Jana Feuerbach

Erotische Romane

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Want to be a Dominant Girl

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Seit Jahren unterdrückt Mica ihre sexuell-dominante Veranlagung. Sie wagt nicht, den Mann ihrer Träume selbstbewusst und lustvoll zu beherrschen. Bei ihrem nächsten Freund will sie stattdessen sanft und anschmiegsam werden wie eine normale Frau. Doch ihre wilde Seite lässt sich nicht unterdrücken. Als Mica den attraktiven Timo kennenlernt, verirrt sie sich in einem Labyrinth aus scheinbarer Normalität und der erotischen Suche nach sich selbst.

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Vita

Jana Feuerbach

Jana Feuerbach erzählt ihre Geschichten am liebsten am Lagerfeuer, wenn der Nebel zwischen den Wäldern aufsteigt und die Sterne flimmern. Sie schreibt seit vielen Jahren SM-Geschichten, weil sie darin neben den Schlafzimmerszenen ausreichend Raum für fesselnde und vielschichtige Charaktere findet. Ihre Leidenschaft gilt subtiler und außergewöhnlicher Erotik.

Leseprobe

Teil Eins
Zuhause

1.
Stille Momente

Es hatte keinen Zweck. Ich zog die linke Hand aus meinem Slip und hörte auf, mit dem kleinen Finger der anderen meine Brust zu berühren. Es würde nicht funktionieren, ich hätte es bereits vor dem Kauf wissen müssen. Klar, der Mann auf dem Cover war muskulös und sah gut aus, aber offensichtlich war das farblose und schwache Frauenzimmer in seinen Armen die eigentliche Hauptperson. Wie ein Musikinstrument gespielt werden, also wirklich.
   Das konnte nur schiefgehen.
   Unzufrieden warf ich den Heftroman an die gegenüberliegende Wand, wo er auf die Kommode rutschte und beim Runterfallen um ein Haar zwei meiner Gesetzeskommentare mitgenommen hätte. Irgendwie musste ich es hinbekommen, nicht mehr die ganze Zeit an diesen Idioten zu denken. Ich war über die Trennung hinweg und glücklich damit, Single zu sein. Freiheit und so. In den kommenden Wochen und Monaten würde ich mich austoben und mir jede Menge neuer Kerben im Bettpfosten sichern. Oder wenigstens eine oder zwei.
   Ich belog mich selbst. Wem wollte ich etwas vormachen?
   Resigniert stand ich auf, schüttelte das Plumeau hin und her und stopfte es zurück hinter die chinesischen Zierknoten. Das Laken warf Falten und das Rot der Bettwäsche verhöhnte mich. Leuchtend wie Tulpen im Frühling, von wegen. Verheißungsvoll leuchtend wie betäubend giftiger Mohn, so sah es aus. Rot wie der sterbende, trügerische Rest von Glut unter der Asche in Omas Kamin. Warum hatte ich gestern ausgerechnet diesen Bettbezug gewählt? Wollte ich mich für meine Einsamkeit bestrafen?
   Unter dieser Bettwäsche hatte Jason mich im Arm gehalten. Das war nicht lang her. Zwei Monate? Drei? Unter dieser Bettwäsche hatten wir im vergangenen Sommer gegeneinander gekämpft, schweißgebadet und wie im Traum, hatten uns gierig geküsst und die Welt um uns herum vergessen, bis wir erschöpft, in den Knoten des Überbettes verheddert, eingeschlafen waren.
   Damals hatte mich die Unordnung im Bett nicht gestört. Mit geschlossenen Augen legte ich den Kopf an Jasons Schulter, ließ die Finger über seine flachen, harten Bauchmuskeln gleiten und krallte mich in seine sehnigen Oberarme. In diesem Sommer trug ich die Fingernägel lang. Mitten in der Nacht erwachte ich davon, dass meine Hände zwischen seinen Beinen spielten und ich voller Verlangen in seinen Hals biss, bis wir wach genug waren, um nach einem Kondom zu angeln. Mit geschlossenen Augen sog ich seinen Geruch in mich herein, herb und männlich, der an feuchte Erde und Wind über dem Fluss erinnerte. Das Laken bewahrte die Erinnerung an den Duft seiner Haut auch in den wenigen Nächten, in denen ich allein schlief. Nie zuvor hatte ich einen solchen Sommer erlebt.
   »Ich will nicht an ihn denken«, sagte ich zu meinem Spiegelbild. Die Frau in dem meterhohen Oval im oberen Drittel meines Holzschranks war immer noch zu dick. Mit schief gelegtem Kopf erkannte man ihre Kleidergröße, vierunddreißig bis sechsunddreißig, aber von innen hatte sie Übergewicht. Kein Wunder, dass niemand sie liebte. Ihre schwarz gefärbten Haare fielen glatt und langweilig über die Brüste, die Spitzen fransten bereits aus. Der Scheitel lag ungewollt zackig.
   Die andere erwiderte meinen Blick aus großen, dunklen Augen. Bläuliche Schatten verfärbten den Übergang von Wangen zum Unterlid und ließen sie verletzlich wirken. Klar. Zu wenig Schlaf. Zu wenig Entspannung, gleich welcher Art, dabei war sie dringend erforderlich. Ohne Not hätte ich mir kein Büchlein zum Masturbieren gekauft, das meine Gedanken von den dunklen Augen meines Geliebten ablenkte, in die ich nie wieder sehen würde. Ich sollte Sport machen, dann würde ich abnehmen. Vielleicht könnte ich mit Jennifer tanzen gehen. Das Problem war nur, dass ich Jason dabei über den Weg laufen würde.
   »Du bist halt doch keine Siegerin«, sagte ich leise zu meinem Spiegelbild. »Das nimmt kein gutes Ende.«

Im vergangenen Sommer voller Süße und Verdorbenheit war Jason häufig zu Besuch gekommen. Er lag geduldig auf meinem Bett und las, während ich mich frisierte und schminkte. Jennifer drängte zum Aufbruch und wir trafen uns mit der Clique im Park. Während die Dunkelheit herabsank, saßen wir unter der alten Eiche und gingen später die zehn Minuten ins Black Mirror zu Fuß. Die Frauen (...)

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