Bettina Ferbus

Paranormal & Mystery

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Schattenspiele - Austrian Vampire World 3

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Das Leben kann wirklich gemein sein. Da glückt Laura die Flucht aus Linz und damit aus dem Machtbereich von Vampirdiktator Mad Milo! Endlich kann sie ihren kontrollsüchtigen Vampirliebhaber Leon hinter sich lassen. Doch dann hat der Lastwagen, mit dem sie unterwegs ist, einen Unfall. Laura überlebt als Einzige. Ihr Retter Christian ist nett, attraktiv, und Laura fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Leider ist er ausgerechnet ein Vampir ...

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    Schattenspiele - Austrian Vampire World 3
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Vita

Bettina Ferbus

Bettina Ferbus ist eine bekennende Süchtige. Sie ist süchtig nach Pferden - das hat sich schon in ihrem Hauptberuf niedergeschlagen: Sie ist Reitlehrerin - und sie ist süchtig nach Gedrucktem. Zwanghaftes Lesen mit einer besonderen Vorliebe für Phantastisches führte dazu, dass sie Geschichten zu schreiben begann. Zuerst Kurzgeschichten, die in verschiedenen zum Teil preisgekrönten Anthologien erschienen sind, später auch längere Texte.

Leseprobe

1. Kapitel
Laura

Der Kleinlaster rumpelte durch ein Schlagloch. Laura stützte sich an einem der Säcke mit Toilettenpapier ab, um nicht gegen Eva geschleudert zu werden. Aus Lisas Richtung war ein dumpfer Aufprall zu hören, und kurz darauf ein leiser Aufschrei. Wenige Minuten später folgte das nächste Holpern. Dann legte sich der Laster in eine Kurve.
   Angst lag wie ein Eisklumpen in Lauras Magen. Sie kämpfte sie nieder, versuchte, sich auf das zarte Flattern der Hoffnung in ihrer Brust konzentrieren. Alles würde gut werden. Natürlich war eine Stelle als Dienstmädchen nicht das, wovon sie geträumt hatte. Sie erinnerte sich an ihre Zeit bei der Laientheatergruppe, an den Spaß bei den Proben, die Nervosität vor den Aufführungen und an dieses unglaubliche Hochgefühl, das sich jedes Mal beim Applaus einstellte. Die langen Stunden in der Schule hatte sie sich mit Träumen von einer Schauspielausbildung und einem richtigen Engagement versüßt.
   Und dann – die Vampire. Zuerst hatte sie nur im Internet von ihnen gelesen und im ersten Moment an einen Scherz gedacht. Ein künstlich geschaffenes Virus, das Menschen mit der Blutgruppe AB positiv in Vampire verwandelte – das klang total verrückt. Doch bald mehrten sich die Berichte.
   Hundegrippe eingedämmt – aber zu welchem Preis, lautete eine der Überschriften. Der ebenso geniale wie skrupellose Wissenschaftler Professor Hildebrand hatte die Methode der Vektorimpfung, bei der durch modifizierte Viren direkt auf das Immunsystem eingewirkt wurde, dazu benutzt, Europa mit Vampiren zu bevölkern. Die Impfung half zwar gegen die Hundegrippe – aber wer die richtige Blutgruppe hatte, verwandelte sich.
   Wenig später folgte Lauras erste Begegnung mit einem der Blutsauger. Nur zu gut erinnerte sie sich an sein selbstbewusstes Grinsen, an die aufblitzenden Fangzähne und an ihren Wunsch, dass es sich um Theaterrequisiten handeln möge. Sie spürte jetzt noch die Panik und den Schmerz, als der Vampir mit einem herzhaften Biss seine Echtheit bewies.
   Die Vampire hatten ihr Leben ruiniert, als sie mit einem Krieg Österreich in kleine Gebiete zerrissen und Laura von ihrer Familie getrennt hatten. Ihren Vater kannte sie kaum. Er hatte ihre Mutter verlassen, als sie noch im Kindergarten gewesen war. Ihre Mutter, ihre Großmutter und ihre beiden Schwestern vermisste sie dafür umso mehr.
   Sie wünschte, sie wäre nie nach Linz gegangen. Seit sich Mad Milo von Präsident Milotinovic in einen despotischen Tyrannen verwandelt hatte, waren Menschen nur noch Blutbeutel ohne Rechte. Wer keinen Vampirbeschützer hatte, war schlecht dran. Manchen Menschen schien das nichts auszumachen. Wahrscheinlich jenen, die den Vampir ihrer Träume bereits gefunden hatten. Laura gehörte nicht zu ihnen. Würde auch nie zu ihnen gehören. Sie war schließlich ein Mensch und kein Haustier!
   Deshalb hatte sie die Chance genutzt, als sie sich bot. Mit welchen Schwierigkeiten Mad Milo derzeit zu kämpfen hatte, konnte sie nicht in Erfahrung bringen. Ehrlich gesagt interessierte es sie nicht besonders. Wichtig waren nur Lücken, die dadurch in seinem Sicherheitsnetz entstanden und es den Menschen ermöglichten, aus Linz zu fliehen.
   »Wie lange dauert das noch?« Eva klang weinerlich.
   »Keine Ahnung.« Laura wünschte, das wäre anders, denn am meisten machte ihr die Ungewissheit zu schaffen. Was erwartete sie auf Burg Hohenbach? Allein, dass in Unterwald nur Menschen lebten, machte diese Gegend attraktiv. Hoffentlich war der Graf ein angenehmer Dienstgeber, der sie nicht nur den ganzen Tag Böden schrubben ließ. Schon sah sie sich selbst mit roten rissigen Händen, die sie immer wieder in den Eimer mit eiskalter Seifenlauge tauchte.
   Vielleicht hätte sie doch bei Leon bleiben sollen. Bei ihm wusste sie wenigstens, woran sie war. Plötzlich kamen ihr die letzten Jahre nicht mehr so schlimm vor. Gutes Essen, schöne Kleider, eine schicke Wohnung – doch alles nur, solange es Leon gefiel.
   Wieder rumpelte der Laster durch ein Schlagloch. Seit dem Vampirkrieg wurde nur noch wenig Geld in die Sanierung von Straßen investiert. Es gab auch kaum Autos. Verständlich, bei den hohen Benzinpreisen. Ein Wunder, dass sie nicht mit Ochsenkarren aus der Stadt geschmuggelt worden (...)

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