Nadine Kühnemann

Fantasyromane

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Jenseits des Windes

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Yel, das Reich über den Wolken, befindet sich im Umbruch. Der König der herrschenden Valanen strebt nach einer Vergrößerung seines Reiches und sendet Armeen auf Eroberungsfeldzüge in die Grenzgebiete, um den magischen, aber friedfertigen Firunen das Land zu entreißen. Leroy ist einfacher Fußsoldat und träumt von einer ruhmreichen Laufbahn beim Militär. Auf einer Mission in den Grenzlanden machen seine Kameraden und er eine skandalöse Entdeckung. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer und die Ordnung im gesamten Land bricht jäh zusammen. Leroy sieht sich gezwungen, in den Kampf zu ziehen, doch das Schicksal hält eine andere, unfassbare Aufgabe für ihn bereit. Plötzlich liegt die Zukunft Yels in seinen Händen …

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    Nadine Kühnemann

Vita

Nadine Kühnemann

Nadine Kühnemann wurde am 21.02.1983 in Dinslaken am Niederrhein geboren. Nach dem Abitur studierte sie Biologie in Düsseldorf und Bochum und arbeitet heute als Laborantin im Fachbereich der Transfusionsmedizin. Sie ist verheiratet und lebt bis heute in ihrer Geburtsstadt. Schon immer begeisterte sie sich für fantastische Welten. Im Herbst 2011 veröffentlichte sie zwei Romane, die zeitgleich im Aavaa Verlag Berlin erschienen sind. Dabei handelt es sich um den düster-romantischen Fantasyroman „Lichtfänger – Die Auserwählte“ und dessen Fortsetzung „Lichtfänger – Bruderkrieg“. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Leseprobe

Prolog

Womit hatte er das nur verdient?
   Welchen unverzeihlichen Frevel hatte er begangen, dass ihn der barmherzige Gott mit diesen Schmerzen bestrafte?
   Er liebte seinen Beruf, und er liebte den Allmächtigen, doch derlei Unternehmungen stellten sein Gottvertrauen jedes Mal aufs Neue auf die Probe. Sein Knie würde ihn eines Tages umbringen.
   Der Gedanke an das kurze Stück Weg, das er von der Kutsche bis zum Haupteingang des Palastes würde zurücklegen müssen, trieb ihm Schweißperlen auf die Stirn.
   Cirnod strich sein Gewand glatt, straffte sich und tat den ersten Schritt.
   Er hatte sich kaum in Bewegung gesetzt, als ein junger Bursche von vielleicht zehn Jahren neben ihm auftauchte. Seine Wangen waren gerötet, die kupferroten Haare leuchteten in der Sonne. Cirnod musterte den Knaben von oben bis unten.
   »Bitte, Herr, lassen Sie mich Ihnen helfen.« Der Junge offenbarte eine breite Zahnlücke.
   »Bring mir meinen Stock und dann lass mich bloß in Ruhe.«
   Der Junge wandte den Blick ab. Cirnod mochte es nicht, wenn jemand ihn humpeln sah. Er war im besten Alter, die Humpelei ließ ihn trotz seines faltenfreien Gesichts um Jahrzehnte älter wirken.
   Ein anderer Diener hievte das Gepäck indes von der Kutsche, auf deren Bock sich eine tiefschwarze Sturmkrähe niedergelassen hatte. Sie reckte den Kopf nach vorn und beobachtete den Diener wachsam.
   »Verschwinde, du Mistvieh«, sagte er und versuchte, das Tier zu verscheuchen. Die Krähe ließ sich von seiner wilden Fuchtelei nicht beeindrucken.
   »Flieg nach Hause, Thora«, sagte Cirnod. Der Vogel bedachte ihn mit einem kurzen Blick, schüttelte sich kräftig und breitete die Schwingen aus, um sich in die Lüfte zu erheben.
   Der Diener starrte Cirnod an, verfolgte dann die Krähe, bis sie hinter den Palastmauern verschwand. Er schüttelte stumm den Kopf, zog den Gehstock aus dem Gepäckfach der Kutsche und übergab ihn dem rothaarigen Jungen, der ihn sogleich an sich riss und ihn Cirnod in den ausgestreckten Handflächen präsentierte.
   »Danke«, brummte Cirnod und nahm die Gehhilfe an sich. Gemessen an den Wintern, die er auf der Welt verbracht hatte, zählte er noch lange nicht zu denjenigen, die um jeden weiteren fürchten mussten, dennoch war das lange Herumsitzen in den kühlen Gemäuern von Ceregrym Gift für seine Knochen. Die alte Verletzung im Knie tat ihr Übriges.
   Cirnod setzte sich in Bewegung. Die Diener luden das schwere Gepäck auf ihre Schultern und folgten ihm stöhnend. Obwohl er nur langsam vorankam, blieben sie hinter ihm. Es gehörte sich nicht, dass ein Diener vorausging. Schon gar nicht einem Priester seines Ranges. Cirnod hatte jedoch genug mit seinen eigenen Qualen zu kämpfen, als dass er Mitleid für sie empfand.
   Seit seinem letzten Besuch anlässlich seiner Priesterweihe vor fünf Jahren hatte sich kaum etwas verändert. Der Kieselsteinweg, der vom Haupttor über den Innenhof zur großen Treppe führte, war weiß und gepflegt wie eh und je. Obwohl die Zeit im monotonen Strom seiner tristen Tage verflogen zu sein schien, fühlte es sich dennoch an, als wäre eine Ewigkeit vergangen, seit er die Stadt Valana mit ihren Prachtbauten zuletzt besucht hatte. Die pulsierende Hauptstadt Yels war sowohl für Reisende, die des Landlebens überdrüssig waren, als auch für Händler, die auf gute Geschäfte hofften, stets einen Besuch wert. Cirnod hingegen schätzte die Einsamkeit des Nordens, der Trubel rings um den Palast des valanischen Königs strapazierte seine Nerven. Er liebte seinen Beruf, er liebte seinen Gott und es bereitete ihm ein Gefühl tiefster Genugtuung und Erfüllung, ihm und dem Königreich zu dienen. Als junger Schüler in der Klosterschule von Ceregrym hatte er keine Vorstellung davon gehabt, was es bedeutete, ein Priester zu sein. Was denen alles abverlangt wurde! Diese Reise gehörte nur zu einer der zahlreichen Strapazen, die er erdulden musste.
   Die Sonne brannte. Auf Cirnods kahl rasiertem Oberkopf bildeten sich Schweißperlen, die ihm ins Gesicht und in seinen Priesterzopf liefen. Er schwitzte unter seinem Gewand. Für die Dauer eines Lidschlags erwischte er sich, den barmherzigen Gott dafür zu verfluchen, (...)

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