Isabell Bordermann

Krimis & Thriller

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Dunkler Reiz

Robert ist Lehrer an einer Gesamtschule und mit seinem Leben zufrieden, bis die 15-jährige Maja in seine Klasse kommt. Obwohl er genau weiß, dass er berufliche und ethische Grenzen überschreitet, beginnt er, um Maja zu werben. Tatsächlich zeigt sie Interesse an Robert und lässt sich schließlich auf eine Affäre ein. Er scheint am Ziel seiner Wünsche, doch dann kontaktiert ihn das Jugendamt. Offenbar wird Maja missbraucht. Ist sein verbotenes Verhältnis aufgeflogen? Vorsichtig forscht er nach und findet heraus, dass es ein dunkles Geheimnis in Majas Leben gibt: einen Mann, der vor nichts zurückschreckt. Robert macht sich auf die Suche nach dem Unbekannten, ohne zu ahnen, dass er damit nicht nur seine berufliche Existenz, sondern auch Majas Leben aufs Spiel setzt.

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Isabell
    Bordermann
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Isabell Bordermann
    Dunkler Reiz
  • Dunkler Reiz
    Isabell Bordermann

Vita

Isabell Bordermann studierte in München Literaturwissenschaft. Beruflich ist sie in der Bildungsbranche tätig, daneben schreibt sie seit vielen Jahren Werbetexte, Kolumnen, Artikel, Kurzgeschichten und Lyrik. Nun folgt ihr erster Roman - ein Thriller, der im Schulmilieu spielt. Isabell Bordermann lebt mit ihrer Familie in Berlin und Frankfurt am Main.

Weitere Bücher aus diesem Genre

Leseprobe

Teil 1

»Isch esch scho rischtisch?« Ängstlich blickte sie nach oben zu ihrem Peiniger.
   »Ja, so ist es richtig, immer schön weiter so.« Der
   Maskierte stieß tiefer in ihren Mund hinein. Ihre Haare um seine Fäuste gewickelt, führte er ihre Bewegung. »Okay, dreh dich um!«
   Er klickte ihre Handfesseln in die Halterung ein und zog das Seil fest. Dann spuckte er sich auf die Hand und fuhr erst mit einem, dann mit zwei Fingern in ihren Anus.
   Rein, raus, rein, raus.
   Der überdimensional große Penis des Maskierten drückte sich tief in den Anus des Mädchens.
   Rein, raus. Rein, raus.
   Das Mädchen jammerte laut, schrie dann auf.
   »Schrei nur, du Hure! Ich fick dich tot. Dich hört niemand.«
   »Bitte nicht, bitte nicht …«
   Die Fesseln wurden fester gezogen.
   Erneut verschwand der Penis im Mund des Mädchens, wurde tief in ihren Schlund gedrückt, dass es würgte und mühsam nach Luft rang.
   »Schlucken, Baby, alles schlucken.«
   Das Mädchen sah tränenüberströmt zu ihm auf.
   Der Maskierte tätschelte ihren Kopf.

Echt hammergeil. Er knüllte die Zeitung zusammen, auf die er sich ergossen hatte, stand auf und schaltete den Computer ab.
   Das Mädchen könnte noch jünger sein, würde mehr für die Community bringen. Und auch sonst …
   Er dachte an den Abend, die Nacht, die vor ihm lag.
   Genau das mache ich nachher mit ihr. Und wenn sie nicht will …

*

Die Scharniere des Haupttores knirschten. Vor ihm erstreckte sich das weitläufige Schulgebäude. Ein typischer Zweckbau aus den Siebzigerjahren aus Sichtbeton, kombiniert mit Bäumen, Büschen und Rasenflächen. Der grau-orange Anstrich der zweigeschossigen Bauten war erst kürzlich aufgefrischt worden. Er glänzte makellos im frühen Licht. Eine leichte Brise strich über das Grün der Grashalme und blies Muster hinein.
   Obgleich ein langer und anstrengender Arbeitstag vor ihm lag, war Robert in gehobener Stimmung. Das Leben fühlte sich gut an. Endlich.
   Im Lehrerzimmer angekommen, grüßte er freundlich. Die meisten Namen hatte er bereits parat. Eigentlich war er schüchtern und dieses leutselige Getue war ihm fremd, aber er bemühte sich. Er wollte sich aufgeschlossen und positiv geben. Selbst wenn das ziemlich anstrengend für ihn war.
   Er winkte Katharina zu und lächelte. Sie verkörperte in seinen Augen die klassische Sexbombe. Wer wollte es ihm verübeln, dass er sich zu ihr hingezogen fühlte?
   Die langbeinige Blondine hatte ihm an seinem ersten Tag die Schulgebäude gezeigt und die Besonderheiten des Schulbetriebs erläutert, nicht ohne ihn sofort mit Klatsch zu versorgen.
   Sie hatte ihn außerdem nach dem Grund seines Schulwechsels gefragt.
   Er hatte schnell abgelenkt. Niemand würde erfahren, weshalb er die andere Schule verlassen und den Wohnort gewechselt hatte.
   Niemand durfte davon erfahren. Schließlich arbeitete er an sich.
   Er wandte sich ab und sah das Postfach durch. Eine Einladung zu einer Fortbildung zum Thema »Gewalt unter Jugendlichen – Happy Slapping«, eine Aufforderung, den »Fluchtwegeplan im Brandfalle« in seiner Klasse zu erläutern, eine Einladung zur Fachkonferenz in der übernächsten Woche …
   Er griff den gesamten Stapel und stopfte ihn in seine Tasche.

*

Mama, du willst doch, dass wir reden, wenn wir uns streiten. Damit wir uns vertragen.
   Aber was mach ich, wenn mir die Drecksau was in den Mund stopft?

*

Robert öffnete die Tür.
   Im merkwürdig diffusen Licht der fensterlosen Klassen vermittelte die laut rauschende Klimaanlage ein unwirkliches Gefühl. Ein Gefühl wie in einem Sarg, der bereits ins Grabloch abgelassen wurde. Leider hatte man seiner Klasse genau diesen Raum zugewiesen. Da er neu war, hatte er nicht vor, Ansprüche zu stellen.
   Schüler standen oder saßen zusammen in kleinen Gruppen und unterhielten sich, wie jeden Tag. Und (...)

Mehr Leseempfehlungen