Jana Martens

Paranormal & Mystery

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Verloren ohne dich

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Lucas wird nach dem tödlichen Autounfall seiner Eltern von der Familie Patton adoptiert, doch Liebe und Anerkennung bleiben für ihn Fremdwörter. Inzwischen ist er achtzehn Jahre alt und wird als kostenlose Arbeitskraft missbraucht. Sein Adoptivvater schlägt ihn grundlos, seine Adoptivmutter schikaniert ihn, wo sie nur kann. Eines Tages tritt der freche Nachbarssohn Ben in sein Leben und Lucas’ Welt steht plötzlich Kopf. Die beiden werden Freunde und endlich scheint sein trostloses Dasein einen Sinn zu ergeben. Ben zeigt Lucas, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht, vor allem aber, was Freundschaft wirklich bedeutet. Unerwartet spielen ihre Gefühle füreinander verrückt und sie verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Eine zarte und gleichsam leidenschaftliche Liebe entbrennt, doch sie wird durch ein Netz aus Lügen auf eine harte Probe gestellt.

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Vita

Jana Martens

Jana Martens, mit bürgerlichem Namen Annette Eickert, wurde im Herbst 1978 in Worms am Rhein geboren. Inspiriert von vielen Romanen aus den Genres Fantasy, Thriller und Horror, erschuf sie schließlich ihre eigenen Geschichten. Das Schreiben und Lesen ist zu ihrer größten Leidenschaft geworden. Unter ihrem Geburtsnamen sind bereits mehrere Romane im Bereich High-Fantasy erschienen. Im Jahr 2017 hat sich Jana Martens entschlossen, unter einem weiteren Pseudonym – Madison Clark – zu veröffentlichen, u.a. im Genre Gay-Romance, Fantasy und Thriller.

Leseprobe

Kapitel 1
Der Besuch

Die Sonne schien. Endlich. Bereits seit Wochen hatte sie sich hinter einer dunklen Wolkenfront versteckt und nur ab und an hervorgeblinzelt. Heute waren die trüben Wolken verschwunden und ließen einen strahlend blauen Himmel zurück. Obwohl es für den englischen Frühsommer keine außergewöhnlichen Wetterverhältnisse waren, stimmte der Sonnenschein Lucas gleich ein wenig fröhlicher.
   Er lag im Gras, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und die Augen geschlossen. Schon lange hatte er nicht mehr einfach faul in der Sonne gelegen, geschweige denn die Seele baumeln lassen, in den Tag hineingelebt, ohne Verpflichtungen. Ständig schwelte in ihm die Angst, wieder etwas falsch gemacht zu haben. Das war sein Schicksal. Lucas tappte von einem Fettnäpfchen ins nächste. Er war der Unglücksrabe der Familie.
   Manchmal wünschte er sich an einen anderen Ort, an dem er frei war, ohne Pflichten, ohne ständiges Gezeter, ohne Unterdrückung. Um seinen größten Traum Wirklichkeit werden zu lassen, fehlten ihm jedoch der Mut und besonders das Geld. Vor allem würden seine Adoptiveltern es zu verhindern wissen. Zumindest sagten Susanne und Franklin immer, sie hätten ihn adoptiert, aber er hatte seine Zweifel. Bedenken, die all die Jahre bisher nie ausgesprochen oder angesprochen worden waren und was gewiss auch nie passieren würde.
   Mit sechs Jahren waren seine leiblichen Eltern bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen. Obwohl er ebenfalls in diesem Auto gesessen hatte, war er lediglich mit leichten Verletzungen davongekommen. An die Zeit im Krankenhaus und die Monate danach, bis sich die Familie Patton seiner annahm, besaß er kaum Erinnerungen. Nur noch schemenhafte Bilder verfolgten ihn in seinen Träumen, die jedoch verschwanden, sobald er aufwachte.
   Inzwischen hatte er sich mit seinem Leben abgefunden. Was nutzte es, einer unbekannten Vergangenheit nachzutrauern und sich an verschwommene Erinnerungen zu klammern, wenn die Gegenwart ihn völlig vereinnahmte? Täglich morgens um sechs Uhr klingelte sein Wecker. Danach wartete die Arbeit auf ihn. Mit kleinen Pausen, in denen er schnell etwas aß, hörte sein Tag meistens erst spätabends auf. Manchmal half er morgens der Köchin Rosalin bei den Vorbereitungen für das stets üppige Mittagessen der Familie Patton. Anschließend war es seine Aufgabe, das viertausend Quadratmeter große Grundstück in Ordnung zu halten. Ein Knochenjob.
   »Warum das Geld einer Gärtnerfirma in den Rachen schieben, wenn Lucas das genauso gut kann?«, sagte Susanne stets, wenn das Gespräch auf die Pflege des großen Grundstückes fiel.
   Wenn Lucas seine Arbeit nicht zu ihrer vollsten Zufriedenheit erledigt hatte, forderte sie abends von ihrem Mann, Sanktionen gegen Lucas zu verhängen. Oftmals stand dabei zur Debatte, die neuen Privilegien zu streichen, die er inzwischen genießen durfte.
   Franklin stand nicht auf seiner Seite, dennoch ergriff er manchmal Partei für ihn, aber nur aus einem Grund: Er hatte keine Lust, mehr Geld als notwendig auszugeben. »Schatz, das Grundstück ist groß und macht eine Menge Arbeit. Wenn er es nicht schafft, muss er eben am nächsten Tag mehr arbeiten und seine Sonderrechte werden gestrichen. Vor allem kostet er nichts. Nur deswegen darf er bleiben.«
   Seit zwei Jahren durfte er zu den wöchentlichen Großeinkäufen die Köchin begleiten, die wiederum von dem Butler Maximilian gefahren wurde. Dabei ließen sie es sich richtig gut gehen, ganz nach dem Motto: »Was Susanne und Franklin Patton nicht wissen, können sie auch nicht bestrafen.« Auf diese Weise machten sie oft einen Abstecher in einen Eissalon oder in eines der zahlreichen Fast-Food-Restaurants. Entweder auf Rechnung von Rosalin oder Maximilian.
   Außerdem besaß Lucas zum ersten Mal einen Fernseher. Nicht einen modernen Flachbildschirm, nur ein einfaches Röhrengerät mit einer Zimmerantenne. Aber für ihn war das etwas Außergewöhnliches.
   Alles hatte angefangen, als die Familie vor drei Jahren von dem Städtchen Cheltenham in den äußeren Westen Londons gezogen war. Hillingdon hieß dieser Stadtteil. Dort hatten sich Susanne und Franklin eine neue, größere fünfzehn Zimmer Villa im Stil der alten viktorianischen Herrenhäuser bauen lassen. Das alte Haus vermieteten sie zu einem (...)

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