Nina Melchior

Paranormal & Mystery

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Hiobsbotschaft - Die Vampirheilerin 2

Image

Dies ist die Geschichte um die Zukunft von Elise Brennan, … eine Vampirheilerin, die das Ausmaß ihrer Fähigkeiten überschätzt zu haben scheint, … eines Ex-Vampirs, den ein viel schlimmerer Trieb plagt als die bloße Gier nach Blut … und einer Nonne, die derart schreckliche Opfer von beiden verlangt, dass der Preis für Magnus’ Heilung am Ende sogar zu hoch erscheint. Zwei Monate nach Elises Heilungsversuch an Magnus sterben in einer Alten- und Pflegeresidenz mehrere Menschen an einem vermeintlichen Virus. Als eine der Leichen grausam geschändet aufgefunden wird, plagt vor allem Gabriel ein schrecklicher Verdacht: Schaffte die Heilung an Magnus ein neues Monster? Elise, die sich seit Magnus’ Biss ihrer Gefühle alles andere als sicher ist, will herausfinden, was hinter seinen nächtlichen Ausflügen und dem mysteriösen Verhalten ihr gegenüber steckt. Was ihr dabei begegnet, übersteigt nicht nur ihre Fähigkeiten als Heilerin, sondern auch ihre Leidensfähigkeit als Frau …

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Nina
    Melchior
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Nina Melchior
    Hiobsbotschaft - Die Vampirheilerin 2
  • Hiobsbotschaft - Die Vampirheilerin 2
    Nina Melchior

Vita

Nina Melchior

Nina Melchior wurde 1981 in Waiblingen geboren und lebt in Baden-Württemberg. Mit dem Schreiben begann sie in ihrer Teenagerzeit, woraus 1999 ihr erster Jugendroman hervorging, der von der Waiblinger Kreiszeitung und dem Radiosender SWR1 vorgestellt wurde. Nina Melchior ist gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte. Der erste Teil ihrer Vampirheilerin-Saga wurde im Januar 2015 vom bookshouse-Verlag veröffentlicht.

Leseprobe

Prolog
Todesspiel

Sein Eintreten versetzte die Umgebungsluft in Bewegung. Der Vorhang blähte sich, als wollte er eine Berührung mit ihm vermeiden. Die Neonröhren an der Decke platzten und er wartete den Splitterregen ab, bevor er sich ans Krankenbett der Alten hinüberbewegte.
   Am Ende des Bettes blieb er stehen und legte den Kopf schief, so weit, bis sein Ohr beinahe die Schulter berührte.
   Der Geruch des Todes hatte bereits Einzug gehalten in diesen Raum, ganz, wie er das gern hatte.
   Aber hatte der Vampir seinem Opfer tatsächlich die Augen geschlossen, bevor er wieder gegangen war?
   Er lächelte über den Umstand, setzte seine Fangzähne an und schlitzte den Hals der Toten auf. Dabei glitt er möglichst tief in den Körper hinein, damit der Kopf nach hinten kippen würde, wenn die Menschen kamen, um den Leichnam anzuheben. Anschließend verunstaltete er auch das Gesicht der Frau, die Hände und jeden Zentimeter ihrer sichtbaren Haut.
   Als er sich wieder aufrichtete, lag die Alte in einer Lache aus Blut. Der einzige Anblick, in dem Menschen überhaupt zu ertragen waren.
   Zufrieden beugte er sich noch einmal vor und glitt sanft mit der Hand am Unterschenkel der Greisin entlang. Nun blieb ihm nur noch zu zerstören, was der Ketzerin die Zuversicht nehmen und den Verräter seines Hochmuts strafen würde.

Kapitel 1
Neugeboren

Etwa zwei Stunden zuvor …

Elise stand in der Küche und rührte in ihrem Kakao, als hinter ihr die Tür aufflog. Sie hob den Kopf nur wenig, als er an ihr vorbeistürmte, hin zum Kühlschrank, den er aufriss und sich seine Portion vom Abendessen nahm.
   »Guten Appetit«, sagte sie. Es klang demonstrativ und das sollte es auch.
   Sein Kopf bewegte sich wie der einer misstrauischen Katze, und als sie seine Augen sah, fuhr ein elektrischer Schlag über ihre Haut.
   Seit der Heilung besaßen sie das durchsichtige Pastellgrün, mit dem man die Wände eines Kinderzimmers strich. Dabei sollten sie eine menschliche Farbe haben, wie Moos oder Seetang, wie der Himmel vielleicht. Sie war den Anblick immer noch nicht gewohnt.
   Sie hatte sich mit den Ellbogen nach vorn auf der Küchenanrichte abgestützt. Ihre Hand hörte auf zu rühren. Sein Blick war vielleicht voller Hass, oder war es kalte Gleichgültigkeit? Jeden Tag fragte sie sich, was es war, das sie in seinen Augen sah. Elise zwang sich, auf die glatte Oberfläche ihres Getränkes hinabzusehen. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie, wie Magnus zur Mikrowelle ging. Ihre Ellbogen schmerzten an den Stellen, an denen sie auf der Arbeitsplatte aufsaßen, aber sie bewegte sich trotzdem nicht.
   Wie lange war ihre letzte Unterhaltung her? Wenn man den eisigen, einsilbigen Austausch über zu erledigende Einkäufe als Unterhaltung bezeichnen konnte.
   Eine weitere Umdrehung ihres Löffels im Kakao. »Hast du heute Nacht etwas vor?« Sie konnte es nicht hinnehmen, dass es immer so weiterging. Etwas musste zwischen ihnen geschehen. Selbst die Staubpartikel in der Küche schienen sich nicht mehr zu bewegen, seit Magnus hereingekommen war, und Elise tat es ihnen gleich. Die Härchen an ihren Armen stellten sich auf. Dabei war es ziemlich warm. Sie könnte nach dem Schlüssel ihres Mini-Coopers greifen und von hier wegfahren. Ein Job in Galway? Ein neuer Name vielleicht? Wenigstens heute Abend einmal raus aus dem Schloss?
   Die Mikrowelle leuchtete auf und rauschte wie die Entlüftungsanlage einer Tiefgarage, bevor sie ihr Tun mit einem ‚Pling‘ zum Abschluss brachte.
   Magnus entnahm seinen Teller, drehte sich um und kam auf sie zu. Direkt auf sie! Elise stellte das Atmen ein, während sich die Abläufe in der Küche verlangsamten.
   Sein Blick war tief und ihr Herz schlug seine einzelnen Schläge plötzlich so stark in ihrer Brust, dass ihr der Puls im Hals wehtat. Ad hoc schoss ihr Körper in die Gerade. Sie zog den Löffel aus der Tasse.
   »Ja, ich habe etwas vor«, sagte er, als er auf ihrer Höhe war.
   Das geht dich einen Scheißdreck an, war die korrekte Übersetzung dafür.
   Magnus hatte die Schwingtür so heftig ins Foyer hinein (...)

Mehr Leseempfehlungen