Jana Feuerbach

Erotische Romane

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Entführung am Heiligabend

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Manchmal träume ich davon, dass ein gefährlicher Fremder mich an einen Ort verschleppt, von dem ich nicht entkommen kann. Er fesselt mich an ein seidenbezogenes Bett und tut schlimme Dinge mit mir. Obwohl ich mich fürchte und mein Herz wie verrückt klopft, kriege ich einfach nicht genug von ihm. Doch als zwei maskierte Männer mit Maschinenpistolen vor mir standen und in die Bäume schossen, war es ganz anders. Ich habe mich gefürchtet und bin um mein Leben gerannt. Sie haben mich trotzdem erwischt.

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Vita

Jana Feuerbach

Jana Feuerbach erzählt ihre Geschichten am liebsten am Lagerfeuer, wenn der Nebel zwischen den Wäldern aufsteigt und die Sterne flimmern. Sie schreibt seit vielen Jahren SM-Geschichten, weil sie darin neben den Schlafzimmerszenen ausreichend Raum für fesselnde und vielschichtige Charaktere findet. Ihre Leidenschaft gilt subtiler und außergewöhnlicher Erotik.

Leseprobe

Kapitel 1

Lisa biss die Zähne zusammen und versuchte, zu lächeln, obwohl niemand sie sah. Diese Mail war typisch für Yves. Einerseits klang sie total lieb, ständig schrieb er, dass er sie bewundere und ihr ihren Freiraum lassen wolle – und dann schrieb er davon, dass sie zurück nach Deutschland reisen solle und er sie in seiner Fantasie festhalte und für immer bei sich behalten wolle. Das war so typisch. Yves wusste einfach nicht, was er wollte. Und etwas Spannenderes als Sex in einem Saunabad konnte er sich auch nicht ausdenken.
   Draußen knackte etwas.
   Lisa zuckte zusammen. »Hallo? Ist da jemand?« Sie tastete nach etwas, womit sie sich verteidigen konnte. Doch neben dem unordentlichen, wackligen Schreibtisch stand kein handlicher Baseballschläger, nur ein aufgeweichter Pappkarton mit H-Milch-Tüten.
   Ihr Bauch fühlte sich an, als knäulte er sich zusammen. Sie hätte nicht gedacht, dass es ihr so ein mulmiges Gefühl einflößen würde, die paar Tage allein zu sein. Die vielen Kilometer Regenwald außerhalb ihrer schützenden Hütte wirkten nicht länger friedlich, sondern erstreckten sich viel zu weit und erdrückten sie. Was, wenn ein Leopard herumschlich? Oder wenn die Idioten von der Holzfirma ihnen tatsächlich einen Schläger auf den Hals geschickt hatten?
   Wenn Felipe doch bloß hier wäre … Er war zwar schon älter, aber er war ein Mann und würde sie verteidigen.
   Unsinn. Sie war ein dummes Huhn. Sie brauchte keinen Mann, der sie beschützte. Wenn es darauf ankam, war sie vermutlich sogar stärker als Felipe, warum also sehnte sie sich nach seinem Schutz?
   »Ist da jemand?« Zum dritten Mal an diesem Morgen überprüfte sie jeden Fleck in der Hütte, an dem sich ein Mensch verstecken konnte. In dem wackligen Arbeitsregal voller Aktenordner, vertrockneter Schmetterlingskästen und Einmachgläser mit Bodenproben konnte sich niemand verstecken. Der Küchenschrank war genauso voll mit Vorräten wie bei der letzten Überprüfung und unter dem weiß lackierten Bettgestell in ihrem Schlafzimmer verbargen sich so wenige Einbrecher wie in ihrem Kleiderschrank. Auch Almas und Felipes Zimmer war sauber.
   Also war es wirklich nur die Einsamkeit, die sie von Stunde zu Stunde nervöser werden ließ.
   Lisa öffnete die Hüttentür. Der Geruch von feuchter Erde und harzigen, wachsenden Bäumen schlug ihr entgegen. Normalerweise liebte sie diesen Ort. Nur heute fühlte er sich irgendwie falsch an. An Weihnachten sollte die Luft nicht schwül und warm sein. In Deutschland war sie erfrischend kalt und biss in die Wangen.
   Wenn sie zu Hause wäre, könnte sie heute Abend Mamá in den Arm nehmen. Und die anderen. Sie fehlten ihr. Normalerweise lenkte sie sich mit ihrer Arbeit davon ab, aber heute wollte das nicht gelingen. Ständig musste sie an zu Hause denken.
   Vor allem an Yves. Sein Lächeln. Seine blauen Augen. Das erotische Funkeln in seinen Augen, wenn er sie ansah. Die Geborgenheit in seinen Armen, wenn sie sich an seine Schulter schmiegte und das Pochen seines Herzens sie langsam in den Schlaf lullte – bis er sie mitten in der Nacht wachküsste und ihren schlaftrunkenen Körper liebkoste. Er fehlte ihr am meisten. Und doch …
   Vielleicht war sie in Wahrheit seinetwegen in Peru geblieben. Yves klammerte und versuchte, sie in eine brave deutsche Hausfrau zu verwandeln, auch wenn er das nie zugeben würde. Er verstand einfach nicht, dass ihre Arbeit wichtig war. Und ihre Freiheit auch. Was, wenn er nicht bereit gewesen wäre, sie zurück nach Peru gehen zu lassen? Er hasste es, dass sie so weit weg von ihm arbeitete. Bestimmt hätte er sie verwöhnt, bis sie vor lauter Liebe vergaß, wie wichtig die Knochenarbeit in der peruanischen Selva war.
   Als Alma und Felipe sie gefragt hatten, ob sie Weihnachten die Station hüten würde, um sicherzugehen, dass niemand von den Holzfirmen die wertvollen Daten für den erfolgreichen Antrag stehlen würde, hatte sie zugestimmt und die Verantwortung übernommen. Sie wusste, wie sehr sich Alma und Felipe danach sehnten, die Feiertage mit ihren Kindern zu verbringen.
   Jetzt saß sie allein vor der spartanisch eingerichteten Hütte. Die Vögel kreischten und das gleichmäßige, sanfte Tröpfeln des Regens erinnerte sie daran, wie viele (...)

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