Stefanie Lahme

Romantik & tiefe Gefühle

Image

EXPLORE bookshouse

HOMEPAGE
Offizielle Homepage des Verlags.

E-BOOK-DEALS
E-Book-Schnäppchen ab 99 Cent.

DER ERSTE SATZ
Votings für den ersten Satz im Roman.

WAS LESE ICH GLEICH?
(Liebes-)Romanauswahl einmal anders!

bookshouse BLOGGING
Unsere Bloggerseite.

Weitere bookshouse Autor(inn)en

Sleepless in Bangkok

Image

Für den charmanten Betrüger Shane ist das Leben ein großes Abenteuer. Er reist um die Welt und genießt die Freiheit. Die flirrende Metropole Bangkok hat er zu seinem Jagdrevier auserkoren. Sorglos umgarnt er arglose Touristinnen und erleichtert sie nebenbei um die Reisekasse. In der scheuen Melli erkennt er leichte Beute. Routiniert beginnt er das vertraute Spiel der Verführung, bis etwas passiert, womit er nicht im Traum gerechnet hat: Melli weckt vergessene Gefühle in ihm und er beginnt, an seinem Plan zu zweifeln. Doch diesmal geht es statt um leicht verdientes Geld um Leben und Tod. Hin- und hergerissen zwischen Leidenschaft, Schuld und Verrat erkennt Shane verzweifelt, dass er keine Wahl hat. Er muss Mellis Vertrauen missbrauchen und riskiert damit nicht nur ihre Liebe …

Shoppen bei: Amazon iTunes Thalia Tolino
  • Stefanie
    Lahme
    E-Book: 2.99 €
    Taschenbuch: 11.99 €
  • Stefanie Lahme
    Sleepless in Bangkok
  • Sleepless in Bangkok
    Stefanie Lahme

Vita

Stefanie Lahme

Stefanie Lahme, geboren 1970, wohnt in einem Dorf im Münsterland. Ihr Kopf steckte immer schon voller Geschichten, die sie zunächst erzählt und aufgemalt und später aufgeschrieben hat. Sie liebt Bücher und alles, was damit zu tun hat, liest alles, was ihr in die Finger kommt und hat sich auch beim Schreiben noch für kein bestimmtes Genre entschieden, nur eins darf niemals fehlen: Liebe! Inspiration holt sie sich beim Joggen und auf möglichst vielen Reisen nach Irland, denn an die grüne Insel hat sie ihr Herz verloren.

Leseprobe

Kapitel 1


Orangensaft schwappte über den Rand des Plastikbechers auf Mellis Hose. Nahmen die Turbulenzen denn niemals ein Ende? Der Rentner, der sich im Sitz neben ihr breitgemacht hatte, schnarchte. Aus seinem aufgerissenen Mund rann ein Speichelfaden. Melli sehnte sich nach ihrem Sofa. Das bot nicht nur mehr Beinfreiheit, sondern stand zudem auf beruhigend festem Boden.
   Erneut ruckelte das Flugzeug. Melli vermied jeden Gedanken daran, wie viele Tausend Meter zwischen ihr und diesem festen Boden lagen. Unauffällig blickte sie sich in der voll besetzten Kabine um. Die meisten Passagiere schliefen, einige starrten auf die Bildschirme in den Rückenlehnen der Sitze. Auch sie hatte sich anfangs die dahinschleichende Zeit mit einem Film und einem Sudoku vertrieben. Doch das Inseat-Entertainment vermochte sie nicht lange von ihren Ängsten abzulenken. Immer hirnverbrannter kam ihr diese Reise vor. Eine Reise, auf die sie sich monatelang gefreut und die sie sorgfältig vorbereitet hatte, nur um kurz vor dem Abflug von Kati im Stich gelassen zu werden. So eine nannte sich Freundin! Den bitteren Geschmack im Mund spülte sie mit dem letzten Schluck Saft hinunter. Sie musste dringend zur Toilette, wagte aber nicht, den schnarchenden Nachbarn zu wecken. Die Fensterplatzwahl stellte sich als schlecht durchdacht heraus. Das Abendessen, vor drei Stunden von pausenlos lächelnden Flugbegleiterinnen serviert, lag steinschwer in ihrem Magen. Ihre Augen brannten und juckten, die Nase war verstopft und beide Füße eingeschlafen. Am liebsten hätte sie geweint. Sie beneidete den Schnarcher um seinen gesegneten Schlaf. Wie gern wäre sie ebenfalls ins Reich der Träume geflüchtet, doch bohrende Kopfschmerzen hielten sie wach. Sie schloss die Augen und lehnte den schweren Kopf an die Rückenlehne. Sofort fingen ihre Gedanken wieder an, zu kreisen. Sie hätte niemals allein fliegen sollen. Wie konnte sie auch nur für eine Sekunde annehmen, ohne Kati zurechtzukommen?
   Sie wusste nicht, was schlimmer war: dass sie weitere drei Stunden in dieser schlingernden Blechbüchse eingesperrt sein würde, oder dass sie sich in absehbarer Zeit durch eine fremde Großstadt kämpfen musste.

Ein durchdringendes »Bing« ließ sie hochfahren. Die sonore Stimme des Kapitäns drang in den Nebel wirrer Traumfetzen. Unruhiger Schlaf hatte Melli in enge Häuserschluchten getrieben, zwischen bedrohlich aufragenden Wolkenkratzern hindurch. Ihre Zunge lag ihr wie ein welkes Blatt im Mund. Sie schluckte.
   »… local time three p. m., 32 degrees celsius …«
   Blinzelnd richtete sie den Blick auf den Bildschirm. Bereits in einer Stunde würden sie in Bangkok landen. Ihr Magen krampfte sich zu einem Knoten zusammen. Es gab kein Zurück mehr. Mit halbem Ohr lauschte sie ihrem Sitznachbarn, der sich hellwach und gut gelaunt auf sein erstes Singha freute.
   Zu ihrer verstopften Nase gesellte sich ein kratzender Hals. Bitte nicht auch noch eine Erkältung. Die Flugbegleiterinnen huschten an den Sitzreihen vorbei, kontrollierten, ob alle angeschnallt waren, und forderten die Passagiere auf, die Jalousien zur Seite zu schieben. Melli gehorchte und schloss geblendet die Augen. Gleißendes Licht drang selbst durch die geschlossenen Lider. Hastig rief sie sich die Packliste vor Augen. Hatte sie an die Sonnenbrille gedacht? An ausreichend Sonnenschutz? Womöglich reichte die Flasche mit Schutzfaktor dreißig nicht.
   Ein Absacken des Flugzeugs erinnerte sie daran, dass ihre Sorgen zunächst der Landung gelten sollten. Sie zerrte am Gurt. Der Druck auf die Blase gemahnte sie schmerzlich an den aufgeschobenen Toilettengang. Nun war es zu spät. Zwei dumpfe Schläge erklangen. Melli zuckte zusammen, obwohl sie wusste, dass dieses Geräusch harmlos war und durch die ausfahrenden Räder verursacht wurde. Sie presste den Rücken gegen die Lehne und kniff die Augen zu. Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte die Maschine auf der Landebahn auf. Es ruckelte und quietschte ohrenbetäubend. Dann herrschte für einen Moment Stille, bevor wie auf ein geheimes Kommando Stimmengewirr einsetzte. Sie schlug die Augen auf. Um sie herum verbreitete sich lebhafte Betriebsamkeit. Die Stimme aus dem Off wies darauf hin, dass alle angeschnallt bleiben sollten, bis das Flugzeug die endgültige Parkposition eingenommen hatte, doch niemand hielt sich daran. Die Fluggäste (...)

Mehr Leseempfehlungen