Helena Grass

Romantik & tiefe Gefühle

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Blue Eyes - Für immer und dein

Es geht heiß her zwischen Juliette und Tom. Sex ist in Ordnung, Liebe nicht. Eine junge Prostituierte wird tot aufgefunden, nackt und mit auffallender Sonnenbrille, die auf erschreckende Weise der von Juliette gleicht. Sie glaubt an einen Zufall, bis eine weitere Frauenleiche geborgen wird, mit einem Ring am Finger und einer Gravur, die ihr einen Schock versetzt. Noch ahnt sie nicht, dass jemand ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen will, um ihr auf skrupellose Weise einen Spiegel vor das Gesicht zu halten. Als ein dritter Mord geschieht und nur einer von dem mysteriösen Fundstück wissen kann, nämlich Tom, beschleicht sie der Verdacht, dass seine Absichten nicht die sind, die er ihr weismachen will. Was für ein dunkles Geheimnis verbirgt er? Oder ist der Grund ein völlig anderer, ein noch unheilvollerer?

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Vita

Helena Grass, ein Kind der kreativen Sechziger, wandelt mit Vorliebe auf dem Grad zwischen Wirklichkeit und Fantasie. Als junge Erwachsene tobt sie sich in der Malerei aus. Später erfindet sie Geschichten für Teenager, noch später Romane für Erwachsene. Heute lebt sie, unsportlich entgleist, zusammen mit ihrer rennradverrückten Familie an einem bezaubernden Seerosenteich inmitten von duftenden Kräutern im schönen Sachsen-Anhalt ... und schreibt.

Leseprobe

Prolog
Zwanzig Jahre zuvor

Er hatte die Frage nicht verstanden, weil sein Kopf zur Seite geschleudert wurde und sein Ohr von der harten Backpfeife rauschte. Die Haare hingen ihm in die Stirn, blutverkrustet wegen der alten Verletzung, die wieder aufgebrochen war. Fragend sah er auf, in das Gesicht seiner Mutter. Rot gefärbt vom Zorn bohrte sich ihr verächtlich strenger Blick in seinen, mit einem Ausdruck tief drinnen, der einer Faust ähnlich auf ihn eindreschen wollte. Er sah ihre fettverklebten Strähnen, die schweißig an ihrem Kopf pappten, spürte ihren Atem. Wie immer stank sie nach Knoblauch, wie alles im Haus, Möbel, Teppiche, Tapeten. Aus Angst, sich übergeben zu müssen, hielt er die Luft an. Das Blut in seinen Ohren pulsierte sofort lauter. Wären es doch die donnernden Wellen des Sees, denen er so gern zuhörte, wenn es stürmte. Warum konnte er nicht einfach den angesammelten Hass hinunterschlucken, allen Schmerz und die undefinierbare Wut auf seine Eltern? Warum ging das nicht? Er duckte sich, um sich klein zu machen, vielleicht übersah sie ihn oder hatte wenigstens Mitleid mit ihm. Manchmal hatte das schon geklappt.
   Diesmal hatte er Pech. Sie riss sein Kinn hoch, sein Körper ruckte. Er spürte die Stricke, die ihn an den Stuhl fesselten, wie sie tiefer in seine dünnen Handgelenke schnitten und den schmerzenden, noch nicht verheilten Bruch im linken Knie, als er versuchte, sich dagegenzustemmen. Nicht sie hatte es zertrümmert, sondern sein Adoptivvater, vor dessen streng religiöser und konservativer Auffassung sie kuschte und alles tat, was er von ihr verlangte.
   »Zum letzten Mal«, keifte sie hyänengleich, »wo hast du dich so lange herumgetrieben? Pünktlichkeit ist eine Tugend. Das habe ich dir hundertmal gepredigt.«
   Er kniff die Augen vor Schmerz zusammen und tat, als überlegte er. Je mehr sie ihn drangsalierte, desto heftiger musste er sich verbeißen, ihr seine Wut ins Gesicht zu schreien. Sie nahm ihn am Hals, zwickte mit ihren Fingernägeln in seine Haut, zerrte und drückte, bis er nach Luft japste.
   »Raus mit der Sprache. Ich schlag dich grün und blau, wenn du nicht gleich deinen Mund aufmachst.«
   Ihr speicheldurchtränkter Atem traf sein Gesicht. Er drehte den Kopf weg. Was sollte er ihr antworten? Dass er den Bus verpasst hatte, weil er nicht schnell genug laufen konnte, wegen der Schiene an seinem Bein? Das zuzugeben, traute er sich nicht. Sie würde ihm die Schuld geben und der Wunsch nach einem Fahrrad wäre in noch weitere Ferne gerückt. Also log er notgedrungen und berichtete von der Lehrerin, die ihn aufgehalten hätte, um den Namen seines behandelnden Arztes zu erfahren. Gefragt hatte sie ihn das wirklich, nur viel früher.
   Die Alte grinste ihn an und offenbarte damit die Zahnlücke rechts unten in ihrem Gebiss. »Neugierde ist eine Untugend. Nur Verrat ist schlimmer. Der bringt Kriege mit sich. Das muss im Keim erstickt werden.« Sie schluckte hart und löste ihre Hände, dann schüttelte sie ihn heftig. »Dass du in der Schule ja die Klappe hältst. Noch sind deine Zähne schön. Noch.«
   Züchtigung durch Strenge nannte sie das, wobei seine Lehrerin aufgrund der zahlreichen blauen Flecke und Striemen von Kindesmisshandlung sprach und drohte, die Eltern anzuzeigen, falls sie den Vorwurf nicht hinreichend entkräften konnten. Da mochte er noch so inständig beteuern, hingefallen zu sein wegen seiner Verletzung am Knie. Die Lehrerin nahm ihm das nicht ab. Sie bestand auf einer Aussprache mit seinen Eltern, was bedeutete, dass er zwischen die Fronten geraten würde, egal, ob er bei der Wahrheit blieb oder nicht.

Eine Woche später, an einem Nachmittag, der See unweit des Hauses badete im Glanz der August-Sonne, meldete sich Frau Hauser zu einem Hausbesuch an.
   Es sollte ihr erster und gleichzeitig ihr letzter sein.

Kapitel 1

Tom war unglaublich, dachte Juliette und ließ mit einem himmlischen Glücksgefühl das Handy sinken. Seine Worte entlockten ihr ein Grinsen und einen wohlig prickelnden Schauder, der ihr, einem hauchzarten Federstrich gleich, eine Gänsehaut bescherte. Er hatte ihr mit verführerischer Stimme versprochen, sie so oft zum Orgasmus zu bringen, bis sie ihn anflehte, aufzuhören.
   Um seine Sehnsucht anzustacheln, schob sie ihr (...)

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