Brunhilde Witthaut

Romantik & tiefe Gefühle

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Die Rebellenbraut

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1703 In den französischen Cevennen tobt der Kamisardenkrieg zwischen protestantischen Rebellen und der katholischen Übermacht. Inmitten einer Atmosphäre voller Hass und Misstrauen verliebt sich der katholische Offizier Rougier Hals über Kopf in die rebellische Protestantin Helene. Er rettet sie im letzten Moment vor dem Galgen, indem er sie zur Frau nimmt. Langsam kommen sie sich näher, doch nach dem Tod von Helenes heimlichen Ehemann, an dem Rougier nicht ganz unschuldig ist, rächen sich Helene und ihre Rebellengruppe durch einen blutigen Überfall. Rougier hält unbeirrt an seiner Liebe fest und versucht mit allen Mitteln, seine Frau an sich zu binden. Helene muss sich entscheiden. Gibt sie seinem Werben nach oder entschließt sie sich, für ihren Glauben mit den Rebellen unterzugehen?

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Vita

Brunhilde Witthaut

Brunhilde Witthaut lebt in Westfalen und arbeitet in einem Industriebau-Unternehmen. Erst spät kam sie zum Schreiben und begann mit historischen Romanen wie dem, der im Herbst 2014 bei bookshouse veröffentlicht wurde. Bald schon erweiterte sie ihre Genre und veröffentlicht unter Pseudonym Krimis für schwule Leser sowie Gay romance Werke. Auch im Bereich Jugendbuch ist sie tätig. Sie wird von der Agentur Beate Riess vertreten und hofft, dass sie weiterhin viele Geschichten aus ihrem Lieblingsland Frankreich schreiben kann. Natürlich reist sie gern, fährt Motorrad und wandert.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Kapitel 1
Südfrankreich, Anduze, 4. Juli 1703

»... dass Ihr Sohn Benedict Botrange … in Ausübung seiner Pflicht am ersten Juli 1703 … im Kampf gegen Aufständische sein Leben für König …«
   Maurice unterbrach sein Diktat. Der Name rief ein Bild wach, einen unschönen Kontrast aus Blut und Leichenblässe. Das war der Auvergnate mit den Pockennarben gewesen, ein stiller Mann, der ihm nie besonders aufgefallen war. Er räusperte sich und goss sich ein Glas Wein ein, um sich vor der abschließenden Nachricht dieses Briefes etwas Aufschub zu verschaffen. Die zitternde Gänsefeder tanzte auf dem Pergament, und sein Bursche schnaufte, während er den Worten seines Herrn zu folgen versuchte.
   Als sein Blick durch das Fenster auf die Straße fiel, vergaß er seine Arbeit und musterte mit willkommenem Interesse eine junge Frau, die vor den Hauswänden in die Sonne glitt, in den Schatten tauchte und sich offensichtlich dem Haus näherte. Die weiße Haube, die streng auf ihrem kastanienbraunen Haar befestigt war, blähte sich durch den Gegenwind ihrer energischen Schritte auf. Er konnte den Blick nicht von ihr lösen und lehnte sich weit aus dem Fenster. Mit gerötetem Gesicht stand sie vor der Tür. Nach kurzem Zögern hob sie die Hand und klopfte vehement. Dieser hübsche Anblick war trotz der zu erwartenden Un-ruhe wohl das Angenehmste, das ihm am heutigen Tag vor die Augen kommen würde.
   Er nickte seinem Burschen zu, der die Feder auf den Tisch warf, die schwere Holztür öffnete und nach den Wünschen der Besucherin fragte, während sich Maurice über die Tintenkleckse auf dem Papier ärgerte.
   »Ich muss Monsieur Rougier, den Hauptmann der königlichen Dragonerkompanie, sprechen, es ist wichtig.« Es musste in der Tat wichtig sein, denn sie wartete die Antwort des jungen Soldaten nicht ab, sondern schlüpfte unter seinem Arm hindurch in das Zimmer, bevor sich dieser rühren konnte. Mit ihr drang der Geruch von Pferdemist und Flieder in die Stube.
   Maurice verließ seinen Standort am Fenster und gab sich zu erkennen. Die Frau hielt inne und musterte die Stiche der silbernen Ziernähte, die seine dunkelgrüne Uniformjacke schmückten, ehe sie sich offenbar an den Grund ihres Kommens erinnerte. Ihre Augen funkelten, sie starrte ihn finster an. In dieses Schweigen platzte das Brummen einer dicken Fliege, die beim Öffnen der Tür Zuflucht im kühlen Zimmer gefunden hatte und nun, von der Helligkeit angezogen, am Fensterglas hin- und hertaumelte.
   »Ich komme von einer Freundin. Es geht ihr nicht gut. Es geht ihr überhaupt nicht gut«, eröffnete sie das Gespräch.
   »Das tut mir leid«, sagte er und betrachtete ihre glühenden Wangen.
   »Mir auch, mir tut sie verdammt leid. Zwei Eurer verdammten Männer haben sie heute Morgen vergewaltigt. Ihr könnt Euch Euer verdammtes Mitgefühl sparen.« Sie tippte mehrmals mit dem Zeigefinger auf seine Brust. Diese ungewohnte Frechheit amüsierte ihn und er linste auf ihren halbverhüllten Busen, der sich im Mieder hob und senkte. Ihr Kleid war einfach geschnitten, jedoch nicht wie üblich dunkel und schmucklos, sondern es lockte mit einer glänzenden, moosgrünen Farbe und einem bestickten Ausschnitt, der ein Zugeständnis an ihre Frische und Jugend war. Ein solch offenherziges Gewand, das in Nîmes oder Lyon unter Tausenden sicher nicht aufgefallen wäre, sah man nicht oft in der kleinen Provinzstadt Anduze.
   Wirklich hübsch, ihre Brust war weder zu klein noch zu groß. Seine Hände zuckten vor Verlangen, dieses samtige Fleisch zu umfassen. Um sich abzulenken, rieb er seine Fingerspitzen aneinander. Verwirrt drehte er sich um und blickte wieder auf die Straße hinaus, ohne den Frauen mit Körben an der Hüfte, die zum Markt eilten, und den Männern, die in Rückentragen Tonwaren transportierten, besondere Beachtung zu schenken.
   Er sollte Urlaub beantragen und eine Weile nach Crest zurückkehren. Diese frömmelnde Kleinstadt mit ihren verbohrten, rebellischen Einwohnern verdarb ihm dermaßen die Laune, dass er bereits die Anwesenheit einer Bittstellerin oder vielmehr ihrer Brüste nutzte, um auf andere Gedanken zu kommen. Er öffnete das Fenster und entließ die Fliege in die Hitze.
   »Eine recht nutzlose Anklage, meint Ihr nicht auch?« Er drehte sich wieder um. »Eurer Freundin wäre (...)

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