Bettina Ferbus

Paranormal & Mystery

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Schattenseite - Austrian Vampire World

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In einem Österreich, in dem durch Genmanipulation Vampire entstanden sind und das von einem Krieg zwischen Menschen und Vampiren in kleine, eigenständige Gebiete zerrissen wurde, erfüllt der Vampir Alexander den letzten Wunsch seines Bruders: Er nimmt dessen menschliche Geliebte Alina bei sich auf. Zunächst scheint alles gut zu gehen, denn Alina fügt sich in die Gemeinschaft ein und das Leben in Schattseite ist nicht so schlecht wie sein Ruf. Doch dann wird einer der Menschen zur Jagd freigegeben und Alinas Gerechtigkeitssinn erwacht. Sie muss diese Jagd verhindern, denn niemand hat einen solchen Tod verdient. Und Alexander soll nicht zum Mörder werden! So rau er sich auch gibt, Alina fühlt sich immer mehr zu ihm hingezogen und das nicht nur, weil er seinem Bruder so ähnlich ist.

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Vita

Bettina Ferbus

Bettina Ferbus ist eine bekennende Süchtige. Sie ist süchtig nach Pferden - das hat sich schon in ihrem Hauptberuf niedergeschlagen: Sie ist Reitlehrerin - und sie ist süchtig nach Gedrucktem. Zwanghaftes Lesen mit einer besonderen Vorliebe für Phantastisches führte dazu, dass sie Geschichten zu schreiben begann. Zuerst Kurzgeschichten, die in verschiedenen zum Teil preisgekrönten Anthologien erschienen sind, später auch längere Texte.

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Mysteriöser Selbstmord in Schattseite

Sind die Vampire in dem kleinen Örtchen Schattseite zu weit gegangen? Schon des Öfteren stand Schattseite, benannt nach der österreichischen Bezeichnung für die Schattenseite eines Gebirgstales, im Kreuzfeuer der Kritik. Von permanenter Überwachung war die Rede, von menschenverachtenden Praktiken und massiver Beschneidung der persönlichen Freiheiten. Haben diese Zustände nun einen jungen Menschen in den Selbstmord getrieben? Wir wissen es nicht. Reporter dürfen das Gelände von Schattseite genauso wenig betreten wie Vertreter von Menschenrechtsorganisationen. Was geht also in Schattseite unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor?

Leseprobe

1. Kapitel
Alexander

Er ging mit langen Schritten die Straße entlang. Es galt, keine Zeit zu verschwenden. Die Nacht war noch jung, aber er hatte einiges vor. Ein paar Teenager drängten sich an ihm vorbei, ihre Körper noch aufgeheizt von der Frühsommersonne. Alexander knurrte leise. Er hasste es, daran erinnert zu werden, was er verloren hatte. Nur zu gern hätte er sich einen oder auch mehrere dieser unbedarften Jugendlichen geschnappt und sich mit ihrem Blut entschädigt.
   Leider ging das nicht. Sie befanden sich in Wien. Menschen hatten hier eine ganze Reihe von Rechten. Alexander ballte die Faust in seiner Jackentasche. Papier knisterte. Noch beim Überschreiten der Grenze hatte er eine Liste mit Geboten erhalten.
   Das Töten von Menschen ist verboten.
   Damit konnte er leben.
   Von Gewaltanwendung gegenüber Menschen ist abzusehen. Zuwiderhandeln wird mit Geldstrafen oder in schweren Fällen auch mit Haftstrafen geahndet.
   Es schien, als müsste man selbst das größte Arschloch noch mit Glacéhandschuhen anfassen. Aber es kam noch schlimmer: Jegliche Blutentnahme hat mit dem Einverständnis des jeweiligen Menschen und – wenn dieser es verlangt – gegen Bezahlung zu erfolgen.
   Alexander hasste, was er war und ganz besonders hasste er die Einschränkungen, die ihm dadurch auferlegt wurden. Er hatte nie darum gebeten, genetisch verändert zu werden. Welches kranke Gehirn kam überhaupt auf die Idee, den menschlichen Körper so lange zu modifizieren, bis er den Vampiren aus Sagen und Legenden glich? Die verlängerten Eckzähne, die Gier nach menschlichem Blut, die Empfindlichkeit auf Sonnenlicht – all das hatte Professor Hildebrand gut hinbekommen. Nur die Sache mit der Unsterblichkeit funktionierte nicht. Denn die von ihm geschaffenen Vampire erhielten sich ihr gutes Aussehen zwar länger als der Durchschnittsmensch, im Endeffekt alterten und starben sie aber doch, wie jeder andere auch.
   Sich an einem Ort aufzuhalten, an dem seine Handlungsfreiheit noch weiter beschnitten wurde, behagte ihm absolut nicht. Er tat das nur für Gregor. Nein, wenn das Geld nicht wäre, hätte er es nicht einmal für Gregor getan. Er liebte seinen Bruder, liebte ihn immer noch, obwohl er bereits seit mehr als einem Jahr tot war. Trotzdem hätte er seinen letzten Wunsch wohl nicht erfüllt, wenn er das Geld aus der Erbschaft nicht so dringend benötigt hätte.

Das Gebäude, in dem sich die Öffentliche Blutzentrale befand, war eines der besser erhaltenen. Vielen anderen Häusern sah man die Schäden aus dem Vampirkrieg deutlich an. Die meisten Straßenreihen erinnerten an ein kariöses Gebiss.
   In der Lobby der Blutzentrale war es angenehm kühl. Am Empfangstresen stand ein Mann Anfang vierzig mit Halbglatze und weichen Gesichtszügen. Sein Lächeln offenbarte die verlängerten Schneidezähne. Ein Kaninchen! Alexander konnte diese unausgegorenen, halb fertigen Möchtegernvampire nicht ausstehen. Sie waren aus Professor Hildebrands ersten Experimenten hervorgegangen. Blut brauchten sie ausschließlich in kleinen Mengen und das auch nur, um das Tageslicht ertragen zu können. Sie konnten noch feste Nahrung verdauen und waren nicht auf Flüssigkeiten angewiesen. Garantiert kannten sie auch diesen alles vereinnahmenden Hunger nicht, der sich nicht auf den Magen beschränkte, sondern jede einzelne Zelle erfasste und sich nur mit Blut befriedigen ließ.
   Alexander biss die Zähne zusammen, holte das Kuvert aus der Innentasche seiner Jacke, nahm das Genehmigungsschreiben heraus und legte es so hastig auf den Tresen, als würde es brennen. Der Kaninchentyp warf einen Blick darauf, nahm den Hörer des Telefons, das auf dem Tresen stand, und tippte eine Nummer.
   »Herbert hier. Schick mir Alina.«
   Herbert wandte sich nach einem abschätzigen Blick auf Alexander wieder seiner Schreibtischarbeit zu. Offensichtlich gefiel ihm der große, grobschlächtige Typ mit dem vernarbten Gesicht nicht, der vor ihm stand. Trotzdem war diese derart augenscheinliche Ignoranz und Ablehnung mehr als unhöflich. Alexander war versucht, dem schmächtigen Kerlchen zu zeigen, was er von einer derartigen Behandlung hielt. Aber einerseits wollte er keinen Ärger und andererseits steckte in diesen Kaninchen oft mehr Kraft, als man ihnen von außen (...)

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