Gundel Limberg

Krimis & Thriller

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Trink mich!

Die vierzehnjährige Carolyn hat strenge Eltern und kaum Freunde. Als sie durch Zufall den Literaturwissenschaftler Dr. Wagenblass kennenlernt, scheint sie einen Seelengefährten gefunden zu haben. Endlich gibt es jemanden, der ihr zuhört und mit dem sie über die Bücher sprechen kann, die sie liebt. Doch dann wird eine junge Frau vergiftet. Neben der Toten liegt eine Seite aus Alice im Wunderland – jenem Buch, das Dr. Wagenblass zum Mittelpunkt seiner Forschung gemacht hat. Ein weiterer Mord geschieht. Auch bei der zweiten Leiche entdeckt die Polizei ein Alice-Zitat. Als Carolyn eines Morgens vor der Haustür einen dritten Ausschnitt aus dem berühmten Kinderbuch findet, begreift sie viel zu spät, dass Lektüre tödlich sein kann.

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Vita

Gundel Limberg schreibt seit ihrem 16. Lebensjahr. Angeregt durch zahlreiche Kriminalromane, unter anderem von Sayers, Christie und Carr, waren ihre ersten Romane Krimis. Danach wechselte sie zu Science Fiction und Fantasy, um schließlich, jenseits des 40. Geburtstags, wieder zum Kriminalroman zurückzukehren. Inzwischen schreibt sie auch Thriller, die eher psychologisch angelegt sind, statt in Gewalt zu schwelgen. Die Autorin veröffentlich unter zwei Pseudonymen erfolgreich im Bereich Fantastik. Neben dem Schreiben gehört Lesen immer noch zu ihren Hauptbeschäftigungen.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Er hatte genug. Sie wollte und wollte nicht sterben. Warum bloß? Er hatte genau berechnet, wie viel von der intensiv-blauen Flüssigkeit er in ihren Cocktail schütten musste. Und nun hatte er hier diese ganze Sauerei, das krampfhafte Erbrechen. Und die Zuckungen. Natürlich hatte er gewusst, dass es zu Krämpfen kommen würde, aber sie zuckte wie ein krankes Tier. Er hatte wirklich keine Lust, sich dieses abstoßende Schauspiel noch länger mit anzusehen. Das Erbrechen war schon Problem genug. Er würde sehr gründlich vorgehen müssen, damit nicht irgendwelche verwertbaren Genspuren im Haus zurückblieben. Warum waren Leute immer so egoistisch und machten anderen unnötig Mühe? Wieder krampfte sie sich zusammen und röchelte. Stammelte etwas von Arzt und Krankenhaus. Aber für sie würde es kein Krankenhaus geben. Nur den Leichenbeschauer. Wenn sie irgendwann endlich tot war. Nein, er musste irgendetwas tun! Dieses widerwärtige Lallen und der Geruch nach Alkohol und saurem Erbrechen – das hielt doch kein Mensch aus!
   Vielleicht der Schal. Ja, das war eine Möglichkeit. Er nahm ihn von der Sesselkante. Ein billiges, schrill pinkfarbenes Ding. Und das zu ihren roten Haaren. Na ja, sie war jung. Er ließ das Gewebe durch die Finger gleiten. Ja, das würde es tun. Er musste es nur um ihren Hals legen und zuziehen. Diese Sauerei hier musste ein Ende haben!



Kapitel 1
Buntstifte

Er lag neben seinem Fahrrad auf dem feuchten Asphalt.
   Das Licht der einzigen Straßenlaterne ließ das Blut auf seiner Wange glänzen. Auf den zweiten Blick bemerkte Carolyn die Steinchen, die in der Wunde klebten. Sie ging neben dem Mann in die Hocke.
   Kein Geruch nach Alkohol. Weder nach frischem noch ausgeschwitztem vom Vortag. Weswegen war er auf ebener Fahrbahn vom Rad gestürzt?
   Sie fasste in seine Manteltasche, in der Hoffnung, ein Handy zu finden. Nichts. Nur ein Schlüsselbund.
   Sie hatte kein Handy, weil ihre Eltern meinten, eine Vierzehnjährige brauche so etwas nicht.
   Carolyn sah zu den einzigen drei Häusern im Bechtwald. Alle drei lagen im Dunkeln. Sie berührte den Verletzten an der Schulter und erschrak, als er die Augen öffnete.
   Anscheinend war er in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Rund um das linke Auge war die Haut dunkel verfärbt. Kränklich rote Äderchen zeichneten sich im Weiß ab.
   »Haben Sie kein Handy?«
   Er blinzelte benommen und deutete zum Haus. »Im Schlafzimmer«, murmelte er.
   Jetzt bemerkte sie seine geschwollene Unterlippe. Sie stand auf, öffnete das Tor, schob das erstaunlich schwere Rad hindurch und lehnte es von innen gegen den schmiedeeisernen Zaun.
   Sich aufrichtend saß er sekundenlang benommen da, bevor er den Arm akzeptierte, den sie ihm bot, und sich bemühte, auf die Beine zu kommen. Er war erschreckend groß und daher so schwer, dass sie ihn nicht halten konnte. Er taumelte und fiel gegen den Zaun.
   Carolyn sah sich nach Hilfe um, aber der Bechtwald war eine kaum genutzte Straße, die talwärts bis zu einer Bahnunterführung für Fußgänger verlief und nach Einbruch der Dunkelheit eher gemieden wurde. Sie ging ungern hier entlang und hatte ihre Französisch-Nachhilfelehrerin oft dafür verwünscht, dass sie im alten Aussiedlerhof an der Autobahn wohnte, der anders nicht zu erreichen war.
   Ein zweites Mal half sie dem Verletzten auf die Füße. Er schleppte sich an ihrem Arm durch das Tor. Die Lebensbäume dufteten in der abendlichen Kühle und beschatteten den gewundenen Plattenweg stark, sodass sich Carolyn vorantasten musste. Dann passierten sie einen Bewegungsmelder, denn schlagartig blendete grelles Licht auf.
   Eine Haustür mit Glaseinsatz. Davor ein längst verschimmelter Halloweenkürbis und Reste von etwas, das sich nicht mehr identifizieren ließ.
   Während er sich schwer auf ihre Schulter stützte, suchte er in den Taschen nach dem Schlüssel.
   »Er ist rechts«, sagte Carolyn.
   Er zog den Bund heraus, stocherte nach dem Schloss und schaffte es, aufzuschließen. Dann sank er am Türrahmen abwärts und der Schüssel klapperte auf den Steinboden.
   »Wo ist Ihr Handy? Im (...)

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