein.
   Adrian legte den Revolver auf den Tisch zurück, schob den Stuhl zurück und tappte zur Anrichte. Jack suchte inzwischen in seinem Napf vergeblich nach Futter und warf Adrian einen vorwurfsvollen Blick zu. Aus dem Blickkontakt entwickelte sich ein stummer Machtkampf, bei dem der Hund eine ungewöhnliche Ausdauer bewies. Adrian gab entnervt auf. Es war unfair, den Hund in seinen aussichtslosen Krieg hineinzuziehen. Er hatte nicht das Recht, auch über sein Leben zu bestimmen.
   Er leerte die Spritze in den Ausguss und warf sie in den Mülleimer. Dann füllte er Jacks Napf auf, stellte eine Schüssel mit frischem Wasser daneben und setzte sich wieder.
   Auf dem Tisch wartete noch immer der Tod. Sollte er die Trommel noch einmal drehen? Vielleicht erwies sich Gott ja als Falschspieler. Adrian wollte es herausfinden. Er wollte wissen, was Gott damit bezweckt hatte, Christina sterben zu lassen und ihn mit der Schuld zurückzulassen. Sechs Patronen in einen Revolver stecken und abdrücken konnte jeder Idiot. Die richtige Kammer wählen konnte nur Gott.
   Mit einer schnellen Bewegung griff er nach der Waffe und drückte die Mündung unter das Kinn. Ein entschlossener, sauberer Schuss durch das Gaumendach direkt ins Hirn. Peng. Dunkelheit. Frieden.
   Er drückte den Abzug.
   Das Telefon klingelte schrill.
   Der Revolver gab ein trockenes Klicken von sich. Die schwere Waffe entglitt seinen Fingern und fiel auf den Boden.
   Adrian zitterte am ganzen Körper. Trotz der nasskalten Abendluft, die durch das offene Küchenfenster drang, war seine Stirn mit Schweiß bedeckt.
   Das Telefon schellte unaufhörlich. Man sagte, Gewohnheiten seien stärker als der Tod. Adrian spürte den Hörer erst in seiner Hand, als seine Stimme versagte. Er versuchte es noch einmal. »Praxis Dr. Sykes.«
   »Hier ist Annette Vossen. Bitte kommen Sie schnell, Dr. Sykes. Josef ist zusammengebrochen. Sie wissen doch, er lässt es sich nicht nehmen, seine Medikamente selbst einzuteilen. Aber er bringt alles durcheinander. Und ich kann seine Notfallspritze nicht finden. Sie ist nicht an ihrem Platz.«
   Adrian legte den Hörer auf die Kommode und drückte auf die Lautsprechertaste. Seine Beine sackten unter ihm weg, plötzlich drehte sich alles um ihn, die Waffe auf dem Küchenboden, das Telefon, Jack. Der Wodka brannte wie ätzende Lauge in seinem Bauch. Hatte Gott das Spiel nicht gefallen? Stand er vielleicht mehr auf Autorennen, die an einem Brückenpfeiler endeten?
   »Dr. Sykes? Sind Sie noch dran?« Die Stimme der Anruferin quakte verzerrt aus dem Lautsprecher.
   Adrian erwischte den Hörer, der an der Schnur vor seinem Gesicht baumelte. »Ja … ja, natürlich. Hatte er Krämpfe oder Lähmungserscheinungen?«
   »Heute Nachmittag hat er über einen Wadenkrampf geklagt.«
   »Vermutlich hat er (...)

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