Bettina Ferbus

Paranormal & Mystery

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Untergrund - Austrian Vampire World 2

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In der Arena des Linzer Vampirherrschers Mad Milo kämpft Marco wieder und wieder um sein Leben. Seine Fans bangen und zittern um ihn und bejubeln seine Siege. Unter ihnen Nicky, Vampirin und Computernerd. Eines Tages beschließt sie, ihn zu befreien, denn sie ist überzeugt: Wer so wunderbare Augen hat, kann kein kaltblütiger Mörder sein, der Spaß am Töten hat. Doch hat sie wirklich recht? Schließlich ist der menschliche Ex-Widerstandskämpfer Marco nicht umsonst als Vampirkiller bekannt ...

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Vita

Bettina Ferbus

Bettina Ferbus ist eine bekennende Süchtige. Sie ist süchtig nach Pferden - das hat sich schon in ihrem Hauptberuf niedergeschlagen: Sie ist Reitlehrerin - und sie ist süchtig nach Gedrucktem. Zwanghaftes Lesen mit einer besonderen Vorliebe für Phantastisches führte dazu, dass sie Geschichten zu schreiben begann. Zuerst Kurzgeschichten, die in verschiedenen zum Teil preisgekrönten Anthologien erschienen sind, später auch längere Texte.

Leseprobe

1. Kapitel
Nicky

Der Dschungel schien den Atem anzuhalten. Die von der Feuchtigkeit glänzenden Blätter hingen regungslos an den Zweigen. An einer Blattspitze zitterte ein Wassertropfen, doch er wagte nicht, zu fallen.
   Dann schob sich Marco mit fließenden, gleitenden Bewegungen zwischen den Stämmen hervor. Auf seinem nackten Oberkörper glänzte Schweiß. Ein paar Strähnen seines dunkelblonden Haars klebten feucht an seiner Stirn. Unter der zu einem zarten Bronzeton gebräunten Haut bewegten sich die perfekt modellierten Muskeln. Die knapp sitzende schwarze Hose ließ nur wenig Spielraum für Fantasie. Er hatte die Figur eines Leichtathleten, punktete stets durch seine Schnelligkeit und Wendigkeit.
   In einer Hand hielt er ein Schwert, in der anderen ein Messer. Mit der gespannten Langsamkeit einer Raubkatze schob er sich vorwärts. Seine Augen waren zusammengekniffen, die Brauen berührten sich beinah, sodass sich zwischen ihnen eine steile Falte bildete – ein Zeichen seiner Konzentration.
   Sein Arm zuckte vor, das Schwert verschwand in einem Wald aus Blättern. Als er es ruckartig zurückzog, war es rot. Eine Gestalt taumelte zwischen all dem Grün hervor, hielt die Hände an die Brust gepresst. Schaumig rot troff Blut von den Lippen.
   Marco holte aus. Über seinem Gesicht lag ein konzentrierter Ausdruck. Dann fuhr das Schwert zischend hinab, trennte den Kopf sauber vom Rumpf. Eine Blutfontäne tränkte die Blätter, während der Kopf zu Boden fiel und der Körper ein paar Schritte vorwärts taumelte, bevor er mit zuckenden Beinen zusammenbrach.
   »Pass auf!«
   Marco wirbelte herum. Das Schwert wirkte wie eine Verlängerung seiner Hand. Es schien die Kehle seines Gegners kaum zu berühren, dennoch hinterließ es eine klaffende Wunde, aus der mit jedem Herzschlag ein Schwall Blut schoss. Der Angreifer taumelte, griff sich an den Hals, versuchte mit bloßen Händen, den roten Strom zu stoppen. Wenige Sekunden später ging er in die Knie und fiel schließlich vornüber.
   »Du hättest das nicht tun müssen.« Marco wandte sich an den Jungen, der sich schräg hinter ihm mit lautem Rascheln aus dem Dickicht befreite.
   »Ich weiß.«
   Julian, zwanzig, wurde unterhalb des Jungen eingeblendet. Seine Augen waren so durchdringend blau, dass sich Nicky automatisch fragte, ob er Linsen trug. Er hatte das dicke tiefschwarze Haar der Asiaten. Auch seine Gesichtszüge verrieten sein Erbe, das sich jedoch vorteilhaft mit dem ebenso offensichtlichen europäischen mischte.
   »Er war der Letzte – nicht wahr?« Die Unterlippe des Jungen zitterte leicht. Als er lächelte, offenbarte er seine Vampirzähne. Langsam ging er auf Marco zu, ließ dabei das Schwert keinen Moment aus den Augen, doch an das Messer dachte er erst, als es in seinem Herzen steckte.
   »Nein, Junge, du bist der Letzte.« Marco sagte es sanft, leise, während er den Körper des taumelnden Vampirs auffing und zu Boden gleiten ließ. Die Mundwinkel des Jungen zuckten. Er schien noch etwas sagen zu wollen, hatte jedoch bereits die Kontrolle über seinen Körper verloren. Fast schien es, als wollte er lächeln, dann entspannten sich seine Züge und die blauen Augen wurden starr.
   Marco richtete sich auf, nachdem er den Toten auf dem Boden abgelegt hatte. Sein Gesicht war ausdruckslos. Die Augen wie kalte graue Murmeln. Nur für einen Moment, als er noch einmal auf den toten Jungen zu seinen Füßen hinabsah, wurde ihr Ausdruck weich. Nicht so offensichtlich, dass es einem unbedarften Beobachter aufgefallen wäre, aber Nicky hatte die Aufnahme schon so oft gesehen, dass sie selbst das kleinste Detail wahrnahm.
   So gelang es ihr auch, im richtigen Moment auf den Knopf zu drücken, der das Bild einfror. Marcos Gesicht in Nahaufnahme. Sie starrte es an und es war beinah, als würden seine Augen ihren Blick erwidern, als würde er sie aus dem Bildschirm heraus ansehen.
   Eine Illusion. Natürlich. Sie kannte nur das Äußere dieses Mannes. Was sagte es schon aus, dass er vor zwei Monaten dreißig geworden war? Sein Sternzeichen war der Stier. Mit ein Grund, warum er manchmal als Kampfstier bezeichnet wurde. Mad Milos blonder Bulle, der in der Arena um sein Leben focht. Dabei hatte er, schlank und (...)

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