Christa Kuczinski

Paranormal & Mystery

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Schattenklang - Roseend 2

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Die Schatten der Vergangenheit, die Sara in dem kleinen Ort Roseend eingeholt haben, sind längst in den Hintergrund getreten. Zwischen ihr und Jack besteht eine Verbindung, die weit über das menschliche Empfinden hinausgeht. Beide gehören einem Rudel von Werwölfen an. Während Jack den obersten Rang als Rudelführer inne hat, steht Sara als ebenbürtige Partnerin an seiner Seite. Das beschauliche Leben in Roseend wird bis auf die Grundfesten erschüttert, als sich Menschen wie auch Werwölfe zu verändern beginnen. Erst, als es fast zu spät ist, erkennt Sara die wirkliche Gefahr. Wird es ihr gelingen, ihr Rudel und ihr geliebtes Zuhause vor der drohenden Vernichtung zu retten?

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Vita

Christa Kuczinski

Christa Kuczinski, geboren 1971, verbrachte ihre Kindheit an der Mosel. Seit über zehn Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen auf dem Hunsrück. Im Jahr 2009 begann sie ernsthaft mit dem Schreiben. Die „Roseend“-Trilogie ist ihr erstes großes Projekt. Im Jahr 2016 veröffentlichte sie einen Fantasy-Jugendroman: Aberness (Verlagshaus el Gato). 2017 ihren ersten Fantasyroman als Selbstpublisher. Ava - Der Tag der Libelle - Teil 1. 

Leseprobe

Kapitel 1

Saras Blicke schweiften zum gegenüberliegenden Cottage. Sie verengte die Augen zu Schlitzen und dachte nach. Die leise Musik, die durch das geöffnete Fenster bis zu ihr drang, nahm sie kaum wahr.
   Seit einigen Wochen war Saras ehemaliges Zuhause wieder bewohnt. Sie konzentrierte sich völlig auf den jungen Mann, der auf der obersten Treppenstufe des Cottages saß und ganz in seine Musik versunken zu sein schien. Diesen Anblick kannte Sara. Bei gutem Wetter saß ihr Nachbar, wenn er nicht gerade unterwegs war, jeden Tag dort und spielte unermüdlich auf seiner Gitarre. Sie hatte oftmals den Eindruck, dass er von seiner Außenwelt nichts mehr wahrnehmen würde, so entrückt wirkte sein Gesicht. Mehrmals hatte sie sich ausgemalt, wie er wohl reagieren würde, wenn sie ihn laut bei seinem Namen riefe. Doch bis jetzt hatte sie es nicht gewagt, ihre Idee in die Tat umzusetzen; zu hinterlistig kam es ihr vor, ihn in seiner Konzentration zu stören.
   Den Blick weiterhin auf ihn gerichtet, musterte sie ihn. Eigentlich gab es keinen Grund, misstrauisch zu sein, trotzdem beschlich sie ein nicht eindeutiges Gefühl der Beunruhigung, wann immer sie ihn sah. Laurence war ein normaler, junger Mann, der zufällig in ihrem Bezirk gelandet war. Bevor Jack auf ihn aufmerksam wurde, zog er durch die Straßen von Bellwick und packte an jeder nur erdenklichen Straßenecke seine Gitarre aus, um die Menschen, die seinen Weg kreuzten, mit seiner Musik zu verzaubern. Eines musste Sara ihm lassen; seine Melodien klangen so bewegend, dass sie keinen, der sie zu hören bekam, kaltließen.
   Damals war Jack offen auf ihn zugegangen und hatte Laurence in harmlos anmutende Gespräche verwickelt, um mehr über ihn zu erfahren. Er erkannte schnell, dass es sich hier um einen weiteren Werwolf handelte. Da Laurence nicht vorhatte, in der nächsten Zeit ihren Bezirk zu verlassen und keinen gefährlichen Eindruck machte, kam Jack zu dem Entschluss, Laurence anzubieten, für die Dauer seines Aufenthaltes nach Roseend zu ziehen. Ein streunender, fremder Werwolf ohne die Kontrolle eines Rudels behagte keinem der ansässigen Werwölfe.
   Roseend vermittelte nach außen hin den Eindruck eines kleinen, unscheinbaren Dorfes, in das sich einige wenige Menschen, fern jeglichen Trubels zurückgezogen hatten. Die kleinen, mit Efeu bewachsenen Cottages und die verschlungenen Kieswege, die die Wohnstätten der Bewohner miteinander verbanden, boten ein romantisch angehauchtes Bild, wie man es von Postkarten her kannte.
   Für die ansässigen Werwölfe war es ein besonderer Ort, denn hier konnten sie unter sich sein. Sie genossen die Freiheit, sich nicht verstellen zu müssen. Das war eine große Erleichterung und ein wichtiger Aspekt in ihrem Leben. Der Hang zur Friedfertigkeit, der sie alle verband, sowie das enge Zusammenleben, gaben ihnen eine Sicherheit und Stärke, die eine große Macht bedeutete. So war es nicht weiter erstaunlich, dass die Werwölfe jeden Fremden skeptisch betrachteten und sehr genau abwogen, wen sie bei sich aufnahmen.
   Sara erinnerte sich an ihr Gespräch mit Laurence vor einigen Tagen. Sie war damit beschäftigt, ihren Einkauf aus dem Auto zu hieven und ins Cottage zu tragen, als er plötzlich neben ihr stand und seine Hilfe anbot. Sie verkniff sich, ihn darauf hinzuweisen, dass man sich nicht anschleichen sollte und schon gar nicht, wenn es sich, wie in ihrem Fall, um eine Werwölfin handelte. Immerhin war auch er ein Wolfswesen und sollte es besser wissen. Stattdessen ließ sie seine Hilfe aus Gastfreundschaft zu. Als sie ihren Einkauf sicher verstaut hatte, ihr Nachbar jedoch keine Anstalten machte, zu gehen, lud sie ihn widerwillig auf eine Cola ein. »Sag mal, was hält dich eigentlich in dieser Gegend? So abgelegen, wie wir hier leben, bietet es doch keinerlei Reiz für dich. Man könnte fast sagen, hier liegt der Werwolf begraben«, fragte Sara beiläufig und nippte an ihrem Getränk.
   Sie mussten über Saras Witz lachen.
   »Ich stamme aus dem Norden und gehöre keinem Rudel an«, erwiderte Laurence mit nunmehr ernstem Gesicht. Er stockte kurz. »Nein, dafür gibt es keinen besonderen Grund«, ging er erklärend auf Saras fragenden Gesichtsausdruck ein und betrachtete sie intensiv. »Ich musiziere schon seit meiner Kindheit, und mir genügt es schon lange nicht mehr, dass nur (...)

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