July Cullen

Erotische Romane

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Honigkäfer

Frankreich 1684 Die 18-jährige Jeanne Clevaux wird auf dem Weg nach Cassis entführt und in ein einsam gelegenes Herrenhaus verschleppt. Der gut aussehende Balthasar verlangt von ihr Gehorsam. Sie soll akzeptieren, dass sie als Bettgefährtin für ihn und seine beiden Brüder, den charismatischen Lucien und den temperamentvollen Victor, herhalten muss. Ungeahnt heiße Nächte mit dominanten wie magischen Sexspielen treiben ihr die Röte ins Gesicht. Schon bald spürt Jeanne, dass die drei ein düsteres Geheimnis umgibt, das ihre Neugier weiter schürt. Ihre verwirrenden Gefühle für den arroganten Balthasar machen es ihr immer schwerer, ihre sorgsam vorbereiteten Fluchtpläne zu realisieren …

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Vita

July Cullen ist das Pseudonym der Autorin Kira Licht, die bereits mehrere Romane veröffentlicht hat. Sie lebt, liebt und schreibt in der wunderschönen Revierstadt Bochum. Wenn sie nicht gerade liest, geht sie gern bummeln, ins Kino oder mal ins Theater. Sie hat eine Schwäche für Archäologie, Geschichte und Themen, die sonst niemanden interessieren. Als July Cullen schreibt sie erotische Romane und Novellen.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

1
Die Entführung

Jeanne fluchte leise, aber ausgiebig. Sie zog sich das mottenzerfressene Cape enger um ihren Körper und die Kapuze noch tie-
   fer in die Stirn, um sich vor dem herabprasselnden Regen zu schützen. Als wäre ihr in den vergangenen Tagen nicht schon genug Unheil widerfahren, hatte sie nun auch noch das Gefühl, dass sie sich verlaufen hatte.
   Dabei hatte ihre Reise so angenehm begonnen. Sie sollte zukünftig bei entfernten Verwandten ihres Stiefvaters im Haushalt helfen. Jeanne war dies wie ein Glücksfall erschienen, denn nichts war ihr lieber, als ihrer kalten Mutter und dem widerwärtigen Stiefvater zu entkommen. Sie hatte eine alte lederne Reisetasche gepackt, die Kutsche nach Marseille im Voraus bezahlt und von ihrer Mutter ein paar Francs für die Weiterfahrt nach Cassis erhalten. Mit gemischten Gefühlen hatte Jeanne das große, schwankende Gefährt betreten.
   Bei Marseille stellte sie fest, dass ihr jemand das Geldsäckchen gestohlen hatte. Ohne Francs konnte Jeanne die Kutsche von Marseille nach Cassis nicht bezahlen und ihr blieb nichts anderes übrig, als zu laufen. Einen Moment lang hatte sie überlegt, umzukehren. Doch dann hatte sie festgestellt, dass sie sich bereits wesentlich näher an Cassis befand als an ihrem Heimatdorf. Außerdem fürchtete sie, dass ihr Stiefvater sie bestrafen würde. Nicht nur, weil sie sich ihr Geld hatte stehlen lassen, sondern auch, weil sie nach Hause zurückgekehrt war. Zurück in ein Zuhause, das nicht mehr ihr Heim war. Er hatte dafür gesorgt, dass sie weit entfernt arbeiten sollte, um ihre Mutter für sich allein zu haben. Jeanne, die den neuen Mann ihrer Mutter von Anfang an nicht hatte leiden können, sorgte seiner Meinung nach nur für Unruhe. Er hatte mit einem entfernten Cousin vereinbart, dass sie als Kammerzofe arbeiten und die Hausherrin bedienen sollte. Obwohl sie keine Ahnung hatte, was sie erwarten würde, war ihr klar, dass sie ein Dach über dem Kopf brauchte. Vielleicht waren die Verwandten ihres Stiefvaters gerechte und ehrbare Leute?
   Wehmütig dachte sie daran, dass sie von ihrer Mutter keinerlei Hilfe bekommen hatte. Es schien, als wollte auch sie Jeanne aus dem Haus haben. Sie hatte ihr sogar schon Vorwürfe gemacht, dass sie immer noch nicht verheiratet war.
   Sie wusste, dass sie eine Spätzünderin war. Die meisten Mädchen heirateten bereits mit sechzehn Jahren oder früher. Jeanne fühlte sich schon fast wie eine alte Jungfer dagegen. Also beschloss sie, zu Fuß weiterzureisen, indem sie den Schildern am Weg folgte. Irgendwann würde sie schon ankommen.
   Nach zwei Tagen quälte Jeanne ein knurrender Magen und ihre Füße waren übersät mit Blasen. Nun verfluchte sie sich für ihre Naivität. Wie hatte sie die Strecke nach Cassis nur so unterschätzen können? Der Hunger machte ihr nicht viel aus, doch ihre Füße schmerzten empfindlich bei jedem Schritt. Sie biss die Zähne zusammen und marschierte weiter. Bei Sonnenuntergang traf sie auf zwei Wanderhuren. Zuerst taten die Frauen freundlich, doch als sie ihnen erzählte, dass sie allein unterwegs war, zeigten die Frauen ihr wahres Gesicht. Sie schlugen mit ihren Wanderstöcken auf sie ein, bis sie aufgeben musste und ihnen die Reisetasche überließ. Die Frauen hatten sie auf den Boden gestoßen und hämisch mit Dreck beworfen, sodass sie nun vermutlich aussah wie eine mit Erde verkrustete Landstreicherin. Jeanne besaß nichts mehr außer den schmutzigen Kleidern, die sie am Leib trug, und den Blasen an ihren geschundenen Füßen.
   Der Regen verstärkte sich, als der Weg sich zu einem grasbewachsenen Trampelpfad verlief. Sie trottete weiter, den Blick fest auf ihre Schuhspitzen geheftet, als könnte sie sich so zum Weitergehen zwingen. Bald sah sie kaum mehr die Hand vor den Augen. Obwohl es mittlerweile später Abend geworden sein musste, hätte es nicht so düster sein dürfen.
   Irritiert legte sie den Kopf in den Nacken, um zum Himmel hinaufzusehen. Tief hängende Bäume drohten, das schwache Licht des Mondes vor ihr abzuschirmen. Ihr Herzschlag beschleunigte sich und Angst kroch in ihr hoch. Unbemerkt war sie mitten in einen Wald hineingeraten! Warum hatte sie das nicht bemerkt? Sie hatte den Kopf gesenkt gehalten, um ihr Gesicht vor dem Regen zu schützen und nun das! Sie war den Tränen nahe. Ihre Mutter hatte sie immer davor (...)

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