Gabriele Ketterl

Paranormal & Mystery

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Liebe ohne Morgen - Tyne 1

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Was als harmlose Studienfahrt zu den historischen Stätten Schottlands beginnt, endet für die Studentin Susan in einer unerwarteten Zeitreise. Während der Besichtigung der Ruine von Crichton Castle stürzt sie in eine Bodenspalte und findet sich unversehens im Jahre 1766 wieder. Der charismatische Mann, dem sie in die Arme fällt, stellt sich ihr als Daniel MacFarlane vor. Er ist einer der drei legendären Highlander, dessen unglaubliche Geschichte man ihr noch vor wenigen Stunden als fantastische Legende erzählte. Mit Daniels Hilfe, viel Mut und einer gesunden Portion Galgenhumor macht sich Susan daran, sich mit ihrer neuen Situation anzufreunden, doch die MacFarlanes hüten ein dunkles Geheimnis. Sie sind samt und sonders Vampire – Seelen der Nacht. Ausgerechnet jetzt droht ihre Vergangenheit, sie einzuholen, und das bringt nicht nur die Brüder, sondern auch Susan in tödliche Gefahr.

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Vita

Gabriele Ketterl

Geboren? Ja! Im letzten Jahrhundert, in einem (zu jener Zeit) beschaulichen Vorort Münchens, wo sie auch heute wieder mit ihrer Familie lebt. Studium der Amerikanistik und Theaterwissenschaften an der Ludwig Maximilians Universität, München. Es folgen längere und kürzere Auslandsaufenthalte wie z. B. London, Torquay, Edinburgh, Paris, Los Angeles. Lebte (klimabedingt) über zwei Jahre auf den Kanarischen Inseln, wo erste Kurzgeschichten entstanden. Nach der Rückkehr nach München arbeitete sie über 20 Jahre im Bereich Marketing und PR. Nebenbei wurde geschrieben, was die Tinte hergab. Inspiriert von den herrlichen Ländern und Städten weltweit, entstanden die Ideen zu zahlreichen Büchern. Schrieb Kolumnen für Zeitungen und Onlinemagazine. Größte Herausforderung: Zwei Jungs großzuziehen, die genauso kreativ, aktiv und ideenreich wie ihre Mutter sind (die späte Rache der Gene ...).

Leseprobe

Mountains divide us and a waste of seas;
but still the blood is strong, the heart is Highland
and we in dreams behold the Hebrides.


Prolog
24. Februar 1587

Eisiger Wind peitschte die Gischt des Loch Arkaig über die Ufer des großen Sees bis weit in die Ebene, die sich dahinter erstreckte. Die wenigen, vom Sturm gebeugten Bäume und Sträucher schienen sich mit letzter Kraft an den schlammigen Boden zu klammern.
   Daniel versuchte, sich mithilfe seines riesigen Schwertes aufzurichten und wischte sich den Schweiß aus den Augen. Als er die Hand zurückzog, entdeckte er das Blut. Vorsichtig tastete er über die Stirn und zuckte mit schmerzverzerrter Miene zurück.
   Die offene Wunde an seiner Schläfe war wohl nicht so harmlos, wie er gehofft hatte. Auch sein Bein bereitete ihm Sorgen, er hatte Mühe, es durchzustrecken. Immer wieder knickte es ihm weg. Sein Blick wanderte über das verlassen daliegende Schlachtfeld.
   Zahllose Tote lagen überall verstreut. Die Überlebenden waren bereits verschwunden. Hier und da vernahm Daniel noch das leise Wimmern der Sterbenden. Der Sturm trug den metallischen Geruch kürzlich vergossenen Blutes vermengt mit dem Duft frisch aufgerissener Erde über das Feld. Warum nur hatte sich sein Vater zu diesem Wahnsinn überreden lassen? Sonst stets der besonnene Chieftain der MacFarlanes – zumindest, wenn es um die Sicherheit des eigenen Clans ging – hatte seine Entscheidung diesmal, die Camerons bei ihrem Kampf für unabhängige Highlands zu unterstützen, in einem Gemetzel geendet. Welch ein Irrsinn. Der Plan, dass die Hinrichtung der Königin die Möglichkeit bieten würde, das Regime der Clans wiederherzustellen, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt gewesen. Daniel war wütend. Nicht nur auf seinen Vater, der sie in diesen sinnlosen Kampf hineingezogen hatte, nein, auch auf sich selbst. Was sollte er hier? Was sollten seine Brüder hier? Ein Gedanke, der ihn unvermittelt aufrüttelte. Jonathan, Andrew, wo waren die beiden? Er weigerte sich zu glauben, dass sie gefallen waren. Das konnte und durfte nicht geschehen sein. Als er versuchte, einen vorsichtigen Schritt zu tun, schoss ein infernalischer Schmerz durch seinen Körper. Daniel blickte an sich hinunter und was er sah, gefiel ihm überhaupt nicht. Sein grobes Hemd war von Blut durchtränkt, der nasse Kilt klebte ihm klamm und kalt am Körper. Zunehmend fühlte sich sein linkes Bein taub an. Nur mit Mühe konnte er sich bücken und den Kilt anheben. In stetem Strom lief Blut aus einer klaffenden Wunde am Oberschenkel hinab in seine Stiefel. Das sah nicht gerade nach einer leichten Verletzung aus. Er atmete ein, so tief es der Schmerz in seinem Brustkorb eben zuließ, straffte seine Schultern und stolperte, das Toben in seinem Körper ignorierend, los in Richtung Ufer.
   »Wenn ihr fühlt, dass das Ende kommt, versucht, das Wasser zu erreichen. Nur von dort aus könnt ihr über die Fluten in die Ebenen unserer Väter gelangen.«
   Daniel hatte zwar keine Lust auf die Ebenen der Väter, aber zumindest hoffte er, dass auch seine Brüder diesen Satz ihres Vaters verinnerlicht hatten und er sie dort finden konnte. Mit zusammengebissenen Zähnen kämpfte er sich seinen Weg durch Tote und Sterbende. Mit jedem Schritt, mit jeder noch so kleinen Bewegung schwand seine Kraft. Nur mit Mühe gelangte er an das steinige Ufer des Loch Arkaig. Immer wieder knickte sein Bein ein und sein Schwert war nur eine ungenügende Stütze. Daniel stemmte sich, soweit er es noch vermochte, gegen den Sturm, der in seiner ganzen Urgewalt über dem großen Loch und der Ebene tobte. Er sah seinen Bruder sofort. Jonathan MacFarlane war eine eindrucksvolle Erscheinung, doch jetzt lag er verkrümmt und blutbeschmiert zwischen den grauen Steinen, eine Hand nach dem Wasser ausgestreckt, als könnte es ihm in irgendeiner Form seine Kraft zurückgeben. Sein langes dunkles Haar klebte in seinem Gesicht und am Körper. Daniel wusste instinktiv, dass sein älterer Bruder mit dem Tod rang. Er sank auf die Knie und kroch auf Jonathan zu. Als er ihn erreichte, sah er die riesige Wunde in dessen Brustkorb.
   »Nein, Jonathan, du darfst nicht sterben. Wofür? Warum? Ich hasse unseren Vater, ich hasse all das Gerede von Ehre und Ruhm. Was bringt es den Toten, die dafür starben?« Tränen liefen über Daniels Wangen. Wütend strich (...)

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