Volker C. Dützer

Krimis & Thriller

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Treibsand - Stettner & Moretti

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So hatte sich die Trickdiebin Sammy den Abend nicht vorgestellt. Mit einem Dutzend geklauter Kreditkarten in der Tasche beobachtet sie unfreiwillig einen Mord. Ihre clevere Idee, ihr Wissen in einen Haufen Geld zu verwandeln, erweist sich als tödlicher Bumerang. Oder soll sie der Polizei wirklich erzählen, dass der Chef der Mordkommission eine Leiche in einem alten Töpferbrennofen verschwinden ließ? Sammy bleibt nur eine Chance: Sie muss den jungen Mordermittler Mario Moretti davon überzeugen, dass ihr ausgerechnet aus den Reihen der Polizei Gefahr droht. Moretti vertraut Sammy seinem ehemaligen Kollegen Jan Stettner an, der sich seine Brötchen inzwischen als Privatdetektiv verdient und mal wieder dringend Geld braucht. Hals über Kopf schlittert Stettner in seinen ersten Fall …

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Vita

Volker C. Dützer

Geboren wurde ich am 21. März 1964 in Kirchen, einem kleinen Ort zwischen Siegerland und Westerwald. Das ist natürlich eine ganze Weile her und ich kann mich nicht mehr so genau daran erinnern. Es gibt allerdings noch Zeitzeugen, die mir bereits in einem sehr frühen Alter eine überdurchschnittliche Fantasie zuschreiben. Ich schreibe, seit ich einen Stift halten kann, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, oft kann ich die Geschichten, die sich vor meinem inneren Auge abspielen, gar nicht so schnell festhalten, wie sie plötzlich da sind. Schriftsteller klagen dann und wann über die berüchtigte Schreibblockade. Ich muss die Muse manchmal rauswerfen, damit ich mal zur Ruhe komme (Sie kehrt bisher aber stets zu mir zurück, wofür ich der Muse außerordentlich dankbar bin). Diese geheimnisvollen Schnörkel, die man Buchstaben nennt, auf ein weißes Blatt Papier zu malen, hat mich schon sehr früh fasziniert. Ich ahnte, dass sich dahinter Geschichten und Figuren verbargen, die nur darauf warteten, von mir zum Leben erweckt zu werden. Es dauerte dann aber noch viele Jahre, bis ich mich dazu entschloss, einen Roman zu schreiben. Im Alter von fünfzehn stellte ich fest, dass es sich berauschend gut anfühlt, hinter einem Schlagzeug zu sitzen und auf alles draufzuhauen, was da vor einem steht und hängt. Zwar entstanden damals schon mehrere gruselige Kurzgeschichten und zwei kurze Romane, aber es blieb für lange Zeit dabei. Das Schlagzeug war faszinierender. Vierzehn Jahre spielte ich in verschiedenen Bands und arbeitete schließlich eine Zeitlang als Studiomusiker, bevor mir klar wurde, dass man Drumsticks nicht wie Spaghetti essen kann – sie schmecken auch nicht mit Tomatensoße und Parmesan. Ich verdiente einfach nicht genug, um davon leben zu können. Also kehrte ich in meinen erlernten Beruf als Maschinenbaukonstrukteur zurück. Irgendwann bahnte sich dann doch wieder der Traum vom Schriftsteller seinen Weg. Eines Tages fiel mir beim Entrümpeln infolge eines Umzugs ein Manuskript in die Hände, das ich nicht beendet hatte, und fand, dass es wert war, beendet zu werden. Ich fing wieder Feuer. Eines Tages drückte mir ein befreundeter Buchhändler ein Buch von James N. Frey in die Hand. Ich besitze dieses zerfledderte, mit unzähligen Kommentaren und Kritzeleien vollgestopfte Ding noch immer, denn es hat mir geholfen, zu erkennen, dass Schreiben zum großen Teil ein Handwerk ist und man es lernen kann. Genau so wie man Snaredrum-Rudiments paukt oder wie man übt, freihändig Fahrrad zu fahren (Talent ist übrigens eher hinderlich - glauben Sie mir, ich weiß, wovon ich rede). Im September 2008 erschien dann endlich mein erster Roman „Schattenjagd“. Es folgten weitere Veröffentlichungen: „Schattenjagd“ (e-book bei Chichili-Satzweiss 2010 „Das Prometheus-Projekt“ (e-Book bei Chichili-Satzweiss 2011) „Seeleneis“ (e-Book bei Chichili-Satzweiss 2012) „Schwarzer Regen“ (Kurzgeschichte -  2. Platz deutscher e-Book-Preis 2012) „Die Brut“ (e-Book bei Chichili-Satzweis 2013) Im Augenblick schreibe ich wie verrückt und produziere jede Menge Papierstapel mit diesen komischen Schnörkeln drauf. Ich hasse es, in Kategorien und Schubladen gezwängt und eingeordnet zu werden, aber wenn Sie mich schon nach meinem Genre fragen: Thriller, Krimi und ein bisschen Mystery darf es ab und zu auch sein. Lassen Sie sich überraschen, was als Nächstes kommt …

Leseprobe

1
Dienstag, 20. August

Was für ein riesiger Haufen Geld. Sauber gestapelte Bündel mit bunten Scheinen, Euro, Dollar, sogar Yen waren dabei. Daneben glänzten in Folie eingeschweißte Krügerrand-Goldmünzen, angelaufene Silbertaler und winzige Barren aus einem weiß schimmernden Metall. War das etwa Platin? In den mit Samt ausgelegten Mahagonikästen und Stahlkassetten lockten weitere erlesene Kostbarkeiten: Colliers, Ringe und Rohdiamanten in flauschigen Stoffbeuteln.
   Volltreffer! Mann, das war ein absoluter Volltreffer. Puh! Die Vorstellung, in den knisternden Scheinchen zu wühlen und bis zum Hals im Geld zu baden, war besser, als auf ihrer Kawasaki die Haarnadelkurven im Lahntal entlangzurasen. Sie war entschieden besser als Champagnertröpfchen, die kitzelnd am Gaumen zerplatzten, sogar besser als Sex. Sammy brauchte nur die Hände auszustrecken, um sich die Taschen vollzustopfen. Sie war reich! Reich! So reich, dass für diesen Zustand noch kein Wort erfunden worden war. Wie sie das Kurhotel verlassen konnte, ohne die argwöhnischen Blicke des Personals auf sich zu ziehen, hatte sie bereits ausgekundschaftet. Der Rest war ein Kinderspiel.
   Blieben nur noch zwei Probleme zu lösen: Ihre Hände waren mit einem zähen Klebeband an das Rohrgestell eines Bürodrehstuhls gefesselt und in ihrem Mund steckte ein Knebel, der sie zu ersticken drohte. Wütend starrte sie auf den geöffneten Hoteltresor und die beiden Männer, die sich die Rosinen aus dem Millionenkuchen herauspickten, den Sammy angeschnitten hatte. Methodisch füllten sie einen stabilen Samsonitekoffer bis zum Rand mit gebündelten Banknoten, handlichen Goldbarren und Edelsteinen.
   Der riesenhafte Mann mit dem gespaltenen Kinn gehörte wie sein drahtiger rothaariger Kumpel zur Truppe professioneller Wachmänner, die die Hotelleitung zum Schutz der illustren Gäste angeheuert hatte. Seit zwei Tagen fanden in der Kurstadt die Bad Emser Edelsteintage statt; eine Veranstaltung, die gelangweilte Neureiche mit locker sitzenden Geldbeuteln ebenso anlockte wie Diamantenhändler und hochpotente Interessenten aus ganz Europa. Die Hotellobbys waren überfüllt mit den oberen Zehntausend der Republik und ihren in verschwenderischen Reichtum gehüllten Begleiterinnen. Allerdings suchten auch Diebe, gewitzte Einbrecher und Trickbetrüger die Stadt an der Lahn heim, unter ihnen zwei Männer in anthrazitfarbenen Maßanzügen, deren gefälschte Plastikausweise sie als Angestellte einer Securityfirma auswiesen.
   Wütend zerrte Sammy an ihren Fesseln. Warum nur war sie das hohe Risiko eingegangen? Bisher hatte sie sich mit ihrer speziellen Masche auf Partys, Empfänge und Volksfeste beschränkt. Die Beute, die sie ergaunern konnte, war stets gering genug, um keinen allzu heftigen Lärm zu entfachen; aber trotzdem groß genug, um damit über die Runden zu kommen.
   Der Verlockung, an einem einzigen Abend den Jackpot zu knacken, hatte sie nicht widerstehen können. Aber erst jetzt wurde ihr schmerzlich bewusst, dass dieser Diebeszug eine Nummer zu groß für sie gewesen war.
   Der Mann mit dem gespaltenen Kinn klappte den Koffer zu und redete gestikulierend auf seinen Kumpel ein. Sammy verstand kein Wort, es klang wie Russisch oder Polnisch. In ihrem Bauch breitete sich Panik aus wie ein Hornissenschwarm. Sie glaubte noch immer daran, dass ihr cleverer Plan funktioniert hätte. Dass sie im Tresorraum des Kurhotels der Russenmafia über den Weg lief, war mehr als ein böser Zufall und glich einer schallenden Ohrfeige des Schicksals.
   Der Rothaarige mit der Statur eines Wiesels ließ die Safetür zuschnappen, lief an Sammy vorbei und steckte die Nase durch den Türspalt an der Rückwand des Raumes. Offenbar war sie nicht die Einzige, die sich mit dem Grundriss des Hotels neben dem Spielkasino vertraut gemacht hatte. Sammys Hoffnung, dass die Diebe mit ihrer Beute verschwanden und sie als Bauernopfer zurückließen, erfüllte sich nicht. Mit einem Springmesser zerschnitt der Kleine ihre Fesseln. Sein Kumpel zerrte sie hoch und umwickelte geschickt ihre Handgelenke mit einem zähen Gewebeband. Das Wiesel schnappte sich den Koffer; dann hakten sie Sammy unter und schleiften sie in den Korridor hinter dem Tresorraum. Von dort führte eine Treppe in die Kellerräume. Zielsicher sperrten sie eine Feuerschutztür auf und stießen Sammy in den nach Schimmel (...)

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